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Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

Monograph

Persistent identifier:
511276869
Title:
Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
Shelfmark:
13 A 153
Author:
Droescher, Lili
Document type:
Monograph
Publisher:
Teubner
Publication year:
1917
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Scope:
25 S.
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Fußnote:
In Fraktur
Access restriction:
Open Access

Chapter

Title:
I. Warum wir Kindergärten brauchen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
  • Board
  • Endpaper
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Warum wir Kindergärten brauchen
  • II. Was die Kinder vom Kindergarten haben können
  • III. Warum wir auch im Kriege Mütter- und Elternabende veranstalten
  • Literaturanzeigen
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

 
 
Geſellſchaft. Eine Erziehungshilfe wie eine Wohnungsergänzung 
dur den Kindergarten iſt auch für viele Rinder des Mittel- 
ſtandes zu fordern. Die Volkskindergärten haben alſo bei rich- 
tiger Erfaſſung ihrer Aufgabe ibre Wirkſamkeit ſo einzurichten, daß 
fie ein Teil der Urbeiterfürſorge und zugleich eine Erziehungshilfe 
für den Müättelſtand ſind. Die unbemittelten Rreiſe aber müſſen 
das erſte Anrecht auf öffentliche Fürſorge haben. Die Unwiſſenheit 
der Mutter in Kinderpflege und Hauswirtſchaft ſteht hier im engſten 
Zuſammenhang mit der frühen Erwerbsarbeit und dem Mangel 
an Hauswirtſchaftlicher und pädagogiſcher Tradition in der eigenen 
elterlichen Häuslichkeit. Zeit und Gelegenheit, ſich mit dem hans- 
mütterlichen Pflichtenkreis vertraut zu machen, haben gefehlt, und 
darunter müſſen wieder die Kinder leiden, mit ihnen und durc ſie 
aber das ganze Yolfsleben. 
Il. Was die Kinder vom Rindergarten haben können. 
Wir müſſen uns freimachen von der Vörſtellung, daß wir 
den Kindern nichts anderes als ein primitives Obdach und eine 
notdürftige Verſorgung ſchuldig ſind. Was die kleinen Menſchen- 
weſen vor allem brauchen, die einen Volkskindergarten beſuchen, 
das iſt ein Heim, eine zweite Heimat, da ihre urſprüngliche ihnen 
nicht die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Rräfte bieten kann. 
Liebevolle Menſchen müſſen den Rindern eine Wohnſtätte bereiten, 
in der ſie ähnliche Erziehungsbedingungen und Einflüſſe finden, 
wie ſie die einfache gute Häuslichkeit bietet. 
Dazu iſt unbedingt die Yorausſezung, daß nicht eine Maſſen- 
anſammlung kleiner Zwei- bis Sechsjähriger in wenigen unzuläng- 
lichen Räumen oder großen unwohnlichen Schulſälen ſtattfindet. Vom 
ärztlichen Standpunkt aus werden ſolche Maſſenanſtalten für Klein- 
kinder als Brutſtätten anſteXender Krankheiten betrachtet, aber auch 
vom pädagogiſchen Standpunkt aus ſind ſie zu verwerfen. Wenn 
uns der Krieg auch zwingt, im Augenblick zu Behelfen aller Art 
zu greifen, jo müßte es doch oberſter Grundſaß für die Erziehungs- 
arbeit bleiben, daß auch in den beſcheidenſten Yerhältniſſen den 
Rindern ein wirkliches Heim geboten wird. Die erſte Forderung 
8 
 
 

	        

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Die Erziehungsaufgaben Der Volkskindergärten Im Kriege. Teubner, 1917.
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