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Die evangelische Volksschule - 8.1864 (8)

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Bibliographic data

fullscreen: Die evangelische Volksschule - 8.1864 (8)

Periodical

Persistent identifier:
1002751985
Title:
Die evangelische Volksschule
Subtitle:
praktisch-theoretisch pädagogische Zeitschrift für das evangelische Volksschulwesen
Document type:
Periodical
Publication year:
1859
Place of publication:
Brandenburg
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2555099-8
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1002751985_08
Title:
Die evangelische Volksschule - 8.1864
Document type:
Periodical volume
Publisher:
Selbstverl.
Publication year:
1864
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Heft 5
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Die sieben Stäbe
Author:
Leithäuser, C. G.
Person in original:
von C. G. Leithäuser
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1002751985-08-1328175625066-87
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Die evangelische Volksschule
  • Die evangelische Volksschule - 8.1864 (8)
  • Title page
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Ueber Charakter und Charakter-Entwickelung durch die Schule
  • Historische Entwickelung des Volksschulwesens in England
  • Grundriß der Lehre von der geschichtlichen Entwickelung des Reiches Gottes auf Erden
  • Zergliederung und Worterklärung der 5 Hauptstücke
  • Erste Unterredung über den dritten Artikel
  • Ein Adventslied
  • Wie der deutsche Sprachunterricht in der Volksschule (und zwar in der Oberschule) zu ertheilen und an das Lesebuch zu knüpfen sei
  • Die sieben Stäbe
  • Kurze Geschichte der Schreibekunst
  • Zweimal 17 Aufsätze aus der Volksschule
  • Die Klimate der Erde und deren Ursachen
  • Zeitströmungen in der Volksbildung und Jugend-Erziehung
  • Burton's Reise nach den heiligen Städten Arabiens
  • Lösungen der im 3. Hefte, Band VIII der Evang. Volksschule gestellten Aufgaben
  • Algebraische Aufgaben
  • Recensionen
  • Anzeigen
  • Heft 6 (6)

Full text

Die sieben Stabe. 
493 
dagegen die Nachbarn in unserer Geschichte? — Sie wollten die Söhne 
nach dem Lode ihres Vaters um ihr väterliches Erbe bringen. — Wenn 
ihnen dies gelungen wäre, wer hätte dann die nächste Schuld gehabt? 
— Die Söhne hätten die nächste Schuld gehabt. — Welchen Rath gab 
der Vater den Söhnen, um den bösen Absichten der Nachbarn widerste 
hen zu können? — Die Söhne sollten zusammenhalten. — Welche 
Worte sprach der Vater? — Wenn die Söhne zusammenhielten, würden 
sie bestehen können. — Denke, du wärest der Vater und wolltest uns 
die Worte sagen. — Wenn ihr zusammenhaltet, so werdet ihr bestehen 
können; wenn ihr aber nicht zusammenhaltet, so werdet ihr überwältigt 
werden. — Ist diese Geschichte denn wohl wirklich geschehen? — Sie 
ist wohl nicht wirklich geschehen; sie ist uns als ein Gleichniß erzählt. — 
Wenn die Geschichte nicht wirklich geschehen ist, dann ist sie ja nicht 
wahr. — Das thut auch nichts, ob die Geschichte geschehen ist oder nicht. 
Es kommt darauf an, daß wir etwas Gutes daraus lernen können. — 
Worauf kam es mir bei dem Erzählen der Geschichte also nicht an? — 
Es kam nicht daraus an, daß wir die Geschichte hörten, sondern daß wir 
etwas Gutes daraus lernten. — Was solltet ihr denn aus der Geschichte 
lernen? — Daß wir zusammenhalten müssen. — Wenn ihr nun sol 
ches wisset, glücklich seid ihr, wenn ihr es thut. 
IX. Kurze Geschichte der Schreibekunst. 
Von Joh. Oswald in Niederliebersbach, Großherzogthum Hessen. 
Man kann weder eine Kunst noch eine Wissenschaft 
gründlich lernen, ohne die historische Entwickelung ge 
nau zu kennen. vr. Jakobi. 
Die Schreibekunst, die erhabenste und nützlichste, aller Künste, stammt 
aus deu ersten Zeiten des Menschengeschlechts. Die Buchstabenschrift, 
deren früheste Geschichte nur Sage ist, worauf wir später noch einmal 
zurückkommen, kann hier weniger gemeint sein, als die Zeichen- und 
Bilderschrift, deren Entstehung wir zuerst bei den nach der Zerstörung 
von Babel neugewordenen Völkerschaften zu suchen haben. Hiervon ge 
ben sowohl Inschriften in Aegypten als auch in verschiedenen andern 
Ländern Zeugniß. So finden wir z. B. an dem Esmeraldafelsen am 
obern Laufe des Orinoco eine Inschrift in Zeichen, den alten chinesischen 
Figuren ähnlich, Schlangen, Vögel und dergleichen darstellend, 80 Fuß 
hoch über dem jetzigen Wasserspiegel in den Felsen eingehauen. Auf die 
Frage, wie denn diese Inschrift dort hinaufgekommen sei, antworten die 
Indianer: „Das haben unsere Väter zur Zeit der großen Wasser geschrie 
ben, da der Fluß noch bis dort hinaufreichte," und dies sagen sie mit 
einer Gewißheit, als wären sie selbst dabei gewesen. Sind wir natürlich
	        

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