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Die Junge Lehrerin - 8.1925 (8)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Junge Lehrerin - 8.1925 (8)

Periodical

Persistent identifier:
101188481X
Title:
Die Junge Lehrerin
Subtitle:
Zeitschrift des Bundes der Lehramtsbewerberinnen im V. k. d. L
Document type:
Periodical
Publication year:
1916
Place of publication:
Paderborn
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2609270-0
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
101188481X_08
Title:
Die Junge Lehrerin - 8.1925
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
Nr. 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Nachwuchs
Author:
Breuer, Ad.
Person in original:
Ad. Br.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
101188481X-08-1373463514771-137
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Die Junge Lehrerin
  • Die Junge Lehrerin - 8.1925 (8)
  • Nr. 1 (1)
  • Nr. 2 (2)
  • Nr. 3 (3)
  • Nr. 4 (4)
  • Nr. 5 (5)
  • Nr. 6 (6)
  • Nr. 7 (7)
  • Nr. 8 (8)
  • Nr. 9 (9)
  • Nr. 10 (10)
  • Nr. 11 (11)
  • Nr. 12 (12)
  • Inhalt
  • [Für jeden Menschen kommt der Augenblick]
  • Weihnachtszeit
  • Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden
  • Einsamkeit
  • Liturgie und Schule
  • Nachwuchs
  • Arbeitsgemeinschaft "Leben"
  • Briefkasten
  • Stellenvermittlung

Full text

48 
<x- ist immer ein Kriecher Augenblick, wenn man an einem lange an- 
nstrebten Siele zu sein glaubt und dann einsehen mutz, daß man noch 
weit davon entfernt ist. 5o einen kritischen Augenblick hatte ich an jenem 
Abend Vas Wort der jungen Schwester hat mich sehr ernüchtert; - lieber 
wäre 'ich nach dem anstrengenden Denken der Essener Tage in meme 
Berufsarbeit zurückgegangen mit dem beruhigenden Bewußtsein: wir ver 
geben uns- es gibt doch schon eine Gemeinschaft! 
statt dessen kam eine ganz gründliche Gewissenserforschung mtt dem 
Ergebnis: ja. das tuen wir wirklich; auch ich - die Jugend M sehr ak 
Nachwuchs betrachten. Ganz unglaublich ist es. datz man zu die,er Cm- 
jjcht erst einen Anstoß von außen braucht! wenn von eurer Not. meme 
lieben jungen Schwestern, die Rede ist. dann denkt man an eure wirtschaft 
lichen Schwierigkeiten, an das bittere wartenmüssen, an das hmem- 
nedränatjein in einen Lebensraum, der euch wesensfremd ist. Man denkt 
auch an die Schule der Zukunft und spricht in diesem Smne von euch als 
dem „Nachwuchs" im Lehrberufe. _ , . , . . ... 
