ScriptaPaedagogica Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

A. bis F. (Formaler Unterricht) (1)

Zugriffsbeschränkung

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliografische Daten

fullscreen: A. bis F. (Formaler Unterricht) (1)

Mehrbändiges Werk

OPAC:
122699475
Titel:
Real-Encyclopädie des Erziehungs- und Unterrichtswesens nach katholischen Principien
Herausgeber:
Rolfus, Hermann
Pfister, Adolph
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Verlag:
Kupferberg
Erscheinungsort:
Mainz
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Nachschlagewerke
Zugänglichkeit:
Siehe Bände

Band

OPAC:
122699556
Titel:
A. bis F. (Formaler Unterricht)
Herausgeber:
Rolfus, Hermann
Pfister, Adolph
Dokumenttyp:
Band
Verlag:
Kupferberg
Erscheinungsjahr:
1863
Erscheinungsort:
Mainz
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Nachschlagewerke
Link zum Katalog:
122699556
Fußnote/Bemerkung:
Systemvoraussetzung der Online-Ausg.: HTML; Zugriffsart: Internet und World Wide Web
Zugänglichkeit:
Siehe Bände

Lemma

Titel:
Beweggründe
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Lemma
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Nachschlagewerke
Link zum Katalog:
BBF0632583
Zugänglichkeit:
Siehe Bände

