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Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

Monograph

Persistent identifier:
511276869
Title:
Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
Shelfmark:
13 A 153
Author:
Droescher, Lili
Document type:
Monograph
Publisher:
Teubner
Publication year:
1917
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Scope:
25 S.
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Fußnote:
In Fraktur
Access restriction:
Open Access

Chapter

Title:
III. Warum wir auch im Kriege Mütter- und Elternabende veranstalten
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
  • Board
  • Endpaper
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Warum wir Kindergärten brauchen
  • II. Was die Kinder vom Kindergarten haben können
  • III. Warum wir auch im Kriege Mütter- und Elternabende veranstalten
  • Literaturanzeigen
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

 
 
Zuweilen laſſen ſich auch die Urlauber bliken.! Einer 
ſagte, als die Kinder ihre Lieder ſangen, aus tiefſter Seele: „Swei 
Jahre habe ich die Rinder nicht geſehen!“ ? 
Sollen die Frauen mit Freuden kommen, ſo müſſen ſie ſich in in 
einem geſchloſſenen URreiſe als Gäſte eines Hauſes fühlen, 
in dem ihre Kinder gut aufgehoben und glüFlich ſind. Große 
öffentliche Mütterabende in einem feierlichen Vortragsſaal, zu denen 
"durch die Zeitung eingeladen wird, erfüllen daher nicht den Zweck, 
zu einer- gegenſeitigen Ausſprache zu führen und laſſen die Frauen 
nicht warm werden. Auch trauen ſich die von der Arbeit Kom- 
menden, die Müden, nicht hin, gerade die, die man am liebſten um 
ſich verſammelt, denen man es am meiſten gönnt, daß ſie einmal 
willkommen geheißen werden als gerngeſehene Gäſte. 
Das- Bewußtſein, in einen Rreis zu treten, der ſich zuſammen- 
geſchloſſen hat um die Rinder, bindet die Teilnehmerinnen von 
vornherein, auch wenn es Frauen aus verſchiedenen YVolks- 
ſchichten ſind. Jn ſolchen Arbeitsbetrieben, die neben den Rindern, 
die einen Erſaß für mangelnde häusliche Pflege bedürfen, auch 
ſolche aufnehmen, die eine Ergänzung der Erziehung benötigen, 
finden ſich an ſolchen Abenden die Frauen des guten Mittelſtandes, 
des Kleinbürgertums, der Arbeiterbevölk&ung ein, und es iſt Sache 
der geſchi>ten und verſtändnisvollen Leitung ſolcher Veranſtaltungen, 
daß jede zu ihrem Rechte kommt. Das Programm der Abende 
muß ſo geſtaltet werden, daß Anregung und Freude für alle ge- 
boten wird, daß von jedem Bildungsgrad aus ein Zugang gefunden 
werden kann zu dem Stoff, der behandelt wird. : 
Notwendig zum Gelingen iſt auch die Beachtung der richtigen 
Zeit, ſowohl des richtigen Tages als der richtigen Stunde. Es 
iſt am beſten, daß .man mit den Frauen ſelbſt verabredet; wann 
die Abende gehalten werden ſollen, auch in welcher 'Zeltfolge. 
Manchenorts und beſonders jezt während des Krieges werden 
Sonntag -Nachmittage“ und nicht Abende gewählt werden müſſen, 
da die Frauen ſonſt keine Zeit haben. Vielfach helfen ſich die 
benachbarten. Frauen untereinander aus und wechſeln in der Be- 
anfſichtigung der Kinder ab, ſs daß ſie die Abende beſuchen können. 
Großmütter finden ſich zur Stellver tretung bereit, “ältere Geſchwiſter 
15 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Die Erziehungsaufgaben Der Volkskindergärten Im Kriege. Teubner, 1917.
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