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Die deutsche Schule - 22.1918 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 22.1918 (22)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0022
Title:
Die deutsche Schule - 22.1918
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1918
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 5
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Ästhetik und Pädagogik
Subtitle:
ein kritischer Beitrag zur Geschichte neuzeitlicher pädagogischer Strömungen
Author:
Hirsch, Georg
Person in original:
von Georg Hirsch
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0732797
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 22.1918 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Ästhetik und Pädagogik
  • Die geschichtlichen Grundlagen der badischen Schulgesetzgebung
  • Umschau
  • Mitteilungen
  • Persönliches
  • Bücher und Zeitschriften
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)

Full text

 
 
Äſthetik und Pädagogik. 
Ein Kritiſ<her Beitrag zur Geſchichte neuzeitlicher pädagogiſcher 
Strömungen. | 
Don Rektor Georg Hirſch in Sehden a. O. 
Das deutſc<e Volk hat in den leßten Jahrzehnten ungeheure Wand- 
lungen durchlebt. Soziale Bewegungen, insbeſondere der rieſige Bevölkerungs- 
zuwads, zwangen uns, unſere Blicke in die weite Welt zu richten, damit wir 
bei der Verteilung der irdiſchen Güter nicht zurükblieben. Wir nahmen tätigen 
Anteil an dem gewaltigen Wettkampfe zwiſchen den einzelnen Völkern und ſuchten 
ihnen den Vorſprung abzugewinnen. An einen Erfolg konnte unſer Volk aber 
nur denken, wenn es mehr leiſtete als die anderen Völker; wenn es durc 
ſchöpferiſche Arbeit ſic) die Bedingungen erkaufte, die der zu klein gewordene 
vaterländiſ<e Boden ihm nicht mehr bieten konnte. Hieraus erklärt ſid die 
hohe Steigerung des Wertes, die der ſchöpferiſche, der eigenwüchſige Menſc<h in 
unſerer Zeit erfahren hat. Die Schule, die immer ein lebendiges Uind ihrer 
Seit geweſen iſt, konnte an dieſer Tatſache nicht vorübergehen, und ſo ſahen wir 
denn auh hier die Welle der Seit branden. „Schafft urſprüngliche, ſ<höpferiſche 
Geiſter!" Dieſer Ruf hallte in den Räumen der Schule wieder und zwang die in 
ihr Arbeitenden, dazu Stellung zu nehmen. -- Aber nod) einen Mangel entdedkte 
der Deutſche an ſic bei ſeinem Eintritt in die größere Welt: Mangel an Menſchen- 
kenntnis. Starkes Mißtrauen lagerte bis zum Beginn des großen Krieges über 
unſerm ſtaatlichen, wirtſchaftlichen und ſozialen Leben und nahm unſern Taten 
häufig den Shwung und die Überzeugungskraft. Blik und Sprechweiſe unſerer 
Bauern und Arbeiter waren Seugen dieſer Tatſache, und zugleid) zeigte ihre 
Teichtgläubigkeit dem politiſchen Aufreizer, dem URurpfuſcher, dem Vertreiber 
der Sc<hundbücer gegenüber die Wurzel jenes Mißtrauens: den Mangel an 
Menſ<enkenntnis. Dies mußte dem Lehrer zu denken geben. Jene Leute waren 
ſeine Schüler geweſen, und er hatte verſucht, ihnen den größtmöglichen Reid: 
tum an Wiſſen mit auf ihren Lebensweg zu geben. Und do hatte dieſes 
Wiſſen ſeinen Schülern niht den Schlüſſel zum Derſtändnis ihrer Mitmenſchen 
gegeben! So kam nun ein neues Geſchlecht zu der Srage: „Gibt es denn nicht 
ein Etwas, das die Verſtändigung zwiſchen uns und unſeren Mitmenſchen ver- 
mittelt?" und ſie gab zugleich die Antwort: Ja, es iſt die Kunſt, die ver- 
möge der Phantaſie geſtaltende URraft, die wir in die Erziehung einführen, die 
wir zu ihrem Prinzip machen müſſen *). Der Erzieher muß ſeine Tätigkeit wie 
eine künſtleriſche Tätigkeit auSüben, er muß ſelbſt zum Künſtler werden. -- 
Im Jahre 1901 verſammelten ſi in Dresden deutſche Männer, um die Kunſt 
zum Gegenſtand einer öffentlichen Verhandlung zu machen. Die Kunſt als 
„lebendige URraft" ſollte „die Sehnſucht der Seit nach dem FSriedendes einzelnen 
und nah geſchloſſener Einheit des Dolkskörpers*)" ſtillen. Um dieſes Rultur- 
problem zu löſen, wandte man ſich an den Erzieher. Eine Gruppe der Neuerer 
forderte von ihm, daß den Künſten ſelbſt ein größerer Anteil an der Erziehung 
eingeräumt werde, andere dagegen verſtanden unter dem Worte Runſt die 
ſchöpferiſche und geſtaltende Uraft im Menſchen. 5o ergaben ſich zwei Sragen. 
1) Alb. Dresdner, Weg der Kunſt, 8. 276. -- 2?) Joh. Richter, Die Entwicklung des 
Kunſterzieh, Gedankens, S. 2. 
Deutſche Shule. XXIl. 6. 15
	        

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