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Real-Encyclopädie des Erziehungs- und Unterrichtswesens nach katholischen Principien
  • A. bis F. (Formaler Unterricht) (1)
  • Titel
  • Vorrede
  • A
  • Aa
  • Abbildungen
  • Lexikon der Pädagogik
  • Abc = Alphabet
  • Abbitte
  • Abcbuch
  • Abcschütz
  • Abendmahlsfeier der Schulkinder oder Kindercommunion
  • Abendschulen
  • Aberglaube
  • Abfragen, Abhören
  • Abhängigkeitsgefühl
  • Abhärtung, leibliche und geistige
  • Ablernen
  • Ableugnen
  • Ablocken
  • Abneigung
  • Abrichten
  • Abschreiben und abschreiben lassen
  • Abscheu, s. Abneigung
  • Absentenliste, s. Schulversäumnisse
  • Absicht, Zweck, Augenmerk
  • Absonderungen, natürliche, der Kinder
  • Abspannung
  • Abstumpfung des sittlichen Gefühls
  • Abtheilungsunterricht
  • Abwechslung
  • Academie
  • Accent
  • Accidenzien
  • Accomdation
  • Activität
  • Achtsamkeit, s. Aufmerksamkeit.
  • Achtung
  • Ackerbauschulen
  • Adelung, Joh. Christoph
  • Aegypten
  • Aehnlichkeit
  • Aehnlichlautende Wörter
  • Aemter in der Schule
  • Aengstlichkeit
  • Aergern
  • Aesthetisches Gefühl
  • Aeußeres Benehmen der Kinder
  • Aeußeres Einrichtungen der Schulen
  • Aeußeres Ordnung
  • Aeußerungen, unfromme, unsittlich
  • Affekte, siehe Gefühl.
  • Affektirt
  • Akroamatische Methode, s. Lehrform.
  • Akustik (musikalische)
  • Alcuin
  • Alexandrinische Katechetenschule
  • Algebra
  • Alphabet
  • Altersstufen der Kinder
  • Alterszulagen
  • Alumnate oder Alumneen
  • Amerikanisches Erziehungswesen
  • Ammenpflege
  • Amt (Beruf) des Lehrers, Amtseifer
  • Amtsantritt und Amtseinweisung
  • Amtseifer, s. Amt oder Beruf des Lehrers.
  • Analogie
  • Analyse und Analytik
  • Analytische Urtheile
  • Analytische Lehrmethode
  • Andacht
  • Anfang der Schule
  • Anfangsgründe des Elementarunterricht
  • Anforderungen an die Kinder
  • Angeberei
  • Angewöhnung zum Guten
  • Anhalt-Bernburg und Anhalt-Dessau-Köthen
  • Anlagen
  • Anomalie, s. Analogie.
  • Anregung der geistigen Kraft
  • Anschauungsvermögen, Anspannung, Anschauungsunterricht
  • Anschauungslehre, Geschichte derselben
  • Anschauungsübungen, s. Anschauungslehre.
  • Anselm von Canterbury
  • Anschreiben
  • Anstalten der Erziehung
  • Anstand und Anstandslehre
  • Anstellung der Lehrer
  • Anstrengen
  • Antiphonie
  • Antworten der Kinder
  • Anwenden
  • Arbeit, arbeitslustig, arbeitsscheu
  • Arbeitsschulen, s. Industrieschulen.
  • Aristotels
  • Arithmetik
  • Armenbücher
  • Armenschulen
  • Armuth und Reichthum
  • Association
  • Association der Ideen
  • Associationen der Lehrer, s. Vereinswesen.
  • Astronomie, s. Himmelskunde.
  • Athen
  • Aufgaben über Haus
  • Aufklärung, ihre Arten und ihre Gegensätze
  • Aufmerksamkeit
  • Aufmunterung
  • Aufnahme in die Schule
  • Aufrichtigkeit, s. Wahrhaftigkeit.
  • Aufsatz, der schriftliche
