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Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)

Periodical

Persistent identifier:
1010805916
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik
Subtitle:
Zeitschr zur Pflege der katholischen Anstaltserziehung
Document type:
Periodical
Publisher:
Auer
Place of publication:
Donauwörth
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2602008-7
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1010805916_1
Title:
Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1911
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Nr. 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Table of contents

Title:
Inhalt
Document type:
Periodical
Structure type:
Table of contents
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1010805916-1-1373284909147-11
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Blätter für Anstaltspädagogik
  • Blätter für Anstaltspädagogik - 1.1910/11 (1)
  • No. 1 (1)
  • Nr. 2 (2)
  • Inhalt
  • Anstaltspädagogik - Massenpädagogik
  • Zur Pädagogik der Strafe
  • Arbeitsgemeinschaft
  • [Arbeitsgemeinschaft]
  • [Arbeitsgemeinschaft]
  • Gedankensplitter
  • Mitteilungen der Schriftleitung
  • Nr. 3 (3)
  • Nr. 4 (4)
  • Nr. 5 (5)
  • Nr. 6 (6)

Full text

Nr. 2. Beilage zu .Pharus heft \ mi. 
JährUch erscheinen mindestens 4 Nummern. 
Anstaltspädagogik — Massenpädagogik. - Zur Pädagogik der Strafe. — 
vlll/UU. Arbeitsgemeinschaft: Jnoividualbogen. Gebetbuch für Anstaltszöglinge. 
Heiligenleben. — Gedankensplitter. — Mitteilungen der Lchristleitung. 
KnstaltrpädagogiK — Maffenpadagogik. 
Noch immer fragen gar manche Zweif 
ler: Gibt es überhaupt eine eigene An 
stalts-Pädagogik? Worin besteht denn 
ihre Eigenart? Demgegenüber sagen 
wir: Es gibt eine eigene Anstalts-Pä 
dagogik; denn ihre Bedingungen sind 
eigenartig: Anstaltserziehung ist 
Familien - Ersatzerziehung bei 
Fremdbeziehungen zwischenEr- 
zieher und Zöglingen, im Rah 
men der Massenerziehung. Hier 
durch unterscheidet sie sich von der Haus 
und Schulpädagogik. Darin liegen aber 
auchSchwierigkeite n: Eine Jndivi- 
dual-Pflege mit familienhaftem Charakter 
ist ziemlich ausgeschlossen, die Gefahr 
einer individuellen seelischen Verkümme 
rung oder Verwilderung nahe gerückt. 
Je weniger wir den einzelnen Zögling 
seiner Eigenart entsprechend erfassen kön 
nen, desto loser werden auch die seelischen 
Beziehungen zwischen Erzieher und Zög 
ling; die Zöglinge schließen sich daher 
unter sich enge aneinander; sie fühlen 
sich gegenseitig gleichartiger und einander 
mehr verpflichtet, lernen den Massengeist 
verstehen, werden sich dessen Kraft dem 
Erzieher gegenüber bewußt und so ent 
steht nur zu leicht inneres Widerstreben 
gegen die Anordnungen des Erziehers. 
Zudem dürfen wir nicht übersehen, daß 
das Verständnis für den Wert der Er 
ziehung nur spät im Zögling reift. Schließ 
lich droht dem Erzieher selbst die berufs 
ethische Gefahr, daß er sich von dem 
widerstrebenden Massengeist aufregen und 
zur Erbitterung hinreißen läßt und sich 
allmählich in die Rolle eines Aufsehers 
hineinlebt, der peinlich genau darüber 
wacht, ob die Anstaltsgebote oder -Ver 
bote eingehalten werden und der sofort 
die Uebertretungen ahndet und so nach 
und nach zum Strafmeister herabsinkt, 
dem das Strafen beinahe zum Selbst 
zweck und Inbegriff seines Berufes wird. 
Lassen sich die genannten Schwierig 
keiten aber überwinden? 
Können wir denn 1. die Massen-Ein- 
flüffe günstig gestalten? 2. trotz der 
Masse noch Einzelerziehung bieten und 
3 die Fremdbeziehungen in Freund-Be 
ziehungen umwandeln? 
Die Erfahrung hat nun längst gezeigt, 
daß dies alles möglich ist. Für uns 
handelt es sich nur um die Ermittlung 
der besten Wege, auf denen dies erreicht 
werden kann. 
Für den Praktiker würden sich als 
fruchtbare Leitgedanken bewähren: 
Einzelerziehung durch Massen 
erz i e h n n g! 
Massenerziehung durch Ver 
edlung des Massengeistes! 
Wie das durchgeführt werden kann, 
soll in unsern ,Blättern für Anstalts-Pä 
dagogik' nach und nach an praktischen 
Beispielen gezeigt werden. Die theore 
tischen Grundlagen werden im ,Pharus' 
von geeigneten Fachleuten erörtert. 
❖ ♦ 
♦ 
Wollen wir Massenpädagogik mit Er 
folg betreiben, dann müssen wir im vorn 
herein von zwei landläufigen Vorur 
teilen ablassen. Wir dürfen nämlich 
1. nicht glauben, daß das sogenannte 
Moralisieren das A und Z aller ErziH 
hungs-Weisheit und daß 2. das Wollen 
ohne eigene Schulung sich zweckmäßig 
bilde. Beide Meinungen zeigen eine 
bedauerliche Verkennung des verwickel 
ten Vorgangs, der sich bei einer Wil 
lenshandlung abspielt. Wir müssen im 
Gegenteil daran festhalten, daß das 
Wollen ebenso eigens gelernt werden 
muß, wie etwa das Lesen und Schreiben, 
und daß es noch andere Mittel gibt, 
den Willen erziehlich aufzurütteln als 
das bloß moralisierende Wort. Außer 
dem ist es unbedingt nötig, daß wir die 
Masse für die Erziehung überhaupt erst
	        

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