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Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 59.1930, [1.Halbjahr] (59.1930, [1. Halbjahr])

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fullscreen: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 59.1930, [1.Halbjahr] (59.1930, [1. Halbjahr])

Periodical

Persistent identifier:
119421021X
Title:
Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins
Subtitle:
pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins
Erscheinungsverlauf:
48 (1919)-62 (1933)
Document type:
Periodical
Publisher:
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung. Abteilung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2983454-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
119421021X_5901
Title:
Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 59.1930, [1.Halbjahr]
Shelfmark:
2 A 833
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Nummer 15
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins
  • Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 59.1930, [1.Halbjahr] (59.1930, [1. Halbjahr])
  • Board
  • Endpaper
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nummer 1 (1)
  • Nummer 2 (2)
  • Nummer 3 (3)
  • Nummer 4 (4)
  • Nummer 5 (5)
  • Nummer 6 (6)
  • Nummer 7 (7)
  • Nummer 8 (8)
  • Nummer 9 (9)
  • Nummer 10 (10)
  • Nummer 11 (11)
  • Nummer 12 (12)
  • Nummer 13 (13)
  • Nummer 14 (14)
  • Nummer 15 (15)
  • Nummer 16 (16)
  • Nummer 17 (17)
  • Nummer 18 (18)
  • Nummer 19 (19)
  • Nummer 20 (20)
  • Nummer 21 (21)
  • Nummer 22 (22)
  • Nummer 23 (23)
  • Nummer 24 (24)
  • Nummer 25 (25)
  • Nummer 26 (26)
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

 
 
Allg 
 
pinejne Deutſche Sehrerzeifung 
Serausgegeben vom Deutſthen Gehrerverein 
5 Verlag und Geſchäftsſtelle: Berlin 
erantwortlicher Schriftleiter: Leo 
 
 
 
 
W 35, Potsdamer Straße 113, Haus 2. Sernruj: B 1 8130/8131 
Raeppel, Berlin W 35, Potsdamer Straße 113, Haus 2. FSernruf“ Bl 8130/8151 
 
 
 
 
 
 
 
SEITZ ZZ nn m EIG 
„99. Jahrgang Berlin, den 10. April 1930 Nummer 15- 
Inhalt: Die Feindſchaft gegen die Volksbildung, <- Zum Beginn des neuen Schuljahres, =- Sdculaufſicht? =- Rundſchau, == 
Wirtſchaftliche Fragen. == Deutſcher Cehrerverein, =- Verſchiedenes, =- Anzeigen. 
 
 
 
 
 