  • Aufschreiben
  • Aufseher, s. Aemter in der Schule.
  • Aufsicht, die notwendige, über die Kinder
  • Aufsicht über die Volksschule
  • Augen, Mienen und Geberden des Lehrers
  • Augenmerk, s. Absicht.
  • Augustinius, Aurelius
  • Ausbildung, harmonische
  • Ausdruck des Lehrers
  • Ausgelassenheit
  • Ausholen, zu weites
  • Aussagen der Kinder
  • Auswendiglernen
  • Autorität, Autoritätsbeweise, Autoritätsglauben
  • B
  • Bachanten
  • Baco von Verulam
  • Baden, Großherzogthum
  • Bäder
  • Bälle und Tänze, s. Tanz.
  • Baiern
  • Banat
  • Bankaufseher, s. Aemter in der Schule.
  • Basedow, Johann Bernhard
  • Beaufsichtigung der Kinder, s. Aufsicht.
  • Becker, Karl Ferdinand
  • Beda
  • Bedachtsamkeit, s. Vorsicht.
  • Bedürfnisse
  • Befehlen und Verbieten
  • Begehren, Begehrungsvermögen, Begierde
  • Begriff
  • Begriffentwicklung
  • Begriffsunterricht, s. Unterrichtsstufen.
  • Begriffsvermögen
  • Begriffszergliederung
  • Behalten
  • Behandlung der Kinder
  • Behutsamkeit des Lehrers
  • Behutsamkeit der Kinder, s. Vorsicht.
  • Beichten der Kinder
  • Beifall
  • Beispiele, nutzen derselben
  • Beispiel der Eltern und Lehrer
  • Bekannte, das den Schülern
  • Belehrung
  • Belgien
  • Bell-Lancastersche Lehrweise
  • Belohnungen und Strafen
  • Belohnungen insbesondere
  • Benedict von Nursia und die Benedicter
  • Beneke
  • Benehmen des Lehrers in der Schule
  • Benutzung der Vorkommnisse des Lebens
  • Beobachtung der Natur, s. Natur.
  • Bequemlichkeitsprinzip
  • Beruf, Berufswahl, Berufseifer
  • Beruf des Lehrers, s. Amt des Lehrers.
  • Berufsarten
  • Berufsliebe
  • Beschaffenheit des Herzens
  • Beschäfftigung, angemessene, für Kinder
  • Beschäfftigung, einzelne
  • Beschämung
  • Beschämungsmittel
  • Beschreiben - Beschreibung
  • Besetzungsrecht, s. Anstellung.
  • Besinnen, Besonnenheit, Besinnungsvermögen
  • Besoldung des Lehrers
  • Bestechung durch Thränen
  • Bestimmung des Menschen
  • Bestrafung, s. Strafen.
  • Bestrebungsvermögen
  • Beten, s. Gebet.
  • Betteln
  • Beurtheilen
  • Beurtheilungs-Unterricht, s. Unterrichtstufen.
  • Bevorzugung
  • Bewahranstalt, s. Kleinkinderschulen.
  • Beweggründe
  • Bewegung und Ruhe
  • Beweise
  • Bewunderung
  • Bewußtsein, Selbstbewußtsein
  • Bezirksaussicht der Schule
  • Biblische Geschichte
  • Bibelstellen
  • Bibliotheken für Volksschulen
  • Bilder, Bilderbücher
  • Bildung
  • Bildungsanstalten
  • Bildung des Geistes, s. Geist.
  • Bildung des Körpers, s. Körper.
  • Bildung der Schullehrer
  • Bildungslehre, politische
  • Bildungstrieb
  • Biographien, s. Lebensbeschreibungen.
  • Blinde, Blindenunterricht
  • Blindenanstalten
  • Blödigkeit
  • Blödsinn
  • Bonifacius
  • Böhmens Schulwesen
  • Böse, das
  • Bosheit
  • Brauchbarkeit
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Briefschreiben
  • Buchstabirmethode, s. Lesemethoden.
