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Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege

Monograph

Persistent identifier:
511276869
Title:
Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
Shelfmark:
13 A 153
Author:
Droescher, Lili
Document type:
Monograph
Publisher:
Teubner
Publication year:
1917
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Scope:
25 S.
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Fußnote:
In Fraktur
Access restriction:
Open Access

Chapter

Title:
I. Warum wir Kindergärten brauchen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Collection:
Drucke - 20. Jahrhundert
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Erziehungsaufgaben der Volkskindergärten im Kriege
  • Board
  • Endpaper
  • Title page
  • Inhalt
  • I. Warum wir Kindergärten brauchen
  • II. Was die Kinder vom Kindergarten haben können
  • III. Warum wir auch im Kriege Mütter- und Elternabende veranstalten
  • Literaturanzeigen
  • Endpaper
  • Board
  • CalibrationTarget

Full text

 
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(MEME 1777. 
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und in ärmeren Gegenden auch ſchon vor dem Rriege ſelten, in 
denen Rinder noch alle die ihnen gemäßen Entwi&Felungsbedingungen 
fanden. Das elterliche Haus muß verſagen, wenn Vater und Mutter 
der Lohnarbeit nachgehen. Sicher iſt es auch unnatürlich, daß die 
Mütter jekt den Rindern vielfach entzogen werden um der Rriegs- 
induſtrie willen, daß fremde Frauen ſich ihrer annehmen, die die 
natürliche Fühlung zu den kleinen Jndividuen erſt gewinnen müſſen. 
Aber wir ſtehen vor dieſen rauhen, durch den Rrieg geſchaffenen 
Tatſachen: Es gilt nicht über Unabänderliches zu klagen, ſondern 
es zu erleichtern und tragbar zu machen. Wenn eine Frau für 
dieſe Arbeit berufsmäßig geſchult, alſo ſachverſtändig die kleinen 
Kinder betreuen und dafür 10 Frauen frei machen und dem öffent- 
lichen Dienſt zuführen kann, ſo iſt das jetzt eine Notwendigkeit, und 
von dieſem Geſichtspunkte aus muß der Arbeit der VYolkskindergärten 
erhöhtes Jntereſſe zugewendet werden. Es erwächſt aus der Unter- 
bringung der Rinder in außerhäuslicher Fürſorge die Yerpflichtung, 
ihnen die Umgebung, die Pflege und Gewöhnung zu gewähren, 
die - ihnen nottut. Welcher Art ſie ſein muß, das ergibt ſich ans 
den Beweggründen, die Rinder ſolchen UAnſtalten zuzuführen. 
Zunächſt ſind die Kinder zu nennen, die aus dem zwingenden 
Grunde der mütterlichen Erwerbzarbeit unverſorgt und un- 
behütet bleiben müſſen, wenn nicht Familienangehörige oder Nach- 
barinnen ſie in ihre Obhut nehmen können. Der Yater im Feld, 
in Gefangenſchaft, im Lazarett oder gefallen, ſonſt, wenn er nicht 
RKriegsteilnehmer iſt, tagsüber in der Fabrik; die Mutter von morgens 
früh bis in die ſinkende Nacht außerhalb des Hauſes tätig --- was 
bedeutet das für die Rinder? , Nicht nur Ungemütlichkeit, Aufſichts- 
loſigkeit, mangelhafte Körperpflege, ſondern auch die große Der- 
laſſenheit und Einſamkeit eines Rinderlebens, ohne frohes Spiel, 
ohne liebevollen Zuſpruch, ohne jede Anregung. Man denke nur 
was das für ein kleines von Ceben und Bewegung zuendes junges 
Weſen heißt, tagaus, tagein allein zu ſein; man denke an die Hilf- 
loſigkeit dieſer frühen Altersſtufen , insbeſondere bei Krankheit, an 
die zahlloſen Wünſche, Fragen, Bedürfniſſe , mit denen ſich kleine 
Rinder vertrauensvoll an die Erwachſenen wenden, an ihre Sehn- 
ſucht nach Wärme, Zärtlichkeit und Liebe, um den Jammer und 
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Die Erziehungsaufgaben Der Volkskindergärten Im Kriege. Teubner, 1917.
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