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Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)

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Bibliographic data

fullscreen: Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)

Periodical

Persistent identifier:
1002762790
Title:
Rheinischer Schulmann
Subtitle:
evangelische Zeitschrift für Erziehung und Unterricht in Schule und Haus
Document type:
Periodical
Publication year:
1883
Place of publication:
Neuwied {[u.a.]
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2555164-4
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1002762790_07
Title:
Rheinischer Schulmann - 7.1889
Document type:
Periodical volume
Publisher:
Heuser
Publication year:
1889
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Heft XI
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Die Lehre vom Gebrauch der großen Anfangsbuchstaben in den Anweisungen für die neuhochdeutsche Rechtschreibung
Subtitle:
aus den Quellen zusammengestellt ; (Fortsetzung)
Author:
Tesch, P.
Person in original:
von P. Tesch
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1002762790-07-1328716110085-88
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Rheinischer Schulmann
  • Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)
  • Title page
  • Title page
  • Inhalt des siebenten Jahrganges
  • Heft I (1)
  • Heft II (2)
  • Von der Anschauung zum Begriff
  • Die Sprache des Lehrers und der Schüler in der Schule
  • Aus der Praxis für die Praxis
  • "Wodurch wird die Kollegialität unter den Lehrern bedingt?"
  • Beurteilung neuer Schriften
  • Briefkasten
  • Heft III (3)
  • Heft IV (4)
  • Heft V (5)
  • Heft VI (6)
  • Heft VII (7)
  • Heft VIII (8)
  • Heft IX (9)
  • Heft X (10)
  • Heft XI (11)
  • Heft XII (12)

Full text

355 
II. 
Die Lehre vom Gebrauch der großen Ansangsbuchstabcn i» 
den Aniveisnngr» für die iicnhachdciitsche Rechtschreibung. 
Aus den Quellen zusamniengestellt von P. Tesckp 
(Fortsetzung). 
Vor Gottsched (1747?) hatte bereits 
Antesperg eine „Deutsche Gram 
matik*)" veröffentlicht, die die frühern 
derartigen Werke weit überragte, und 
von der der „Leipziger Büchersaal" 
1747 im 573. Blatt mit Recht schrieb, 
„daß der Verfasser alles gethan habe, 
was man von einem Österreicher for 
dern kan; daß er seinen Landsleuten 
eine Bahne eröffnet, zu einer viel 
reinern Sprache und Schreibart zu 
gelangen, als sie bishero gehabt haben." 
Seite 349 und 350 handelt der Ver 
fasser von dem Gebrauch der großen 
Anfangsbuchstaben und sagt daselbst: 
„§. I. Es pflegen mit einem grossen 
Buchstaben geschrieben zu werden (1) 
die Nomina der Menschen, (2) Monate, 
(3) Flüsse, (4) Städte, (5) Länder und 
Feste; Z. E. Mathias,—, Jenner,—, 
Wien, , Deutschland, —, Ostern, 
—, Lichtn!esse, re. Nicht mathias, rc. 
Z. II. Alle deutsche Nennwörter 
(Lubstantiva), wie auch alle deutsche 
bey ständige Nennwörter (Ad- 
jectiva), Pronomina und Inlinitivi, 
wann sie substantive gebraucht wer 
den; Z. E. die Tugend , das 
Gute, das Meinige, , ein Abge 
brannter, , das Lieben, rc. Dann 
diese uralte Gewohnheit ist löb 
lich und vernünftig. Sie giebt 
den Wörtern ihre natürliche Ge 
stalt, Schönheit und Verstand; 
ist also in der deutschen Sprache be 
ständig beyzubehalten. Dahero ist es 
unrecht, wann einige die deutsche Nenn 
wörter (Substantiva) nur mit kleinen 
Anfangsbuchstaben schreiben, und es 
anderen Sprachen nachmachen wollen: 
Dann die deutsche Sprache hat hier 
inne etwas besonders. 
§. III. Mit einem Versal-Buchstaben 
werden auch geschrieben (1) Alle erste 
oder anfängliche Wörter eines 
Briefes oder einer Rede, ja eines 
jeglichen Periodi. (2) Die erste 
Worte eines jeden Verses. 
(3) Das Wort nach einem Puneto, 
Colon und Signo interrogationis. 
(4) Die Adjectiva einer Würde; Z. 
E. Hochedler, —, Geheimer Rath, rc. 
(5) Eines besonderen Nachdruckes; 
Z. E. Ich bin Paulisch, du bist Apol- 
lisch, rc. (6) Die Pronomina; Z. E. 
Sie, Ihnen, — —, Sich, rc. wann 
sie sich auf vornehme Personen bezie 
hen, und infolglich eine Ehrbezeigung 
andeuten sollen; —. 
§. IV. Hieraus folgt von sich selb- 
sten, daß man den Artikel und die 
gemeine Adjectiva, wie auch die Pro 
nomina, Comparativa, Superlativa: 
Item die Präpositiones, Conjunetiones, 
Verba und Adverbia, samt den Jn- 
terjeetionibus mit keinem grossen An 
fangs-Buchstaben schreiben könne. 
§. V. So nehmen auch einen kleinen 
Anfangs-Buchstaben zu sich die Sub- 
stantiva, wann sie vermittelst einer 
Präposition, oder durch eine andere 
Construetion gleichsam zu Adverbiis 
*) »Die Kayserliche Deutsche Grammatick, Over Kunst die deutsche Sprache 
recht zu reden, Und ohne Fehler zn schreiben, In Vier Theilen Mit einem Examine und zu« 
länglichen Vor- und Anmerkungen, Zum Nutzen des gemeinen Wesens, und derer, welche des 
regelmäßigen Verstandes und reinen Ausdruckes in eigener Sprache mächtig seyn wollen, oder 
ihres Amtes und ihrer Geschäfte halber seyn sollen. Mit sonderbarem Fleiß deutlich und voll 
kommen INOTIO VIENNENSIAusgearbeitet Von Johann Balthasar von Antesperg, 
verschiedener des H. R. R. Fürsten und Stände Rath, Redner und Agenten am Kayserl. Hofe. 
Zweyte und verbesserte Edition samt einem Register. Mit allergnädigster Kayserlicher Freyheit. 
In Wien zu finden (1) bey Johann Ignatz Heyinger, Buchdrucker in der Römerstrasse. (2) Bey 
Leopold Grund in seinem Gewölb neben dem Hauptthor bey St. Stephan/ wo die Schulbücher 
verkaufet werden." 
* >
	        

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