  • Bürgerschule, s. Realschule.
  • Bukowina
  • C
  • Calasanza, Joseph von
  • Campe, Joachim Heinrich
  • Canisius, Petrus
  • Cantor
  • Cantus firmus (planus), mensuralis und figuratus
  • Carcer, s. Einsperren.
  • Carstair'sche Schreibmethode
  • Cassion
  • Censur und Cenfurtabellen
  • Certiren
  • Charakter
  • Charakter-Entwicklung und Bildung desselben
  • Chemie
  • China
  • Cholerisches Temperament, s. Temperament.
  • Choral
  • Chorsprechen
  • Chrestomathien
  • Christenthum
  • Christliche Erziehung, s. Erziehung christliche.
  • Christlich-religiöser Geist, s. Geist.
  • Cicero
  • Classen, s. Klassen.
  • Classensystem, s. Klassensystem.
  • Classentabellen, s. Klassentabellen.
  • Communnalschulen
  • Comnenius
  • Concentration des Unterrichts
  • Conferenzen (Schullehrer)
  • Confucius
  • Consequenz
  • Constructionsmethode
  • Conveniens
  • Correctur der schriftlichen Arbeiten
  • Cretinismus
  • D.
  • Dänemark
  • Dankbarkeit
  • Darstellungsvermögen
  • Deductionsquellen
  • Definieren
  • Deismus
  • Declamation
  • Dementer, Anton Ignaz
  • Demuth
  • Demüthigend einwirken
  • Denkformeln
  • Denkkraft
  • Denksprüche
  • Denk- und Sprachübungen
  • Denkverse
  • Denzel, Bernhard Gottlieb
  • Deutlich, Deutlichkeit bei Belehrungen
  • Deutsche Sprache in der Volksschule
  • Dewora, Victor Joseph
  • Dialecte
  • Dialog
  • Dialogische Lehrform, s. Lehrform.
  • Diätetik
  • Diarium, s. Tagebuch.
  • Didaktik
  • Dichtkunst, s. Poesie.
  • Diebshehler und Diebstahl
  • Dienstboten, Schulkinder als solche
  • Dienste, Dienstfertigkeit der Kinder gegen einander
  • Diktiren
  • Dinter, Gustav Friedrich
  • Disciplin, s. Schulzucht.
  • Disciplinverfahren
  • Dom-, Stifts- und Klosterschulen
  • Dreistigkeit
  • Drohung
  • Dummstolz
  • Dünkel, dünkelhaft, Eigendünkel, Einbildung
  • Durchbildung
  • Durchsetzen
  • Düster und verschlossen
  • Dynamik
  • E
  • Egoismus
  • Ehre
  • Ehrenrechte des Lehrers
  • Ehrenzeichen, s. Belohnungen insbesondere.
  • Ehrerbietigkeit und Ehrfurcht
  • Ehrgefühl, Ehrgeiz, Ehrliebe, Ehrtrieb
  • Eifer, s. Amt, Beruf, Berufsliebe.
  • Eifersucht
  • Eigenliebe, s. Egoismus.
  • Eigenlob
  • Eigennutz
  • Eigenschaften des Lehrers als Erzieher
  • Eigensinn und Eigenwillen
  • Eigenthum
  • Eigenthümlichkeit, s. Individualität.
  • Einbildungskraft
  • Eindruck
  • Einerlei und Vielerlei
  • Einfachheit des Unterrichts
  • Einflüstern
  • Eingestehen
  • Einlenken
  • Einseitigkeit
  • Einsperren
  • Eintheilung
  • Eitelkeit
  • Elementarbegriffe
  • Elementarbildung und Elementarbildungslehre
  • Elementarmethode, s. Synthetische Lehrweise.
  • Elementarschule, s. Volksschule.
  • Elementarschulekunde
  • Elementarunterricht
  • Elementarunterrichtsgymnastik
  • Elemente
  • Elementiren
  • Eltern als Erzieher, s. häusliche Erziehung.