Die Feindſchaft gegen die Yolksbildung. 
Prof. Dr. Schulße, Leipzig. 
- Su den vielen ungeſchriebenen Kapiteln der Geiſtes- 
geſchichte der Menſchheit gehört auch das der Furcht vor der 
Goltsbildung und der Feindſchaft gegen ſie. Wir begegnen ihr 
ſten Sn wverjQiedenſten Völkern, und ſie hat die merkwürdig- 
Ww lüten getrieben. Ihre Wurzel liegt faſt immer in dem 
Unſche der oberen Schichten, ihre ſoziale Stellung gegenüber 
vert Unteren dadurch zu feſtigen, daß dieſe von geiſtigen Tätig» 
1 en und geiſtigen Genüſſen, die die Privilegierten für ſich 
dnopoliſieren, ausgeſchloſſen werden. 
Freilich gibt es auch andere Motive für die Feindſchaft 
Mean „„olksbildung: namentlich geiſtige oder religiöſe Eng- 
iE eit. So meinte Papſt Gregor 1., der gegen alle höhere 
migkeit“ Sturm lief, Unwiſſenheit ſei die Mutter der Fröm- 
matiſch Don dieſem Sehwinkel aus verbannte er alle mathe- 
die ENIS aus Rom und verſtümmelte und zerſtörte 
An tektoniſchen Reſte des Altertums, verbrannte die von 
guſtus begründete wertvolle PDalatimiſche Bibliothek. 
WE immer aber wird die Furcht vor der Dolksbildung 
obachten eit. Geltua ngstrieb hervorgerufen. Wir be- 
EIE deshalb am häufigſten bei Völkern, die andere 
tionen D; aben, ganz beſonders bei ſklavenhaltenden Na- 
kopius y ie Franken und die Goten wollten, jo erzählte Pro- 
Röiſtorn on Cäſarea, ihre Kinder nicht von den verachteten 
G Pte. d den Wiſſenſchaften unterrichten laſſen: wer ſich vor 
keinen I es Sehrers gefürchtet habe, werde auch künftighin 
Durch de ld und keinen Speer mit „Feſten Augen anſehen. 
ihre a eiteibeit Vorwurf zwangen die weſtgotiſchen Großen 
juügendſ; gin. Amalaſuntha, dem Erbprinzen ſtatt der Erzieher 
. Die Begleiter zu geben. 
Wenne € näer ſtraſten abgefallene und wieder- 
Unterriq € Bundesgenoſſen damit, daß ſie ihnen den Jugend- 
t in Seſen und Schreiben und in der Muſik verboten. 
n-Japan verboten die Fürſten von Matſuma, die der 
n. Jyeyaſu 1604 zu Herren der Inſel Vezo eingeſetzt 
vei Todesſtrafe, einem Nino das Schreiben zu lehren 
| Bei font zu unterrichten. EINI RICZE, 
der Bild. lavenhaltenden Völkern äußert ſich die Furcht vor 
var es 18-8 der unterſten Schichten noch unverhohlener. S0 
Meiſten GIE 2 WNLin vor Abſchaffung der Sklaverei in den 
egern) ZISPUGEN nicht nur den Vegern (ſelbſt den freien 
wurde AT BINEN leſen und ſchreiben zu lernen, ſondern es 
S EINER MUEDer Weiße, der ſich dahin verſündigte, einen 
Selbſt ke ale Teufelskunſt. zu lehren, emfindlich beſtraft. 
SUCK! n e noch wirken dieſe Zuſtände nach: die Staaten des 
politik 5 hinter denen des Nordens in ihrer Bildungs- 
'aupt Mu zurü&, den Schulzwang haben ſie, wenn über- 
te Mair E06 (ESE USNRE Art, und noh immer betrach 
har 0843 die Negerbildung als für die Weißen unmittel- 
Geſchichtsforiä „Die Weißen", ſo ſchreibt ein amerikaniſcher 
auch DIAS? z/Zeräaten in eine raſende Wut, ſobald ſich 
Meger Zu | geringſten Anzeichen bemerkbar machen, daß die 
ihnen ſtel 2 eicher HOLEN oder geſellſchaftlicher Stufe mit 
S WUELHEAGE Dee Sogar die Zulaſſung der Neger zum 
DUſtand, Ebe Tala Oie man mit argwöhniſchen Augen, ein 
EEN S? äaſt-an die Sklavenzeit erinnert"). 
EH Archibald Cary Cdolidge: 
Macht, - Berlin 1908, S8; 69. 
I<“ vor>x 8." does > 
DD verzichte auf Literaturangaben für die fozial- umd wirt- 
Shogu 
hatte, 
oder ſi 
Ww Die Vereinigton Staaten 
 
