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Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0041
Title:
Die deutsche Schule - 41.1937
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1937
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Gedanken über Gedichtbehandlung
Author:
Weimershaus, Alfred
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0737427
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 41.1937 (41)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Erziehung und Dichtung
  • Geschichte und Dichtung
  • Geschichte im Unterricht
  • Neuere Balladendichtungen in der Volksschule
  • Gedanken über Gedichtbehandlung
  • Kleine Beiträge
  • Rundschau
  • Aus dem Schulalltag
  • Das neue Buch
  • Volksdeutsche Romane
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

Kleine Beiträge. 133 
 
Schüler bei allem guten Willen Wertloſes bringt, eben weil er nicht noh richtig werten 
kann; wir müſſen auc manches unbeſprohen und unerklärt, ja vielleicht unverſtanden in 
Kauf nehmen. Aber wir brauchen hier nicht kleinlich zu ſein: Spätere Entwicklung und 
Erfahrung klären mandes, was die Schule im Dunklen ließ; wir haben keine verfrühten 
Ernten einzubringen, ſondern gute Ausſaat zu leiſten! Dieſe Gedihtgruppen haben glei: 
zeitig den Vorteil, daß ſie den dichteriſchen Gegenſtand in ſeiner ganzen inhaltlichen Fülle 
und in der Vielſeitigkeit der möglichen Behandlung zeigen. Natürlich kann eine Gedicht- 
gruppe ihren Sinnmittelpunkt auc durd) die Perſon und dur< das Leben des Dichters 
ſelbſt empfangen. Es iſt jedenfalls nicht ret, wie es no<h vielfach geſchieht, über dem 
Werke den Schöpfer gänzlich zu vergeſſen; unſere deutſchen Dichter verdienen es, neben 
ihren Schöpfungen genannt und gekannt zu werden. Allerdings iſt es auch wiederum rich- 
tig, daß die Kenntnis des Werkes der Bekanntſ<haft mit dem Meiſter voranzugehen 
hat. Es wäre ſinnlos, des langen und breiten von Schillers Perſon und Leben zu erzäh- 
len, bevor Siller ſelbſt hinreichend zu Worte gekommen iſt. Ein einziges gutes Gedicht 
ſich einprägen, iſt natürlih mehr wert als alles Wiſſen um Lebensläufe. 
Einprägen und freies Vortragen, Lernen und Behalten halte ich allerdings für un- 
entbehrlich, wenn die obengenannten Siele, Gemütsbildung und Sprachbildung, erreicht 
werden ſollen. Nur ſo kann das Gedicht wirklich) im inneren Ohre weiterklingen, nur ſo 
kann es ſchließlich Beſitz der Seele werden und uns, losgelöſt von Bu<h und Buchſtaben, 
in das eigene Leben hineinbegleiten. Selbſtverſtändlich iſt, daß die Forderung dem Der- 
mögen des Schülers angepaßt wird; ganz erlaſſen kann ſie ihm nict werden. Wenn es 
im alten Sprichwort heißt, daß die Götter vor den Genuß den Schweiß geſetzt haben, ſo 
bedeutet dies, daß wir auc zum Erleben und zum Beſitz des Schönen ſ<werlid ohne 
Sleiß und ohne Zucht gelangen werden. Sowenig id) mir einen Religionsunterricht ohne 
Einprägung hohen religiös-künſtleriſc<en Weistums denken kann, ſowenig kann ich mir 
von einem Deutſ<hunterricht eine Vorſtellung machen, in dem nicht wertvolles dichteriſches 
Gedankengut eingeprägt und behalten wird. 
Kleine Beiträge. 
Der Lehrer iſt Erzieher. 
Darin liegt das Weſen einer totalen Weltanſchauung begründet, daß ſie neben der Geſtaltung 
eines politiſchen Ideals die Menſchen in ihrem tiefinnerſten Weſen erfaßt, prägt und formt. Siel 
und Wege der Erziehung ſind deshalb von der Weltanſchauung beſtimmt. 
Wohl iſt die Erziehung zum Teil Urfunktion. Wohl vollzieht ſich Erziehung oft unbewußt 
und ungewollt durc das Leben, dur< die Gemeinſchaft, dur den Kampf ums Daſein. Wohl 
vollzieht fich die Erziehung längſt, ehe ſich der Menſ darauf beſinnt. Was ſich aber im Leben zu- 
fällig abſpielt, muß dur ein planmäßiges Entfalten aller poſitiven Kräfte in einer beſtimmmten 
Sielrichtung bewußt geſtaltet werden. Und ſo wird Erziehung Aufgabe. | 
Es ergibt ſich nun die Frage, ob es vielleicht do< nicht beſſer und zweckmäßiger ſei, die 
Erziehung vom Unterricht zu trennen, die Erziehung dem Elternhaus und der Hitler-Jugend zu 
überlaſſen und das Aufgabengebiet der Schule nur allein auf den Unterricht zu beſchränken. Die 
Antwort iſt klar. Unmöglich! Die Erziehung iſt kein mechaniſch konſtruierter Entwicklungs- 
prozeß. Erziehung iſt niemals reine FSunktionsſchulung allein. Erziehung iſt immer getragen 
von der Übermittlung konkreter Inhalte. Es gibt keine Sormung ohne Erkenntniſſe. Es gibt 
keinen Unterricht, der nicht erzieht. Wer heute in e<t liberaliſtiſcher Weiſe trennen will zwiſchen 
Erziehung als Charakterformung und Unterricht als Bildung des Intellekts, wer heute unter- 
ſcheiden will zwiſchen Erzieher und Lehrer, verſündigt ſic) an der Ganzheit des Lebens.
	        

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