  • Emancipation in der Schule von der Kirche
  • Empfänglichkeit
  • Empfindelei
  • Empfindlichkeit
  • Empfindsamkeit
  • Empfindung
  • England, s. Großbrittanien.
  • Englische Fräulein, s. Schulschwestern.
  • Entbehren, s. Abhärtung.
  • Entehrende Strafen, s. Strafen.
  • Entlassung aus der Schule
  • Entlassung des Lehrers, s. Anstelleng und Disciplinarverfahren.
  • Entschuldigung
  • Entwickeln
  • Entwicklung
  • Entwicklungsstufen
  • Entwöhnung
  • Epét, Charles Michel
  • Epikuräismus und Stoicismus
  • Epileptische
  • Epilog
  • Erasmus Desiderius
  • Erbauung
  • Erbitterung
  • Erdbeschreibung, s. Geographie.
  • Erfahrungen
  • Erfahrungsbeweise
  • Erhaben
  • Erholung
  • Erinnerungen, Erinnerungsstrafe, Erinnerungsvermögen
  • Erkenntniß
  • Ermahnungen
  • Ermüdung, s. Abspannung.
  • Erleichterung des Unterrichts
  • Ernst und Liebe
  • Erörterung
  • Erotematische Lehrform, s. Lehrform.
  • Erzählen
  • Erzählungen
  • Erziehen
  • Erziehung, Charakter derselben
  • Erziehung, Grenzen derselben
  • Erziehung, deren Gründlichkeit
  • Erziehung, Hauptarten derselben
  • Erziehung, Hauptgrundsätze derselben
  • Erziehung, häusliche
  • Erziehungsinstitute, s. Institute.
  • Erziehung, körperliche
  • Erziehung der Knaben
  • Erziehung der Mädchen
  • Erziehung, Nothwendigkeit derselben
  • Erziehung, öffentliche
  • Erziehung, Verhältniß derselben zu conventionellen Gebräuchen
  • Erziehung, Verhältniß derselben zum Unterrichte
  • Erziehung, Wirkung derselben
  • Erziehung, Ziele und Zwecke derselben
  • Erziehungskunst, Erziehungslehre und Erziehungswissenschaft
  • Erziehungsschriften
  • Erziehungssysteme
  • Evangelien und Episteln
  • Exordium
  • Extensive Bildung
  • F
  • Fabel
  • Fabrikschulen
  • Fachsystem und Klassensystem, s. Klassensystem.
  • Fähigkeiten, s. Anlagen.
  • Falk, Johann Daniel
  • Familie
  • Familie, Anrecht derselben auf die Schule
  • Familienleben des Lehrers, s. Lehrer, Familienleben desselben.
  • Fassen, Fassungskraft
  • Faßlichkeit der Belehrung
  • Faulheit
  • Fehler der Eltern und Erzieher
  • Fehler der sittlichen Erziehung
  • Fehler der Zöglinge
  • Fehler und Verirrungen im Gange weiblicher Geistesbildung
  • Feiertage, s. Feste oder Festtage.
  • Feigheit und Feiglinge
  • Felbiger (Johann Ignanz von)
  • Fellenberg, Philipp Emanuel
  • Feltre, Vittorio
  • Fenelon
  • Ferien
  • Fertigkeiten
  • Feste, s. Kinderfeste.
  • Feste oder Festtage
  • Fibel, s. A-B-C-Buch.
  • Fichte, Johann Gottlieb
  • Figuralmusik
  • Findelkinder
  • Finden lassen
  • Flatterhaft
  • Flatterich, Johann Friedrich
  • Flegeljahre
  • Fleiß
  • Fleißzettel
  • Fluchen und stöhnen
  • Flüchtig
  • Folgen, gute und schlimme
  • Fonds für Schulen
  • Fordern von den Kindern, s. Anforderungen.
  • Forderungen des Lehrers an sich selbst
  • Formelle Bildung
  • Formaler Unterricht, s. Unterricht.

