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Pharus - 6.1915, Halbjahrband 1 (6)

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Bibliographic data

fullscreen: Pharus - 6.1915, Halbjahrband 1 (6)

Periodical

Persistent identifier:
100317230X
Title:
Pharus
Subtitle:
katholische Monatsschrift für Orientierung in der gesamten Pädagogik
Document type:
Periodical
Publisher:
Auer
Publication year:
1910
Place of publication:
Donauwörth
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2557049-3
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
100317230X_11
Title:
Pharus - 6.1915, Halbjahrband 1
Document type:
Periodical volume
Publisher:
Auer
Publication year:
1915
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
H. 6
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Miscella

Title:
Gemüts- und Tatpatriotismus in der Erziehung
Document type:
Periodical
Structure type:
Miscella
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
100317230X-11-1373664089644-129
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Pharus
  • Pharus - 6.1915, Halbjahrband 1 (6)
  • Title page
  • Inhalt
  • H. 1 (1)
  • H. 2 (2)
  • H. 3 (3)
  • H. 4 (4)
  • H. 5 (5)
  • H. 6 (6)
  • Religionsunterricht und Kultur
  • Krieg und staatsbürgerliche Erziehung
  • Zur Methodik der Moralpädagogik
  • Erziehungsziele in Schule und Haus
  • Wie Fertigkeiten gelehrt werden
  • Grundlagen des ersten Lesens
  • Luis
  • Selbstbesinnung der Pädagogik als Folge des Krieges
  • Professor Foerster über die Erziehungsaufgaben zur Kriegszeit
  • Der Krieg und die weibliche Jugend
  • Militärische Jugenderziehung und die höhere Schule
  • Gemüts- und Tatpatriotismus in der Erziehung
  • Kriegsbeschädigtenfürsorge und Schule
  • Soziale Lage der Familie und Schulleistung
  • Kriegsgeographie und Lehrerschaft
  • Ernst Meumann gestorben
  • Eduard Gutensohn gestorben
  • Pädagogischer Kursus
  • Bücherschau
  • Sprechstelle der Redaktion