Daß wir bei all diesen Erwägungen nicht bedenken, daß auch die 
Schule von heute durch euer Fernjtehenmüssen eine Einbuße erleidet, das 
ist unser Unrecht, dessenttvillen auch wir den leisen Vorwurf der jungen 
^ozialbeamtin verdienen, Ls ist nicht genug, daß ihr. wenn ihr endlich 
m den Lehrberuf hineinkommt, ein vorhandenes Werk aufgreift und weiter 
führt: dieses Werk entbehrt jetzt schon das Besondere, das Eigenständige, 
bas nur frischer, bewegter Jugend zu geben möglich ist. wir wissen es 
aut daß die Quellen jeder pädagogischen Psychologie Selbstbeobachtung und 
Beobachtung andrer sind; daß junge Menschen, die sich noch mit Leichtigkeit 
an ihre eigene Kindheit erinnern, dem Snteressenkreis und den Bedürfnissen 
der Rinder besonders nahe stehen, und sehen doch in euch - vielfach nur 
den Nachwuchs, nicht das Besondere eurer jungen Anpassungskraft. - wir 
erfahren immer wieder, daß im Verkehr mit den heranwachsenden Rindern 
die schwer zu verbergende Absichtlichkeit unserer Bemühungen die Rluft 
zwischen ihnen und uns nicht überbrückt, daß jüngeren Menschen die natür 
liche, ungezwungene Fühlungsnahme mit ihnen nach ihrer ganzen seelischen 
Verfassung leichter sem muß, und sehen doch in euch den Nachwuchs, der 
unser Werk in der Jugendpflege emmal welterführen muß. wir merken, 
daß wir dem ästhetischen, dem elbischen und dem religiösen Bildungsgute 
gegenüber kühler und damit objektiver werden und dadurch an Schwung 
kraft und mitreißender Wirkung einbüßen; wissen, daß - Begeisterung 
empfinden und -entfachen Vorrecht der Jugend ist und solcher Menschen, 
die innerlich jung bleiben, daß starke Gefühle ein ganzes Leben hindurch 
fortklingen und entscheidenden Einfluß ausüben können, und - denken 
doch nur an eure persönliche Lebenslast und an die Schule der Zukunft, 
wenn wir von Junglehrernot sprachen! So durchgeleuchtet, verstehe ich das 
Wort der Jugendbünülerin, von dem ich ausging. Die Jugend spürt, daß 
sie der Welt etwas Besonderes, etwas Eigenes, etwas wertvolles zu geben 
hat, das aus ihrem Lewegtsein, aus ihrem wachsen und werden, aus 
starkem Gefühl und ftischer Begeisterung kommt und nicht durch Ruhe und 
gesichertes Sein, durch Vernunft und vorsichttges Erwägen ersetzt werden 
kann; daß sie aus ihrer anderen Einstellung heraus vieles anders sieht und 
anders wünscht und darum unser Werk nicht so restlos bewundert, daß es 
ihr genügte, Nachwuchs zu sein. Gern wüßte ich, ob es so richtig gedacht 
ist. wie gejagt, zuerst habe ich die Anklage der jungen Schwester garnicht 
recht verstanden und war sogar verstimmt, daß sie mir das wohlgefübl 
„nun ist alles gut" nahm, heute bin ick ftoh, daß ich an Stelle des Wohl 
gefühls eine Gewisfenserforjchung setzte, deren Ergebnis ich den Leserinnen 
der „Jungen Lehrerin" nicht vorenthalten wollte. - Sie wird mich in 
Zukunft davor bewahren, die Bezeichnung Nachwuchs in einem Sinne zu 
gebrauchen, der junge Menschen verletzen oder wenigstens befremden könnte. 
Ob auch unter euch Menschen sind, die das Nachwuchsseinsollen so 
empfinden wie die junge Sozialbeamtin? Ich glaube doch. Diese alle bitte 
ich, sich nun auch einmal in die Seele derer hineinzudenken, die von der 
Jugend als von ihrem Nachwuchs sprechen. Sie stehen noch mitten im Werk, 
das sie sehr wichttg nehmen müssen, um sich ihm ganz hinzugeben, von 
diesen Menschen aus der höhe des Lebens und denen, die diese höhe schon über 
schritten haben - und zu den einen oder zu den andern gehören wir alle - 
sagt Thomas Mann im „Zauberberg': „Das ist ein Kritisches Alter; man be 
merkt, daß die eigene Zukunft nicht mehr die allgemeine ist, sondern nur 
noch die eigene. Du hast dein Leben zu Ende zu führen, ein vom welt 
lauf schon überholter Leben. Neues stieg über den Horizont, das dich ver 
neint, ohne leugnen zu können, daß es nicht wäre, wenn du nicht gewesen 
warst?' Nun kennt ihr doch das psychologische Gesetz von der Verdrängung 
® tne * ^ ee ^i^, en vis Harmonie, dadurch daß man den Dingen Namen jetzt, 
<>ie ihnen nicht zukommen. Dieses Gesetz tritt in Rraft, wenn wir von 
llachwuchr sprechen, ohne dabei an die Eigenwerte zu denken, die der 
Jugend mnewohnen. 
r r i^ Q /| *® erh ' 6as *j| r einmal schaffen werdet, wird ganz euer eigenes 
ü' » ** onn oem Leben der Arbeit und dem Leben des Volkes näher 
L a öaS "eil ihr selbst in diesem Leben gestanden habt, was 
*ange wartezett in einer berufsftemden Arbeit an Fachkenntnissen 
| en r m ( eit hat. gabsieeuch andrerseits wieder an Lebenserfahrungen. 