Volltext

zum Dauerzuſtand erhoben? Haben wir denn bei ſol<en 
Lehrplänen no< einen feſten Boden unter den 
Füßen ? Können wir den Hochſchulen ſagen: „Bis hierher reicht 
unſere Aufgabe, die wir zu erfüllen haben und erfüllen werden ?“' 
Haben wir im übrigen nicht ſeit Jahren darüber geklagt, daß es 
nicht mehr möglich ſei, die Leiſtungen der Schüler auf die lehr- 
planmäßige Höhe zu bringen ? Nun werden durch die neuen Lehr- 
pläne unvermittelt weitere, höhere Anforderungen geſtellt bzw. 
zu Papier gebracht, ohne daß der notwendigſte Schritt, eine Ver- 
vollfommnung der Lehrerau3Sbildung, getan worden wäre; dazu 
wird eine neue Arbeit3methode verfügt, die der Mehrzahl der 
Lehrer fremd iſt und für die ein viel größerer Zeitauſwand 
und kleinere Klaſſen erforderlich find, dazu werden die Stunden- 
zahlen in wichtigen Fächern beſchränkt, dazu wird die Berüd- 
ſichtigung der Individualität der Schüler durch die 
ſchärfere Typiſierung der Schulformen und die Auſhebung einer 
wirklichen Bewegungsfreiheit auf der Oberſtufe nahezu unmöglich 
gemacht t). Bei einer ſolhen Sachlage iſt e8 wahrlich nicht 
ſc<wer, vorherzuſehen, daß die Klagen über die Mängel unſeres 
höheren Schulweſen8 nicht verſtummen, ſondern jich in uner- 
hörter Weiſe verſtärken werden. 
Wenn heute von autoritativer Seite Vorwürfe gegen die 
höheren Schulen erhoben werden, wie dies auch in dem oben 
angeführten Saße der Denkſchrift der Philoſophiſchen Fakultät 
geſchieht, ſo gilt e3 nicht, ſie in unangebrachter Empfindlichkeit 
„mit allem Nachdru> zurückzuweiſen“, ſondern noch einmal ernſt- 
lich die Frage zu prüfen: ,,Iſt der Weg, den wir einzuſchlagen 
int Begriff ſind, der richtige ?“'“ Wenn der Verband deutſcher 
. Hochſchulen, in dem die hervorragendſten Vertreter aller Fächer 
aus allen größeren Ländern des Reiches vereinigt find, in ernſter 
Sorge um eine lebenstüchtige deutſ<e Jugend, um den wiſſen- 
ſ<aftlichen Charakter der Lehrerbildung und um das wiſſenſc<hafſt- 
liche Niveau der höheren Schule, der Anſicht iſt, daß der neue Weg 
nicht in der Richtung deſſen liegt, wa3 unſer Volk8tum und die 
Not der Zeit erſordern, ſo wird die Philologenſc<haft im Kampf 
um die Erhaltung de3 höheren Schulweſen8 die Bunde8genoſſen- 
ſhaft der Hochſchulen dankbar annehmen und gerne bereit ſein, 
ihren Ratſchlägen und Warnungen die Beachtung zu ſchenken, 
die ſie verdienen. Auc<y wir ſind der Meinung, daß, wie die 
Hochſchulen es al3 ihre Aufgabe anerkennen, den Bedürfniſſen 
der höheren Schulen Rehnung zu tragen, ſo auch die höheren 
Schulen darauf bedacht ſein müſſen, in ihren Zielen den 
Forderungen der Hochſc<ulen gere<ht zu werden. 
Profeſſor Haller, der durch ſeine eindringlichen, in vielen Punkten 
ſeider nur allzu berechtigten „ Warnungs8zeichen“ auch auf 
weite Kreiſe der Philologen!<aft einen tiefgehenden Eindruck ge-- 
macht hat, hebt mit Recht hervor, daß „die Univerſitäten nun 
einmal der Pegel ſind, an dem man den Waſſerſtand der natio- 
nalen Bildung ableſen kann?).“ 
Die Philologenſchaft fühlt ſich mit den Univerſität3lehrern 
durc< eine gemeinſame Aufgabe verbunden und iſt ſi< darüber 
klar, daß eine Kluft zwiſchen höherer Schule und Hochſchule 
beiden Seiten unermeßlichen Schaden bringen würde. Von der 
Verbindung der höheren Sc<ule mit der Grundſchule iſt in der 
neuſten Zeit häufig, von der Verbindung mit der Hochſchule 
ſelten die Rede geweſen. So hat ſich die Philofophijche Fakultät 
der Univerſität Berlin durch ihre Denkſchrift ein beſondere3 
Verdienſt erworben, zumal ſie damit das wichtigſte Problem der 
Schulreform in den Vordergrund der Erörterungen gerüct hat. 
Da die Denkſchrift nicht nur dem Miniſter für Wiſſenſchaft, 
1) Man vergleiche hierzu die Ausführungen über die Rüdſicht- 
nahme auf die Jndividualität der Schüler in England und Frankreich 
bei Felix Klein, a. a. O. UU. Bd. 1925, Zuſatz 1. Ergänzungen über den 
- geometriſchen Unterricht in den einzelnen Ländern, S. 290. 
2) Warnungszeichen im höheren Schulweſen. Schwäbiſcher Merkur, 
Stuttgart, Mai und Juni 1925. Vgl. hierzu S. 485 d. 
» 
ii. Ne IEEE SNN a TT wen 0282 - ii „.-. .. . u. 
M CHR DE Zel Ze we ASSEN ENDE VLT m AUE a de 0 een . .- “ „ « ii .“ 
 
