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Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

Periodical

Persistent identifier:
1010805916
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik
Subtitle:
Zeitschr zur Pflege der katholischen Anstaltserziehung
Document type:
Periodical
Publisher:
Auer
Place of publication:
Donauwörth
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2602008-7
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1010805916_1
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1911
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
No. 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Selbstregiment der Zöglinge
Author:
Weber, Josef
Person in original:
J. W.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1010805916-1-1373284908958-2
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Blätter für Anstaltspädagogik
  • Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)
  • No. 1 (1)
  • Inhalt
  • Zum Geleit
  • Selbstregiment der Zöglinge
  • Lebenskunde
  • Neugierige Fragen
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Anstaltspädagogische Kasuistik
  • Vereinigung für katholische Anstaltspädagogik
  • Sammelstelle (Anstalts-Museum)
  • Mitteilung
  • Gedankensplitter
  • Nr. 2 (2)
  • Nr. 3 (3)
  • Nr. 4 (4)
  • Nr. 5 (5)
  • Nr. 6 (6)

Full text

:: 2 ;; 
Blätter für Anstaltspädagogik. 
:: Zelbstregiment der Zöglinge. :: 
Nicht mehr der Vorgesetzte soll allei 
niger Inhaber der disziplinären Be 
stimmungsgewalt sein, sondern diese Ge 
walt mit den Zöglingen teilen, um sich 
deren Freiheitstrieb zu verbünden. 
Die Sache ist in Amerika vielfach prak 
tiziert, durch Fr. W. Foerster (Zürich) in 
seinem gerade für Anstaltspädagogen sehr 
lesenswerten Buche ,Schule und Cha 
rakter' * * mit Nachdruck betont und im 
Grunde empfohlen worden. 
Darin liegt eine gewisse Gefahr. Es 
ist nämlich nicht ausgeschlossen, daß dieses 
Schlagwort bei der Kunde von seiner 
Approbation durch Foerster bei vielen 
neuerungslustigen Pädagogen stark an 
Reiz zu praktischer Erprobung gewinnt 
und damit eine Art Modereform mit 
befördern Hilst. 
Demgegenüber empfiehlt sich ein kurzer 
Hinweis auf 
Zoersters wirkliche Stellungnahme zum 
Selbstregiment. 
Darf Foerster wirklich als Herold dieses 
Schlagwortes in Anspruch genommen wer 
den? Gewiß, er stellt sich zu ihm sym 
pathisch; er behauptet sogar," daß „wir 
es hier zweifellos mit einem sozialpäda 
gogischen Unternehmen ersten Ranges zu 
tun haben". Und doch würde er sich 
energisch wehren müssen, wenn man ihn 
unter allen Bedingungen als Freund der 
Sache zitieren wollte. Foerster müßte 
nicht der tiefdringende Pädagoge sein, um 
nicht erkannt zu haben, daß die Frage des 
Schülerselbstregiments an gewisse Vor - 
bedingungen geknüpft ist, soll sie in 
der Praxis gelingen. Er selbst mahnt 
ausdrücklich zur Vorsicht/ wenngleich er 
zugibt, daß sich von der aus Amerika 
kommenden Anregung vieles lernen läßt. 
Auch er sieht diese Anregungen noch als 
Experimente an, die hervorgehen aus 
der Suche nach neuen Methoden einer 
verfeinerten Schuldisziplin. Die Ge 
fahren der ganzen Frage sind ihm voll 
ständig klar; das zeigt folgende Bemer 
kung: „Man muß sich klar machen, daß 
es sich um eine noch neue Einrichtung 
1 ,Schule und Charakter. Beiträge zur 
Pädagogik des Gehorsams und zur Reform 
der Schuldisziplin'. Zürich, Schultheß, 1907. 
* A. a. O., S. 161. 
ä A. a. O., S. 150. 
handelt, der nicht immer geschickte Päda 
gogen zur Seite stehen und man muß 
vor allem beachten, daß solche Veran 
staltungen nicht so isoliert in das heutige 
Schulwesen mit seiner bloß intellektuellen 
Kultur verpflanzt werden können, son 
dern daß fie sozusagen eingebettet wer 
den müssen in ein ganzes System ethischer 
Seelsorge, welches ihren Gefahren be 
gegnet, ihre Uebertreibungen korrigiert, 
ihre moralischen Bedingungen pflegt und 
die ganze Institution in Zusammenhang 
mit einem höhern Lebensideale rückt." 
Bemerkenswert ist auch, daß er eigens 
noch nach Erörterung der Reform-Vor 
schläge ein Kapitel anfügt „Winke für 
Anfänger" mit folgenden Haupterwä 
gungen: „Anfänger sollten sich vor allem 
gründlich die außerordentliche Bedeutung 
einer straffen Disziplin klarmachen. Er 
stens gedeiht geordnete und gesammelte 
geistige Arbeit nur auf dem Boden ge 
ordneten Benehmens, geordneter Haltung 
und äußerer Präzision. Zweitens wirkt 
Disziplinlosigkeit geradezu verheerend 
auf den Charakter. Nackter Gehorsam 
gegenüber festbestimmten Forderungen 
und Regeln erzieht den Willen, begrün 
det jede Art von Gewissenhaftigkeit, be 
reitet den höhern Gehorsam gegenüber 
dem sozialen, ethischen, religiösen Gesetz 
vor. Nachlässige Verletzung der Regel, 
Gewöhnung an Ungehorsam bewirkt all 
mählich völlige Auflösung des Willens, 
liefert den Schüler seinen Launen und 
Stimmungen aus, macht ihn unfähig, sich 
selbst einst fest zu befehlen und sich selbst 
durchgreifend nach einem höhern Ideal 
zu gestalten" (S. 188). Hier hebt Foerster 
ganz deutlich die Gefahren heraus, die 
bei ungeschickter Handhabung des Schüler 
selbstregiments drohen; 1. Disziplinlosig 
keit nach außen, 2. Disziplinlosigkeit im 
Innern der Schülerseele. In dieser Be 
leuchtung sieht sich das Selbstregiment 
dann doch etwas anders an. 
„Einbetten in ein ganzes System 
ethischer Seelsorge!" „Keine 
Isolierung!" Das sind zwei sehr 
beachtenswerte Winke Foersters für 
etwaige Versuche mit dem Selbstregiment. 
Solche Versuche sind immerhin wünschens 
wert und könnten gerade in Anstalten 
am leichtesten gemacht werden. Wahr 
scheinlich wird es zweckmäßig sein, es 
mit ältern Zöglingen zu probieren.
	        

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