als .| 
i 
Was den Negern recht iſt =- ſo denkt man in den USA- 
-- das iſt den Philippinos billig. Deshalb wurde ein von dem 
Parlament dieſer überſeeiſchen Beſitzung der USU. beſchloſ- 
jenes Geſetz zugunſten der von mehr als 4000 Studenten be- 
ſuchten philippiniſchen Univerſität um das Jahr 1920 ge- 
ſtrichen, weil 'die Yankees in Manila daran Anſtoß nahmen, 
daß „dieſe Univerſität junge eingeborene Männer und Frauen 
nicht zur Handarbeit, ſondern zu geiſtiger Tätigkeit erziehe!“ 
Die Engländer haben in ihrem Weltreich nicht anders 
gehandelt. 
In Irland verbrannten die Engländer, was ſie nur an 
iriſchen Büchern und Handſchriſten finden Fonnten. Sie 
machten es der Bevölkerung: der grünen Inſel jährelang un- 
möglich, eine Bildungspolitik zu treiben, obwohl gerade ſie 
im Mittelalter ſowohl den Engländern, wie .den mitteleuro- 
päiſchen Völkern (man denke an den gewaltigen Einfluß des 
Kloſters St. Gallen) Chriſtentum und Ziviliſation gebracht 
hatten. : 
In Indien knechteten die Engländer das Volk geiſtig 
nicht minder. Die Führer der indiſchen Nationalbewegung 
werden nicht müde, mit Fingern darauf zu weiſen, wie die 
britiſche Herrſchaft für die Volksbildung des Landes ſo gar 
nichts tue. Wenn die Engländer den indiſchen Forderungen 
das Schlagwort entgegenhalten: „Deserve before desire“ (erſt 
verdienen, dann fordern), ſo erwidern die Jnder darauf, daß 
in. England ſelbſt ſchon vor mehr als etwa 200 Jahren das 
Unterhaus größere Machtvollkommenheit erhielt, alſo zu einer 
Zeit, da der Teil des Volkes, der die einfachſten Elemente der 
Bildung beſaß, noch niedriger war als jetzt in Jndien. Wenn 
aber heute unter den Indern 90--95 v. H. Analphabeten ſind, 
ſo trifft die Schuld die. britiſchen Machthaber: in den Einge- 
borenen-Staaten iſt man beſſer dran, während die Engländer in 
den ganz unter britiſcher Herrſchaft ſtehenden Gebieten des 
Candes aus dem Verkauf von Schnaps, Opium und anderen 
narkotiſchen Mitteln, die zum Regierungsmonopol erklärt 
worden ſind, eine jährliche Einnahme. von weit über 110- Mil- 
lionen Mark ziehen und jede Zunahme dieſer Summe mit 
Freuden begrüßen. Auch verwendeten ſie ſchon vor .dem Welt- 
kriege für den Unterhalt des indiſchen Heeres die Rieſenſumme 
von jährlich 560 Millionen Mark, dagegen für das Yolks- 
bildungsweſen nur etwa 28 Millionen. 
Das Streben der herrſchenden Geſellſchaftsſchicht, ihre 
bevorzugte Stellung feſtzuhalten, führt zu denſelben bildungs 
feindlichen Methoden gegenüber den eigenen niederen Dolfs- 
klaſſen. 
Auch das iſt eine uralte Erſcheinung. Bei den Hindus 
ſchaftsgeſchichtlich bedeutſame Frage der Bildungsverbote für die 
Neger in. Vordamerika, Südamerika und anderen Cändern. 
Nober die Verbote gegen die NVegerbildung in den U.5.A. ſiche 
beiſpielsweiſe Raßel: Die Vereinigten Staaten, 2. AU] Bd, 3 
S. 265. Eine Geſchichte der Neger-Schulgeſetze von 1619--1860 
ſ. bei George R. Williams: Uistory of the Negro Race in 
America from 1619. to 1880. Negroves as Slaves, as Soldiers 
and as Citizens!" New: Vork 1883. Dol. 2, 5. 147-2155 Neber 
die Maßnahmen der ſüdafrikaniſchew Weißen gegen die 
Negerbildung vgl. Dr. Alfred Zimmermann: Die Kolonial- 
politik Großbritanniens. Berlin 1899. Bd, 2. Und. Dr. Geora 
! Gerland; Ueber das Ausſterben der Naturvölker, CSoipzia 1868, 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

	        

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