Kunſt und Volk3bildung, ſondern auch den Philoſophiſchen Fakul- 
täten der anderen preußiſchen Univerſitäten überreicht worden iſt, 
ſo ſteht zu hoffen, daß der Frage der Lehrerbildung eine erhöhte 
Aufmerkſamkeit geſchenkt wird und ſie eine Löſung findet, die 
dem biSherigen Anſehen der deutſchen Wiſſenſchaft und der 
deutſchen höheren Schule entſpricht. 
Duisburg. 
Zur Frage der Schulgliederung und der 
Grundſchule. 
Auf der ſc<hulpolitiſ<en Woche der Stadt Altona (Juni 1925) 
hat der Miniſterialdirektor der Abteilung UV 111 de8 preußiſchen 
Unterricht8sminiſterium3 einen bedeutſamen Vortrag gehalten, der 
unter dem obigen Titel kürzlich auch im Druck erſchienen iſt?). Dieſe 
Schrift enthält über Weſen, Zwe> und Stellung auch der höheren 
Schulen im Geſamtorganiszmus8 des Schulweſens grundſäßliche 
Bemerkungen, die keinesfalls unwiderſprochen bleiben dürfen. I< 
greife nur die hauptſächlichſten heraus. 
Kaeſtner will unter „Sculaufbau“ nicht das ſtarre Syſtem 
eines nach Logen und Rängen gegliederten, von Luft und Licht 
abgeſchloſſenen Theaters verſtanden wiſſen, in dem jeder ſeinen 
Platz und damit die Möglichkeit eines Einbli>s in die Bühne des 
Leben3 nur mit der Karte erhält, die er erjagen kann, und das 
dem Parkettbeſucher von vornherein ganz andere Einbli>3- und 
Urteil3meöglichkeiten gibt al8 dem Galeriebeſucher ho< oben, dem 
die Perſpektive verdreht und ein ganzer Bühnenteil verſchloſſen 
bleibt, ſondern er verſteht darunter -- ebenfall3 bildlich geſprochen -- 
eine weithingelagerte Freilicht- und Freiluftbühne, bei der ſich jeder 
ſeinen Vlatz und ſeine Eintritts8möglichkeit erobern kann, der früh 
genug aufſteht. Nicht um einen architektoniſch ſchön geformten 
und gegliederten Schulpalaſt bandelt es ſich für ihn, ſondern um 
einen weiten, ſchönen Schulgarten, in dem die einzelnen Gebäude 
nicht zu hohen Sto>werken aufgetürmt erſcheinen, vielmehr neben- 
einander gelagert, mit guter Sicht von einem zum andern an- 
geordnet ſind, um viele hier und dort immer wieder erweiterung8- 
und umbaufähige Schulbarad>ken in einfacher Form. Die bier Ein- 
tretenden gehen durd) da3 breite Torgebäude der vierjährigen 
Grundſchule, um dann, ſei es unmittelbar, ſei e8 mittelbar (auf dem 
Wege über die Volks- und mittlere Sc<hule!), in die Gebäude der 
höheren Schulen zu gelangen. Die Eintrittöbedingungen aber 
für je eines der vom Toreingang weiter entfernt gelegenen Gebäude 
werden jede3mal durch die Geſehe und Eigenart der vorhergehenden 
Sculgattung beſtimmt. 
So unglücklich der Vergleich, ſo verkehrt die Sache! Denn inwie- 
fern kann das Geſamtmaterial, da3 durch das Torgebäude de8 S<hul- 
garten3 hereingebracht wird, allein zwedbeſtimmend ſein für die ein- 
zelnen Bauten des Schulgartens? Iſt, um auch ein Bild zu ge- 
brauchen, für den Zwe> und -die Anlage der einzelnen Gebäude einer 
großen Fabrik etwa das Rohmaterial beſtimmend, das durch die Tore 
hineingebracht wird? Hat nicht vielmehr jedes einzelne Teilgebäude 
auch ſeinen Selbſtzwe> (Buckhalterei, Verpadungsräume uſw.)? 
Kaeſtner jedoch will ſeinen ganzen Schulaufbau bedingt ſein laſſen 
durc< die Weſensart der Grundſchule. Denn er behauptet (S. 5), 
daß de38 ganzen Gartens Beſtehen abhänge vom Gedeihen der 
Arbeit in ſeinen zwei erſten großen Bildungöſtätten: der Grund- 
ſchule und der weiterführenden Volksſchule, und er will e8 als 
ſeine Aufgabe betrachten, die Schulgliederung im weſentlichen aus 
dem Geſichtspunkt der Arbeit dieſer Bildungsſtätten zu entwideln- 
(S. 10). Das dürfte aber eine ähnlic< falſche Einſtellung ſein, 
wie wenn man die Anforderungen, die die Univerſitäten berech- 
tigterweiſe ſtellen müſſen, abhängig machen wollte von Rücfſicht- 
nahmen lediglih auf die Wünſche der vorbereitenden Anſtalten, 
hier alſo der höheren Schulen, und wenn man dann erſt durch 
das Fli>werk der Vorkurſe an den Univerſitäten die nun etwa 
P. Becer. 
 
2) Bei J. Belß, Langenſalza.
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Artikel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Artikel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Deutsches Philologen-Blatt - 33.1925. 1925.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel ist 1 plus 2?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.