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Die deutsche Schule - 22.1918 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 22.1918 (22)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0022
Title:
Die deutsche Schule - 22.1918
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1918
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Aufgabe der Geschichtsphilosophie
Author:
Krieck, Ernst
Person in original:
von Ernst Krieck
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0732828
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 22.1918 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Grenz- und Auslandsschulen - eine Frage der Schulpolitik
  • Die Aufgabe der Geschichtsphilosophie
  • Neuordnung der Volkserziehung
  • Umschau
  • Mitteilungen
  • Persönliches
  • Bücher und Zeitschriften

Full text

 
 
411 
 
 
 
deswillen als höher gelten, weil er ſpäter iſt als ein anderer. Dod aud hier voll- 
zieht ſich die Umwandlung des einen in den andern nad) ſtreng geſezmäßiger Ent- 
wicklung. Wir ſehen damit einen dur<haus neuen Humanitätsgedanken auftreten, wie 
ihn weder Antike nod) Renaiſſance, no<h Aufklärung und franzöſiſche Revolution 
kannten. Nad dieſer Anſchauung beſteht der Sinn der Geſchichte darin, einen möglichſten 
Reichtum an Entfaltung und Individualgeſtaltungen aus dem einheitlichen Urgrunde 
Hervorzubringen. Aud ſie ſtehen alle miteinander im geſezmäßigen und vernünftigen 
Suſammenhang, dod) innerhalb dieſer Geſezmäßigkeit verkörpert jeder Seitabſ<nitt 
und jedes Volk eine Urgeſtalt oder Idee des Urmenſchlichen in möglichſter Vollkommenheit. 
So trägt alſo jeder Abſchnitt ſeine eigene Vollkommenheit und einen Lebensſ<hwer- . 
punkt in ſich ſelbſt. Aud) hier verarbeitet jeder die Ergebniſſe des Vorherigen, do 
gibt er ihnen einen neuen Sinn, weil ſein Lebensziel in anderer Richtung eingeſtellt iſt. 
Dieſen Typus der Entwicklungslehre hat Goethe in der Uaturlehre ausgebildet, 
Wilhelm von Humboldt für die Sprahphiloſophie, Ranke für die Geſchichtsphiloſophie, 
und dem großen Synthetiker Hegel iſt es bis zu einem gewiſſen Grad gelungen, beide 
Typen zu einer Einheitsform zu vereinigen. Für die wiſſenſchaftlichhe Betrachtung 
iſt der lezte Typus der Entwicklungslehre ohne Sweifel viel brauchbarer und ſchmieg- 
ſamer als der andere. Er erkennt -das Redht eines jeden Volkes und jeden Ent- 
wicklungsabſ<nittes auf ſein Eigenleben und ſeine Daſeinsformen an ; kein Seitalter wird 
zum bloßen Sprungbrett des nächſten herabgewürdigt. Dafür wohnt dieſem Typus 
aber ein deſto geringeres Maß an unmittelbar erzieheriſcher und geſchichtsbildender 
Kraft ein: er dient lediglich der wiſſenſchaftlihen Erkenntnis der Vergangenheit. 
Wo wir auch anfaſſen, treffen wir alſo auf denſelben Widerſtreit zwiſchen der 
intenſiven Uraft eines rationalen und wollenden Lebensideals, und der extenſiven 
Kraft eines erkennenden und beſchaulichen. Der Widerſtreit ſorgt dafür, daß das 
Leben in der Entwicklung fortſchreitet, und das eine nimmt den Faden jeweils dort 
auf, wo das andere an einem Ende angelangt war. Sentralaufgabe einer künftigen 
Ph. d. G. iſt es aber, beide Typen dergeſtalt zu einem Ganzen zu verbinden, daß ſie 
ſich gegenſeitig keinen Swang antun, ſondern unter gegenſeitiger Förderung zu voller 
Entfaltung gelangen und damit unjere Seit vorwärts bringen auf ihrem eigenen 
Entwicklungsgang. 
Ueuordnung der VolksSerziehung. 
Don Dr. E. Reichel in Swickau i. Sa. 
Erziehungsaufgaben des neuen Deutſchland; die deutſ<e Schulreform der Sukunft; 
deutſches Dolk -- deutſde Sdjule; zur Neugeſtaltung unſeres Bildungsweſens; Vor- 
fragen zur Grundlegung eines neuen Bildungsideals; das deutſche Erziehungsziel und 
nod) viele andre Überſchriften neuer Deröffentlichungen von den verſchiedenſten Der- 
faſſern, von Theologie- und Pädagogikprofeſſoren deutſ<er Hoh<hſ<hulen, von Leitern 
und Lehrern höherer Schulen und Dolksſchulen, von Theoretikern und Praktikern, 
zeigen ſchon rein äußerlich, daß unſer Bildungsweſen dem ſtarken Sug der Gegenwart 
na<4 Ueuordnung folgen muß und will, Bei aller Verſchiedenheit der Auffaſſungen 
im einzelnen zeigt der Inhalt ſolcher Beſtrebungen einen ſtarken Sug nah Vereinheit- 
licung, nach „Einheit“ troß der lebensnotwendigen Vielheit der Einzelausgeſtaltung. 
Wie der gewaltige Druck von außen unſer Volksleben ſtärker als je auf einheitliche 
Uraftentfaltung unter Sührung des Reiches, unter Verzicht früher ſtark hervorgekehrter 
Sonderberedhtigungen gerichtet hat, ſo tritt für die Sukunft die unbedingte Notwendigkeit, 
dur kräſteſparende und kräfteweckende Eingliederung unſre Leiſtungsfähigkeit auf 
allen Gebieten zu erhöhen, immer deutlicher hervor. Nur dur ſold) innere Erſtarkung 
kann der gewaltige Rraftausfall auf allen Gebieten erſetzt werden. Aus dieſer Er- 
fahrung ergibt ſic) die Sorderung der „politiſchen“ Erziehung unſeres Volkes, d. h. 
der Erziehung, die den Deutſchen trotz ſeiner Neigung zum Weltbürgertum und trotz 
ſeines eingeborenen idealen Sinnes auf die realen Erforderniſſe der völkiſchen Sukunft, 
verkörpert und geführt vom Deutſchen Reiche, hinlenkt, ihn alle dieſe Zuſammenhänge
	        

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