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Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)

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Bibliographic data

fullscreen: Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)

Periodical

Persistent identifier:
1002762790
Title:
Rheinischer Schulmann
Subtitle:
evangelische Zeitschrift für Erziehung und Unterricht in Schule und Haus
Document type:
Periodical
Publication year:
1883
Place of publication:
Neuwied {[u.a.]
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2555164-4
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1002762790_07
Title:
Rheinischer Schulmann - 7.1889
Document type:
Periodical volume
Publisher:
Heuser
Publication year:
1889
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Heft III
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Die Fabel und ihre Verwertung im Schulunterrichte
Author:
Kubach, W.
Person in original:
von Kubach in Meiderich
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1002762790-07-1328716109625-19
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Rheinischer Schulmann
  • Rheinischer Schulmann - 7.1889 (7)
  • Title page
  • Title page
  • Inhalt des siebenten Jahrganges
  • Heft I (1)
  • Heft II (2)
  • Heft III (3)
  • Die Schöpfung
  • Aus der Praxis für die Praxis!
  • Die Fabel und ihre Verwertung im Schulunterrichte
  • Wilhelm Hey
  • Vermischtes
  • Beurteilung neuer Schriften
  • Neuigkeiten der pädagogischen Litteratur
  • Briefkasten
  • Zwei neue Kaiserlieder
  • Heft IV (4)
  • Heft V (5)
  • Heft VI (6)
  • Heft VII (7)
  • Heft VIII (8)
  • Heft IX (9)
  • Heft X (10)
  • Heft XI (11)
  • Heft XII (12)

Full text

82 
b) Die Erzählung wird dahin ver 
ändert, daß sich eine andere ent 
gegengesetzte Lehre ergiebt. 
Die Fabel „Trau, schau, wem?" 
könnte z. B. dahin verändert wer 
den, daß der Hahn der Friedens 
botschaft des Fuchses glaubt und 
vom Baume herabfliegt. Die Folge 
davon würde sein, daß er von dem 
Fuchse aufgefreflen würde. Dem 
gemäß würde nun auch eine andere 
Lehre aus der Fabel zu entnehmen 
sein. In der Fabel „Der Fuchs 
und die Weintrauben" könnte der 
Fuchs schließlich ein Mittel finden, 
die Trauben zu erreichen. Dann 
würde sich die Lehre daraus er 
geben : Überlegung führt zum Ziele. 
Jedoch werden nicht alle Fabeln 
des Lesebuches hierzu geeignet sein, 
wie ja überhaupt die vorhin aus 
geführten Übungen nicht an jede 
Fabel mit gleichem Erfolg an 
geschlossen werden können. Es muß 
vielmehr Rücksicht genommen wer 
den auf die Eigenart der betreffen 
den Fabel. 
Wenn den Schülern eine Anzahl 
Fabeln vermittelt worden sind, dann 
können noch einige Übungen auftreten, 
die den Zweck haben, eine Übersicht 
über dieselben zu verschaffen, und neue, 
bis dahin ungekannte Züge der Fabel 
aufzudecken. Dahin würde gehören, 
die Charaktereigenschaften der handeln 
den Tiere aufsuchen zu lassen. Dabei 
kann gleichzeitig eine Gegenüberstellung 
der Tiere mit entgegengesetzten Eigen 
schaften stattfinden. Beispiele: Aus 
der Fabel vom „Raben und Käse" 
werden die Schüler ersehen, daß der 
Rabe ein dummes Tier ist; dagegen 
finden sie, daß der Hahn in derHabel 
„Trau, schau, wem?" viel klüger han 
delt. In der Fabel vom „Wolf und 
Lämmlein" erkennen die Schüler den 
grausamen Wolf; hingegen finden sie, 
daß der Löwe in der Fabel „der 
Löwe und die Maus" ein großmütiges 
Tier ist. 
Auch könnte zweckmäßig der Nach 
weis geliefert werden, daß die Hand 
lungen der Tiere zu ihrem Wesen, 
ihrem Charakter passen. 
Ferner können die Fabeln inbezug 
auf ihre Lehre mit einander verglichen 
werden. Beispiele: „Vom Kranich und 
Wolfe" und vom „Frosch und Maus." 
Die Lehre der ersteren Fabel würde 
lauten: Undank ist der Welt Lohn, 
die der andern: Untreue schlägt den 
eigenen Herrn. In der letzteren ist 
die Folge angegeben, die der Undank 
bare und der Untreue zu erwarten 
hat. Mit der ersteren Fabel könnte 
außerdem noch die Fabel „Undank ist 
der Welt Lohn" inbezug auf die Lehre 
verglichen werden. 
Wird die Behandlung der Fabel in 
planmäßiger Weise vorgenommen, in 
dem die Betrachtung sich dem Bildungs 
grade der Schüler, der besonderen 
Eigentümlichkeit der Fabel und dem 
beabsichtigten Zwecke anpaßt, dann 
wird die Fabel für die Geistesbildung 
der Schüler entsprechenden Beitrag 
liefern. 
IV. 
Wilhelm Hey. 
„Meinem Herzen sind die Kinder am nächsten 
ans Erden." 
Dieser Goethe'sche Ausspruch paßt In dem Dorfe Leina, im Herzogtum 
voll und ganz zu dem Denken und Sachsen-Gotha, ist Wilhelm Hey 
Wirken von Wilhelm Hey, dessen ! als das jüngste der fünf lebenden 
Kinderfabeln, wie Keck sagt, das „Ewig Kinder des Pfarrers Heinrich August 
Kindliche in unserer Brust anklingen Hey. am 26. März 1789, geboren, 
lassen, deren Ton der wahre Glocken- Seine Mutter verlor er schon im 4. 
klang echter Poesie ist." Jahre; der Vater, dessen Gemüt durch
	        

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