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Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 26.1899 (26)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 26.1899 (26)

Periodical

Persistent identifier:
027110176
Title:
Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2178082-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027110176_0026
Title:
Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 26.1899
Shelfmark:
02 A 0177 ; RF 498, 499
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1899
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Das Kreuz im Erlösungsplane Jesu
Subtitle:
(Fortsetzung)
Author:
Zange, Friedrich
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0780916
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht
  • Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 26.1899 (26)
  • Title page
  • Inhalt
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Das Kreuz im Erlösungsplane Jesu
  • Unterricht und Ermüdung
  • Zeitgeschichtliche Mitteilungen
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)
  • Heft 49 (49)
  • Heft 50 (50)
  • Heft 51 (51)
  • Heft 52 (52)

Full text

 
LÄTTER 
mmm 
ERZIEHENDEN UNTERRICHT. 
Wöchentlich erScheint eine Nummer. 
Preis vierteljährlich 1,60 M. | 
Anzeigen 30 Pf. für die 3gesp. Petitzeile. 
HERAUSGEGEBEN VON 
FRIEDRICH MANN. 
Zu beziehen durch jede Buchhandlung 
und Postanstalt. 
No. der Postzeitungsliste? 1768. 
 
XXVI. J ahrgang: Tuhalt: 
] 
Das Kreuz im Erlösgungsplane Jesy. Von Prof. Dr. Fr, Zange. (Fortsetz.) -- | 
Unterricht und Ermüdung. Von M. Lobgien. (FVortsetzung.) -- Zeitgeschicht- 
liche Mitteilungen, 
jf" 
j 
1899. No. 9. 
| 
| 
! 
(| Ausgegeben am 24, Februar. 
! 
 
 
 
Die im 1 ergten Teile dieger Zeitschrift enthaltenen Abhandlungen verbleiben Eigentum der Verlagshandlung, 
Das Kreuz im Erlögungsplane Jesu. 
Ein Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Zange, Direktor des Königlichen Realgymnastums zu Erfurt. 
(Fortsetzung.) 
Übrigens muſste Jesus Schon aus der Geschichte der 
Alttestamentlichen Propheten wissen, daſs es das Los der 
Gottgesandten ist, zu ringen mit heiſszem Bemühen um 
die Bekehrung und Rettung des ganzen Volkes, und doch 
mit Wort und Wunderthat nur geringen Erfolg zu haben, 
ja bei der Masse und ihren Führern nur Verstockung zu 
erzielen, wie er denn gleich nach den ersten betrübenden 
Erfahrungen in Capernaum, Chorazin und Bethgaida und 
nach den ersten Angriffen der Pharisäer an JeSajas Worte 
von der Verstockung (Jes. 6) erinnert, (Mark. 2, 23-4, 12; 
Matth. 11, 20--24; 12. 13, 13--15.) 
Umgekehrt aber, wenn er, obwohl bereit, unter Um- 
Ständen auch das Leben zu lassen, doch gebofft hat, ohne 
diesen höchsten Preis Sein Ziel zu erreichen, müssen wir 
es dann nicht Enttäuschung nennen, wenn er diese Hoff- 
nung aufgeben muſs? Hat er Sich dann nicht verrechnet? 
Hat er nicht die Macht der Sünde unterschätzt? Ist's 
nicht eine Änderung des Planes, wenn, was auf dem 
Wege der Lehre, des Vorbilds und der Liebeswerke nicht 
zu erreichen war, nunmehr auf dem entgegengesetzten 
des Leidens angestrebt wird? 
Endlich hat man gar behauptet: Wenn Jegus Sein Amt 
mit dem Bewuſstsein begonnen hätte, daſs er im Dienste 
desgelben eines gewaltsamen Todes Sterben mügse, daſs 
Sein Wirken zur Gewinnung der Menschenherzen bis zu 
einem Grade, der Seinen Kreuzestod geschichtlich unmög- 
lich machte, vergeblich gein würde, 80 bedeutete dieses 
Bewulstsein in Wahrheit einen Mangel an Gottvertrauen, 
und hat hinzugegetzt: Dieser Kleinglaube wäre um 80 
weniger zu begreifen und zu entschuldigen, da Sich Jesus 
im Besitze von Kräften wuſste, welche die Erwartung 
eines aulserordentlichen Erfolges geradezu forderten. Die 
trüben Erfahrungen der Propheten, hat man gegagt, konnten 
inSofern für Seine Erwartungen nicht bestimmend Sein, 
als er weit mehr als gie alle war. » Was der Winter- 
Sonne nicht gelingt, das vollbringt leicht und Sicher die 
 
Frühlingssonne. JeSus gab Sich keinen IlluSionen über 
die Gröfßse der Sünde bin; aber der Gröfse der Sünde 
Stand zum erstenmale die Gröſse des Gottes- und Menschen- 
Sohnes gegenüber. < 
Was Sollen wir dazu Sagen? Wir können Ja nichts 
anderes Sagen, als: die Thatsachen, die allbekannten That- 
Sachen stehen dem Steif entgegen. Die Frühlingssonne 
hat's thatsSächlich nicht vollbracht, wenigstens nicht ohne 
Sterben, geschweige leicht und Sicher. Die Macht der 
Sünde in der Mengchheit war größer, als daſs es Selbst 
dem Gottes- und Menschensohne geiungen wäre, Sie durch 
bloſsges Lehren, gutes Beispiel und Liebeswirken zu über- 
winden, ohne Sterben zu überwinden. Sie hat ihn ans 
Kreuz gebracht und nur dadurch, daſs er Sich, gehorsam 
des Vaters Willen, von ihr ans Kreuz bringen lieſs, hat 
er gie überwunden, hat er die Mensgchen, wenn Sie nur 
im Glauben an ihn Sich halten, von der Sünde und ihrem 
Gefolge, Verderben und Tod, befreit. Und wenn das 
Jegus nicht vorausgesgehen hätte, 80 hätte er allerdings 
die Macht der Sünde unterschätzt, man Sage, was man 
wolle. Wir dürfen aber gewiſs dem, der Sich für Gottes 
Sohn und frei von aller Sünde halten durfte, von Anfang 
Seines Wirkens an einer: freieren und unbefangeneren 
Blick für die Sünde und ihre Macht zutrauen, als uns, 
denen der Blick durch die Sünde gelbst verschleiert ist, 
dürfen es, ohne ihm göttliche Allwissenheit zuzuschreiben. 
Er war ein Menschenkenner. »Er wuſste, was im Men- 
Schen war.« Darum bin ich fest überzeugt: der Herr hat 
Sich nicht getäuscht. Er hat kraft eigenen Tiefblicks und 
hinreichend belehrt durch die heilige Schrift alten Testa- 
ments von Anfang an klar gegehen. Und dann hat er 
auch von Anfang an klar gesehen: Es geht nicht ohne 
Sterben. 
Aus demsgelben Grunde müssen wir auch folgende 
Annahme verwerfen, nämlich: Jegus habe im Anfang 
Seiner Thätigkeit erwartet, daſs Gott Sichtbarlich eingreifen 
0
	        

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