. ,f > r berufen dem Rinde des Volkes mit seinen besondern Schwierig- 
Tüchtig ketten näher zu stehen, als das den mellten von uns 
jemals möglich war. 
veraellen^m-^» ,- Tigenwuchs! Trotzdem darf niemals 
® 6 ^ Agende Generatton da weiter chaffen muß, wo 
entwickLalnttteb^^^? damit nicht Lücken in Kr ^Menschheits- 
auck N^..^ ? ^ die Zusammenbruche herbeiführen können. Also - 
Eiaenwuck«; nÜ e . n . ^de antritt, das ohne schweren Schaden für den 
tcigenwuchs nicht übersehen werden darf. Ah Dr. 
Srbeitrgemelnschaft.reden". 
Wesenszüge der katholischen persönlichkett. 
wesenhaft für die katholische Persönlichkeit ist ttefstes verwurzeltjein in 
Gott. Das bis in leine letzten Konsequenzen ausgedacht, machte eigentlich 
! jedes weitere Wort darüber überflüssig. Tiefstes verwurzeltsein in Gott heißt 
ja nichts anderes, als daß Gott Ouelle und Ziel des ganzen Lebens und 
jeder seiner einzelnen Äußerungen sei. Dieses Hingegebensein an Gott 
schließt in sich das Hingegebensein an den Gottmenschen Jesus Christus und 
an den Oorpus Lbristi mysticum: die Rirche. Dieses letzte erscheint vielleicht 
manchem als nicht wesenhaft für die katholische Persönlichkeit, weil er der 
Persönlichkeit mehr Freiheit als hingegebenjein zuerkennt, zuerkennen zu 
müssen glaubt, weil man nur völlige geistige Freiheit, nicht Bindung als 
einer Persönlichkeit würdig erachtet. Und doch ist für die an Christus 
orientierte Persönlichkeit dos Abseitsstehen vom fortlebenden Christus auf 
Erden schlechthin eine Unmöglichkeit. Und wenn in Einzelfällen persönliches 
wünschen und Denken der Rirche entgegen steht, so gilt es, das eigne zu 
opfern. Vas ist nicht Feigheit, nicht Schwäche, das ist Größe und Rraft, 
die kleine, egozentrische Geister nicht aufzubringen vermögen. Ausfluß 
dieser Hingabe an die Rirche ist das Bekenntnis zu ihr vor der Welt unü 
das tiefe Derbundenfein mit allen ihren Gliedern. Persönlichkeiten, die 
abseits stehen von ihrem Volk, abseits auch nur vom letzten unserer Brüder 
und Schwestern, fehlt etwas von dem, was sie zur katholischen Persön 
lichkeit machte. Innerlich und äußerlich allen Brüdern und Schwestern 
der einen großen Gottesfamilie verbunden, innerlich in aufrichtiger, starker, 
allumfassender Liebe und äußerlich in liebe- und opfervollem Tun, wirkt 
eine Persönlichkeit erst das aus, was ihr Attribut - katholisch - sagt. 
