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Calligraphia Regia

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Bibliographic data

fullscreen: Calligraphia Regia

Monograph

Persistent identifier:
436007452
Title:
Calligraphia Regia
Subtitle:
dergleichen noch nie zum Vorschein Kommen Lehret ohne Mühe die Vollkommen recht Zierliche und jetziger Zeit beliebte Schreib-Art. Ins Kupfer gebracht, und Ihrer König. Hoheit Soph: Frid: Wilh: CronPrintzeßin von Preußen, am 3. July 1714 als an Dero hohen Geburts-Tage unterthänigst dediciret
Author:
Curas, Hilmar
Illustrator:
Weidemann, Carl Emil
Busch, Georg Paul
Document type:
Monograph
Publisher:
Verl. der Buchh. der Real-Schule
Publication year:
1714
Place of publication:
Berlin
Language:
French
Scope:
[104] Bl.
Collection:
Drucke - 18. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Chapter

Title:
Von der neuen Fractur-Feder
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Collection:
Drucke - 18. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Calligraphia Regia
  • Board
  • Endpaper
  • Prepage
  • Hilm: Curas. Reg:Borus: Secret: Intim ...
  • Title page
  • Extract Privilegii
  • Gründlicher Unterricht, wie man diese Vorschriften mit Nutzen gebrauchen könne
  • Von der neuen Fractur-Feder
  • Mittel, wie man bald profitieren könne
  • Schöne rothe Dinte zu machen
  • Wer auf Pergament schreiben muß
  • Wer goldene Buchstaben schreiben, oder die Buchstaben mit Golde umziehen will
  • A La Plume
  • [Schreibvorlagen]
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

WCENS 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8 )0(89 R 
- Von der neuen Sractur -Seder/ 
( 
M“ dieſer nenen Frackux- Feder werden gezögen allerhand- groſſe Buchſtaben, 'wie auch die Frackur-Schrift, wie bey der 
n Hand zu ſehen ; Selbige zu EASTON ſo ſuche einen Federkiel, der da recht rund und wohl gezogen, ſchneide ihm-wie 
Lic. A. zeiget, jedoch, daß die Spalte nicht langſey ; hernach ſchneide noch eine andere, welche recht rund (denn ſonſten ſchlieſ- 
ſen ſie nicht wohl) aber ein wenig dier ſey, als die vorige, wie Lit: B zeiget, und ſtecke ſiein einauder, duch ſv, daß der Schnabel | 
oder die Spike der dünnen und inwendigen Feder nach der linken Hand zufiche, und zwar ein wenig fürzer wie Lit. O. zeiget. / 
Der Vortheil dieſer neuen Fractur-Feder, welche man nach Belieben und nach Erforderung des Buchſtabs +» weit und 
; enge ſtellen kan, iſt, daß man mit groſſer Fertig- und Geſchwindigkeit die Züge der groſſen Buchſtaben zichen , und ihnen 
" " die gehörige Dicke und Dünne, ſo wie es der Zug erfordert „geben kann, ohne daß fie höcferig und inepal werden, welches 
4 mit einer ordinairen Feder in zwey verſchiedenen Zügen nicht [9 leicht zu thun iſt; Die-Frac i H | i 
* welche man entweder ganß ſchwarß, oder ſonſten, f 
leitung gegeben wird, ausfüllen kann; man ziehet mit dieſer Feder auch doppelte Linien, deen Kindern unter das Pappier zu 
legen, damit ſie die Lateiniſche oder Franzöſiſche Buchſtaben in einer egalen Gröſſe lernen ütachen, wie Lit, P, zeiget. 
Die Teutſche und Lateiniſche oder Franzöſiſche Current-Schrift ſchreibe ich mit einer Feder, wie Lit, A. zeiget, obwohl 
einige eine. beſondere Feder zum Teutſchen und dann eine beſondere zum Lateiniſchen haben wollen, ſo viel Fann die Veränderung ; | 
* dieſer beiden Federn Lit, D. und E, dienen, daß mit der erſten Lit D. deren rechte Spiße cin wenig länger, man auch die Tcut- | ( 
ſche Fractur, mit derandern Lit, F, deren linke Spiße ein wenig länger, die Franzöſiiche Textur oder grobe Schrift ſchreibet. y 
» ; 
Mittel, wie man bald Profitiven Fönne. 
| Dr Fundament dieſer currenten Screib-Art, beſtehet einzig und allein in dem Efrichlein der e, 
| ' ' die meiſten Buchſtaben formirct, wie bey den Fundamental-Grund-Strichen zu ſchen, derowegen laß'dir höchſt ange: | 
) legen ſeyn, dieſe c recht zu machen nach dieſem die n und m, haſt du nun dieſe Striche recht gefaſſet , ſo, iſt ſchon die Hälſte %1 
| des Fundaments gelegef; aus dieſer € wird alsdenn formiret das ov, ans dieſer ov die a, und ſo fortan + Wie die gemeldte | 
Grund - Striche ſattſam zeigen. Wenn du nun alſo das ov „diem, und die daraus.entſichende Buchſiaben wohl gefaſſet, ſo 
nimm pag. 2. vor, worauf das Fundament, ſamt Hinzufügung der m, wieder repitiret wird, und ſchreibe pon einer jeden.ſt 
allda befindlichen Zeile eine ganze Seite herunter, ſo wirſt du, warn du an die 3 kommſt, befinden, daß dieſes Mittel gut 
ſey, wilt du wohl thun, ſs continuire ſolches, 2, 3, oder mehr mahl, und alsdann Fann die Vorſchrift pag- 3. dienen. 
Zum Lateiniſch- oder Franzöſiſchen findet der geneigte Leſer ebenfalls die Fundamental- 
Inſtruetion, welche ich gleichfalls dem 
Lernenden, wann er bald darin profitiren will, aufs fleißigſte, wie vorher dey den Teutſchen; zu exerciven, recommendire. 
Gleichwie es. nun unmöglich iſt, einen jeden zu contentiren , ſy weiß ich auch gar wohl zum voraus, daß dieſe Foſt- 
Bare und wohlmeinende Arbeit auch ohne Tadel nicht bleiben wird. 
 
 
 
denn darays werdet 
( Ich antworte aber mit Beſcheidenheit darauf, daß; 
wenn ein anderey ſich die Mühe und Koſten hätte geben wollen, der Jugend und. dem Publieo mit etwas rechtes zu dienen, 
. ich die groſſe Koſten. und Mühe gerne hätte. erſparen wollen ; Ich habe darum dieſe Vorſchriften mit beſondern Fleiß alſs 
»* eingerichtet, daß, wann man den äuſſerſten Rand umher wegſchneidet, 
niemand, wer es nicht wiſſe, unkerſcheiden könne, os / ! | 
fie geſchrieben oder geſtöchen ſind, und daher ſehr nüßlich und bequem für alle diejenigen, ſo der Jugend in dieſer Kunſt vor» p 
zuſtehen Gelegenheit haben) undjbeſtellet ſind. € Ich habe mir angelegen ſeyn laſſen, dieſelbe auf Sr, Königl. EE me ! 
NGO | gnädigin ) 
 

	        

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Calligraphia Regia. Verl. der Buchh. der Real-Schule, 1714.
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