Full text

Rundschau. 
567 :: 
alS seien sie Berichterstatter einer Tages 
zeitung. Selbst wenn einige unter diesen 
Kindern die Fähigkeit des eigenen Er 
lebens in besonders hohem Grade be 
säßen, muß sie ihnen jetzt durch die allzu 
vielen, einander überstürzenden Eindrücke 
verloren gehen oder wenigstens stark ab 
gestumpft werden. Darum dürften auch 
die Vertreter dieser Theorie keinen Er 
folg mit ihrer Methode haben; sie er 
zielen nur Oberflächlichkeit und Sensa 
tionsbedürfnis, aber nie und nimmer eine 
Offenbarung deutschen Volkstums, die in 
so frühen Jahren überhaupt noch nicht 
erlebt werden kann. 
Um die Jugend aus dieser Zeit un 
vergängliche Werte schöpfen zu lassen, 
sollte man sie einzig das Grundgefühl 
unserer Zeit, das deutsche Pflichtbewußt 
sein, an sich selbst erfahren lehren. Dazu 
bedarf es keines ausgeklügelten Er- 
ziehungsshstems, keiner Gemütseinwir 
kungen, die doch nicht nachhaltig sind und 
keines beständig wechselnden Anschauungs 
unterrichtes, mag er auch noch so lebendig 
sein. Wohl sollen wir den Kindern von 
unseren tapferen Helden erzählen, aber 
wir müssen nicht vergessen, die Selbst 
verständlichkeit hervorzuheben, mit der 
sie ihre Pflicht erfüllen. Denn auf diese 
kommt es besonders an. Wenn die Knaben 
und Mädchen ihr Taschengeld opfern oder 
sich Entbehrungen auferlegen für die 
Truppen im Felde und die Armen da 
heim, so dürfen sie sich nicht als Mär 
tyrer ihrer Vaterlandsliebe betrachten. 
Mag ein verständiges Lob in der Er 
ziehung sonst noch so angebracht sein, 
hier ist es nicht am Platze. Die Kinder 
müssen begreifen lernen, daß ihre Hilfs 
bereitschaft etwas Selbstverständliches ist 
und ihr Verzicht auf manche frühere An 
nehmlichkeit durchaus kein Opfer bedeutet, 
sondern eine notwendige Pflicht, deren 
Nichtbefolgung sie aus den Reihen der 
Deutschen ausschließt. Sie sollen wissen, 
daß ein eisernes Muß uns zwingt, fürein 
ander einzustehen, daß der einzelne ohne 
die Gesamtheit ohnmächtig ist, und daß die 
Gesamtheit zugrunde geht, wenn der ein 
zelne ihr nicht dient, sowohl für die kriege 
rische Jetztzeit, als auch für den Frieden." 
ttriegsbeschädigtenfürsorge und Schule. 
Der Weltkrieg berührt das Schulleben 
außerordentlich stark. Nicht nur der Fort 
schritt der Ereignisse, sondern auch der 
Wirtschaftskrieg heischt das Interesse der 
Schule; und neuerdings pocht die Kriegs 
beschädigtenfürsorge einlaßfordernd an die 
Schultür. Weit aufgetan haben sich in 
erster Linie die Pforten der Fach- und 
Fortbildungsschulen. Sie richten Unter 
richtskurse mannigfacher Art ein, um die 
reichliche freie Zeit der Verwundeten aus 
zufüllen und durch geistige Betätigung 
die kopfhängerischen Gedanken bannen zu 
helfen. Nützliche Kenntnisse für Leben 
und Beruf werden gerne mitgenommen. 
Rechtshändig Beschädigte empfangen An 
leitung zu umfassendem Gebrauche der 
Linken, insbesondere zum Linkshändig 
schreiben. Beinverletzte, die zu Bureau- 
oderKontorarbeitübergehen wollen, lernen 
Maschinenschreiben und verbessern Hand 
schrift, Rechtschreibung und Stil, was 
für die Ueberleitung in eine neue Be 
schäftigung oft Voraussetzung ist. Die 
Werkstätten dieser Schulen bieten Gelegen 
heit, mit versteiften oder verkrüppelten 
Händen die alte Berufsarbeit zu ver 
suchen. Das ist einerseits eine ausge 
zeichnete Ergänzung der mediko-mecha- 
nischen Behandlung, andererseits sind die 
Uebungsversuche vom psychologischen und 
volkswirtschaftlichen Standpunkte aus un- 
gemein bedeutungsvoll. Das Vertrauen 
des Verletzten in seine geschwächte Kraft 
wird gestärkt, der Lebensmut und Ar 
beitswille belebt. Je länger der Verletzte 
die Uebungen fortsetzen kann, um so weiter 
schreitet die Gewöhnung fort, und umso 
sicherer vermag man sich ein Urteil darüber 
zu bilden, ob der Verletzte seinen Beruf 
wieder ausüben kann oder nicht. 
Andere Schulen müssen sich auf ethische 
Einwirkung und Aufklärung hinsichtlich 
der Kriegsbeschädigtenfürsorge beschrän 
ken. Gerade den Kindern muß recht tief 
eingeprägt werden, daß die Verwundeten 
ihre Gebrechen nicht zur Schau stellen 
und deshalb nicht begafft werden wollen. 
Führen wir ihnen auch zu Gemüte, daß 
das Heldentum im Ertragen der Ver 
stümmelungen, im Erobern und Behaupten 
des früheren Arbeitsfeldes mit verstüm 
melten Gliedern hinter dem Heldentum 
im Schlachtgewühl nicht nur nicht zurück 
steht, sondern jenes weit übertrifft. Helden 
jammern nicht, sie wollen unser Mitleid 
nicht, brauchen aber unsere Aufmunterung. 
Dieser Mahnung bedürfen weniger die
	        

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