Die katholische Persönlichkeit muß sich in jedem Augenblicke bewußt sein, 
daß sie nicht sich gehört, sondern dem, der sie erschuf, und in ihm der 
Rirche, ihrem Volk, der allgemeinen Menschheit. Ratholisch ist sozial in 
seiner tiefsten Auswertung, ist allgemein, ist weit und großzügig. Ratholisch 
ist klein und eng - lautet das Urteil der wett. Gingen nicht aus unseren 
kath. Rreisen manche sogenannte Persönlichkeiten hervor, an denen die 
Welt sich ihr irriges Urteil bildete? Eine katholische Persönlichkeit ist 
indes ein Mensch mit einer aufgeschloflenen Seele, der jenseits aller Enge 
und Rleinlichkett steht. Er muß die scheinbaren Gegensätze in sich vereinigen 
können: festgegründet, unentwegt auf dem Boden der eigenen, als wahr 
erkannten Weltanschauung zu verharren und doch einen offenen Blick und 
ein teilnehmendes herz zu haben für alles Große und Schöne, für alle 
Not. Ist er zutiefst in Gott verwurzelt, dann kann er nicht klein und 
eng und egozentrisch sein. Lin Abglanz von Gottes allumfassender Güte 
und Liebe liegt ausgegossen über sein Wesen und Leben. M. R. 
Als eine katholische Persönlichkeit erscheint mir jener, der neben einer 
kindlichen Frömmigkeit und einer immer gleichen, ruhigen Fröhlichkeit den 
Mut hat, seinen katholischen Glauben zur gegebenen Zeit auch nach außen 
fteimüttg zu bekennen, ungeachtet der vor- oder Nachteile, die ihm daraus 
enfftehen und der sich in seinem ganzen Denken und handeln nur von 
katholischen Grundsätzen leiten läßt. Nosetta Rlinkenberg. 
Briefkasten. 
G. W., Röln-Ehrenfeld: Sie müssen sich an den zuständigen Schulrat 
wenden zwecks Genehmigung. 
Stellenvermittlung. 
Leiterin: E. Schulz, Berlm-Steglrtz, Breitestratze 7. 
(Bei erstmaliger Bewerbung Mitgliedskarte, beglaubigte Zeugnisabschriften 
und Porto beilegen.) 
Angebote. 
priv. kath. Lyzeum im Rheinland sucht Direktorin. Bewerberin mit Deutsch 
und Geschichte bevorzugt. Pensionierung durch die Stadt (23 b). 
Ursul.-Lyz.vez. HildesHeim s. Lehrerin m. Turnen u. Desangpr. z. 1.1.26 (31a). 
Rath. Lyzeum vez. Düsseldorf sucht Aeichenlehrerin m. Turnen oder Nadelarb. 
z. Ostern 26. Besoldung und Pensionierung wie an staall. Anstalten(26a). 
Haushalts- und wissenschaftliche Pensionate in Bonn und in Dresden suchen 
zu sofort erfahrene Haushaltslehrerin (25a, 27a). 
Rlofterfchule Berlin s. f. Turnen u. Gesang gepr.Lehrerin z. Ostern26 (30al 
Rlosterschule Bez. Köln sucht zu Ostern 1926 Lyzeallehrerin m. Turnex. (32a). 
Ursulinen-Jnstttttt. i. Franks, a. M. s. Zeichen!, m. mögl. 2. techn. Fach (33a). 
Auf Gut (Nrederrhein) zum 1. 1. Hauslehrerin gesucht zu 3 Rindern im 
zweiten, dritten und fünften Schuljahre (169). 
Nach Köln wird zu sof. Hauslehrerin gesucht mit guten Musik- und Sprach« 
kenntniffen im Alter von 30-40 Jahren zu 3 Rindern zw. 5 u. 17 I. 
Bew. muß befähigt sein, die Hausfrau i. Haushalt zu vertteten <172). 
Hauslehrerin mit perfekten englischen Kenntnissen nach Florenz gesucht (164). 
Nach Columbien wird zu sofort musik. Lyzeallehrerin gesucht perf. Engl. 
Bedingung. Spanisch erwünscht. Zu erziehen sind 5 Rinder im Atter 
von 5-15 Jahren (165. , _. 
Nach Peru (Südamerika) zu sofort erfahrene hauslehrerm gef. zu 3 Rindern 
von 8-12 Jahren. Verpflichtung 3 Jahre (173). ^ 
$üt halbtagsstelle Berlin wird zum 1. 1. 1926 zn sechsjährigem Junge« 
musikalische Lehrerin gesucht (166).
	        

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