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Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0041
Title:
Die deutsche Schule - 41.1937
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1937
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Geschichte im Unterricht
Author:
Blättner, Fritz
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0737419
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 41.1937 (41)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Erziehung und Dichtung
  • Geschichte und Dichtung
  • Geschichte im Unterricht
  • Neuere Balladendichtungen in der Volksschule
  • Gedanken über Gedichtbehandlung
  • Kleine Beiträge
  • Rundschau
  • Aus dem Schulalltag
  • Das neue Buch
  • Volksdeutsche Romane
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

Wolfgang Kayſer: Neuere Balladendichtung in der Schule. 119 
« klären“ und dann erſt nachträglich eine Vortragszübung nah techniſchen Regeln anſeßt. 
Die Kunſt „hat weder Kern nod), Schale, alles iſt ſie mit einem Male“. Nur dadur er- 
füllen wir unſere erzieheriſche Aufgabe: die Kunſt in der jungen Generation wirklich) zum 
Leben zu erwecken, ſie ſo zum Ulingen zu bringen, daß ſie die Gefühle erhöht, be- 
reichert, verfeinert, die Bilder, mit denen wir die Welt verſtehen, differenziert und 
vermannigfaltigt, daß wir Freude am belebenden Rlang, am Sprechen und Hören 
erwecken, daß wir den „Raum“ der Klaſſe mit Ton und Bewegung und Bildern 
erfüllen. Nur in dem Dienſte dieſer Aufgabe und genau in dem Maße, als ſie es 
fordert, wird „behandelt“ und kann au Theorie eingeſezt werden. Langſam und 
an tauſend Fällen ſchon vor aller Benennung erlebt und erkannt, wird ein begriffliches 
Wiſſen von metriſchen, rhythmiſchen und ſonſtigen formalen Dingen ſid) einſtellen. Aber 
das iſt das Ende, nicht Mittel- oder gar Ausgangspunkt. Und äußerſte Dorſicht iſt 
vonnöten, damit dieſes Wiſſen immer nur Werkzeug bleibe, mit deſſen Hilfe wir leichter 
und tiefer zum Genuß und zur Beherrſchung von Klang und Bild gelangen. 
Neuere Balladendichtung in der Schule. 
Von Wolfgang Kayſer. 
1. 
Es gibt ſcheinbar keine andere Dichtungsgattung, deren Weſen unſeren Schülern 
ſo gemäß iſt wie die Ballade. Die Zweifel an der richtigen Erfaſſung eines lyriſchen 
Gedichtes, die auc die gründlichſte Vorbereitung nicht beſchwichtigen kann, ſchwinden, 
ſobald eine Ballade behandelt wird. Denn da bedarf es keines langen Heranführens und 
vorbereitender Wege; die Ballade kann von den Schülern unmittelbar aufgenommen 
werden, ſie kommt ihnen, ſo ſcheint es, geradezu entgegen. Denn wovon ließen ſich 
Kinder leichter packen als von dem anſchaulichen Geſchehen, das zur Ballade gehört. Jede 
Ballade muß ein ſolhes Stük Geſchehen enthalten, und zwar als Tatſächlichkeit, die dem 
Dichter kein Dazwiſhentreten, Erklären, Abſchweifen erlaubt. Die Gedichte ſind zudem 
kurz und überſichtli<h. Dadurd erklärt ſic die Unmöglichkeit jeder Abſhweifung und 
jeder Überladung. Wie der Dichter die Dingwelt mit wenigen entſc<heidenden Strichen 
zeichnen muß, ſo kann er aud) von den Menſchen nur die Umriſſe und einige entſc<heidende 
Weſenszüge geben. Die Ballade iſt eine ſtiliſierende, herbe Dichtungsart. Jede ausführ- 
liche Beſchreibung von Örtlichkeiten und jede Zergliederung ſeeliſcher Feinheiten würde die 
innere Wucht hemmen und damit gegen den Geiſt der Ballade verſtoßen. Es iſt kein Zufall, 
daß die Dichter, die man als Meiſter pſychologiſcher Zergliederungen preiſt wie Storm, 
Raabe, Hauptmann, Rilke und viele andere kaum Balladen geſchrieben haben; Fontanes 
erſter Roman liegt um Jahrzehnte nad ſeiner Balladendichtung. Die Handlung in den 
Gedichten dieſer Gattung iſt weiterhin von großer Fallhöhe, d. h. das Zuſammentreffen 
der verſchiedenen Kräfte in der Handlung wird für ein Menſc<hendaſein entſcheidend, meiſt 
entſcheidend über Leben und Tod. Wohl kennt die Ballade glückliche Ausgänge, aber wenn 
Archibald Douglas am Schluß von Fontanes Gedicht in ſeinem König den Sreund wieder- 
gefunden hat, ſo hat der do< vorher das Shwert gezückt. 
Aus der Seſtſtellung, daß die angeführten Weſenszüge der Ballade wie Geſchehnis- 
freude, Spannung, Einfachheit, Überſichtlickeit der kindlic<en Geiſtigkeit entgegen-
	        

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Die Deutsche Schule - 41.1937. 1937.
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