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Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

Monograph

Persistent identifier:
511276869
Title:
Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
Shelfmark:
13 A 153
Author:
Droescher, Lili
Document type:
Monograph
Publisher:
Teubner
Publication year:
1917
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Scope:
25 S.
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Fußnote:
In Fraktur
Access restriction:
Open Access

Chapter

Title:
I. Warum wir Kindergärten brauchen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
  • Board
  • Endpaper
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Warum wir Kindergärten brauchen
  • II. Was die Kinder vom Kindergarten haben können
  • III. Warum wir auch im Kriege Mütter- und Elternabende veranstalten
  • Literaturanzeigen
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zur notdürftigſten Säuberung der Wohnung gelangen, nie an ſich. 
ſelbſt denken können, die ſchlimmer daran ſind wie das geplagteſte 
Arbeitstier, da ſie die Sorge um das Ulorgen nie verläßt. Rommen, 
nun noch. abnorme Zuſtände zu der täglichen. Not, wie Kranfheit 
oder Siechtum in der Familie, Trunkſucht des Mannes, Zwiſtigkeit, 
ſo iſt die Aufnahme. der Rinder. in Volkskindergärten durchaus ge- 
boten, auch. wenn die Frauen nicht außer dem Bauſe arbeiten. 
Infolge des Rrieges, ſchwerer Verluſte oder auch unter dem Dru 
der allgemeinen Notlage brechen die Frauen plögßlich zuſammen, ſie 
werden aufgeregt und nervös und verfallen in ſeeliſche Depreſſionen, 
in denen ſie zu unberechenbaren Handlungen fähig ſind. Ihre 
Kinder müſſen ſoviel wie möglich vor den Erregungen bewahrt 
werden, die tiefe Schatten in ihre jungen Seelen werfen, ſie ängſtigen 
und ihres Lebens nicht froh werden laſſen. 
Zu allen dieſen Fällen kommen die Notſtände der Rleinkinder, 
die unter der Erziehungsunfähigkeit ihrer Mütter leiden. 
Hier iſt nicht nur der Frauen zu gedenken, die gewiſſenlos oder 
aus Unkenntnis die Kinder vernachläſſigen oder durch ihr ſchlechtes 
Beiſpiel eine ſchädliche Einwirkung ausüben, ſondern es ſoll. auf 
die Verſtändnisloſigkeit hinſichtlich der Bedeutung und des Wertes 
der Erziehung, der elterlichen Verantwortlichkeit im allgemeinen 
hingewieſen werden, die ſich auch im beſonderen der individuellen 
Eigenart der Rinder gegenüber äußert. 
Beſonders hart ſind die Kinder betroffen, die geiſtig zurü>- 
geblieben, minderwertig oder abnorm geartet ſind, wenn ihren 
Müttern die ſorgende Liebe und. das natürliche Verſtändnis für 
ihre Schwäche fehlt, Neben vielen Beiſpielen aufopfernder Hin- 
gabe der Mutter an dieſe jammervollen, gebrechlichen Exiſtenzen 
ſtehen andere gröbſter Vernachläſſigung und Härte. Die armen 
zurükgebliebenen Geſchöpfe, die, von der Schule abgewieſen, ſpäter 
den Hilfsſchulen übergeben werden, legen Zeugnis ab vom Leben 
und Verhalten ihrer Eltern. Von den groben Fällen ſcheinbarer 
Taubſtummheit, Zdiotie und Verkommenheit ſoll hier ganz abgeſehen, 
nur die typiſchen Verhältniſſe ſollen geſchildert werden. 
Derartige Erſcheinungen treten nicht etwa nur bei den un: 
bemittelten Familien auf, ſondern finden ſich in allen Schichten der 
DIEN DAN 
 
0 
el 

	        

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Die Erziehungsaufgaben Der Volkskindergärten Im Kriege. Teubner, 1917.
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