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Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

Periodical

Persistent identifier:
1010805916
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik
Subtitle:
Zeitschr zur Pflege der katholischen Anstaltserziehung
Document type:
Periodical
Publisher:
Auer
Place of publication:
Donauwörth
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2602008-7
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1010805916_1
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1911
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Nr. 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Table of contents

Title:
Inhalt
Document type:
Periodical
Structure type:
Table of contents
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1010805916-1-1373284909289-19
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Blätter für Anstaltspädagogik
  • Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)
  • No. 1 (1)
  • Nr. 2 (2)
  • Nr. 3 (3)
  • Inhalt
  • Die geheime Sünde
  • Willensübungen
  • Aufzeichnungen eines 16jährigen Jünglings
  • Eine ernst-freundliche Unterredung zwischen dem Präfekten eines Internats und dem Zögling Albert
  • Für und Gegen
  • Nr. 4 (4)
  • Nr. 5 (5)
  • Nr. 6 (6)

Full text

Nr. 3. Beilage zu ,Pharus', heft 4 1911. 
Jährlich erscheinen mindestens 4 Nummern. 
Die geheime Sünde. — Willensübungen. — Aufzeichnungen eines 16 jährigen 
VlII/UU« Jünglings (I). — Eine ernstfreundliche Unterredung. — Für und Gegen: 
Strafpädagogik. Jndividualbogen. 
Die geheime Zünde. 
Sie ist der Schrecken aller Anstalts 
pädagogen. Vor ihr strecken viele ihre 
pädagogischen Waffen. — Muß das aber 
wirklich fein? — Nein! Schon deshalb 
nicht, weil es nicht sein darf! Wollen 
wir in einer so wichtigen Sache verzagen 
oder gar unsere Ohnmacht eingestehen? 
Es ist eigentlich merkwürdig: Dann, 
wenn uns die Zöglinge am meisten brau 
chen, werden sie von uns im Stich ge 
lassen! Gerade in den sexuellen Nöten 
geben wir sie preis! 
Hier muß endlich einmal mit der Vogel 
strauß-Politik gebrochen werden! 
Gerade wie wir in unserer Praxis 
mit dem Ungehorsam, mit dem Zorn und 
ähnlichen Fehlern rechnen müssen, so 
müssen wir es auch mit der Unkeuschheit. 
Wir find nie sicher, daß unsere Zöglinge 
davor verschont bleiben. Ja, wir wissen 
so und so oft ganz sicher, daß der oder 
jener Zögling der geheimen Sünde ver 
fallen ist. Und doch gewähren wir ihm 
keine Hilfe! Wir überlassen ihn sich 
selbst, schelten ihn vielleicht gelegentlich 
im Aerger einen schlechten Menschen. 
Es ist geradeso, als ob es ein unaus 
gesprochener Grundsatz wäre: Der An 
stalts-Erzieher darf einfach von einem 
Zögling nichts Derartiges wissen und 
wenn er es auch wirklich weiß. 
Da muß angesetzt werden! Auch die 
geheime Sünde muß ihr Geheimnis vor 
dem Erzieher lüften dürfen. Der Zög 
ling muß über seine sexuelle Not auch 
mit dem Erzieher reden dürfen, ohne 
gewärtigen zu müssen, daß er deswegen 
gleich verachtet oder gestraft oder etwa 
gar entlassen wird. 
Wir müssen so weit kommen, daß wir 
die Zöglinge fühlen lassen: Auch in euren 
sexuellen Nöten braucht ihr euch nicht 
vor uns zu verbergen; nein, auch hier 
wollen wir euch helfen, euch retten. 
Wie gerne möchten diese Unglücklichen 
sich auch dem Erzieher anvertrauen! 
Aber — alle andern Verfehlungen dürfen 
sich an das Tageslicht auch im Anstalts 
leben wagen; das Bekenntnis der ge 
heimen Sünde nicht! Da droht gleich 
Verachtung und strenge Bestrafung. 
Und doch bräuchten gerade diese Zög 
linge am ehesten unsern Beistand. Sie 
sind oft nicht die schlechtesten; sie haben 
oft sehr feines Gewissen, aber zu wenig 
Willenskraft, den Reizen zu widerstehen. 
Ja, um des Himmels willen! Wozu 
sind denn eigentlich unsere Zöglinge bei 
uns? Sind sie nicht dazu hergeschickt 
worden, daß wir sie erziehen? Und 
besteht denn das Erziehen bloß im Ent 
rüstet-sein und Strafen? Ich meine: 
Gerade dann, wenn die geheime Sünde 
ihre Spuren bei den Zöglingen zeigt, 
dann sollten wir alle Trümpfe unserer 
Erziehungskunst ausspielen, um ihr die 
Herrschaft über die Zöglingsseele ab 
zuringen. 
Nun weiß ich selbstverständlich, daß 
die Furcht vor Ansteckung der Mit 
zöglinge den Erzieher abschreckt, der ge 
heimen Sünde gegenüber sich zu er 
schließen. — Ist damit aber die An 
steckungs-Gefahr wirklich beseitigt? 
Es will mir als wichtigste Frage in 
dieser Sache folgende scheinen: „Können 
wir nicht, wie man es etwa bei Pest 
kranken heute macht, mitten in der 
Masse selbst eine Isolierung vor 
nehmen?" 
Wenn dies gelingt, dann sind wir ein 
mächtiges Stück in einer dringenden 
Sache vorwärts gekommen. 
Ich wiederhole auch hier wieder als 
Leitgedanken: Veredlung des Massen 
geistes! Einzelerziehung durch Maffen- 
erziehung! 
Betrachten wir von diesem Gesichts 
punkt aus das Dekret über die öftere, 
bezw. tägliche Kommunion! Ent 
hält es nicht das beste Mittel für die
	        

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