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Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0041
Title:
Die deutsche Schule - 41.1937
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1937
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Aus dem Schulalltag
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0812805
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 41.1937 (41)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Erziehung und Dichtung
  • Geschichte und Dichtung
  • Geschichte im Unterricht
  • Neuere Balladendichtungen in der Volksschule
  • Gedanken über Gedichtbehandlung
  • Kleine Beiträge
  • Rundschau
  • Aus dem Schulalltag
  • Das neue Buch
  • Volksdeutsche Romane
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

138 Aus dem Schulalltag. 
Aus dem Schulalltag. 
Kanon? 
Die Antwort auf die in der Überſchrift geſtellte Srage vorweg: Ja, wir haben in unſerer 
Schule einen Kanon! I< ſehe die lächelnden Mienen mander Berufsgenoſſen! Die einen fragen 
mich, ob ih denn weiß, was der Kanon urſprünglic; war? Die verbindliche Auswahl der Schriften 
der Kirche und die für eine Anſtalt geltenden Regeln und Hausvorſchriften -- das ſollen wir 
in unſerer Schule haben? Die andern wenden ſich gegen den Kanon in der Schule, weil diefer 
der Todfeind jedes heimatkundlichen und individualiſierenden Unterrichts ſei. Dann könnten wir 
ja die franzöſiſche Methode übernehmen, die nach miniſteriellen Vorſchriften alles für den Unter=- 
richt und den Stundenplan und auh die Methode bis ins kleinſte regelt und vorſchreibt. Spaniſche 
Stiefel paſſen ſhle<t für deutſche Süße. 
Bei Luther iſt ſhon zu leſen: „Man ſol das Kindt nicht mit dem bad ausgieſen." Und 
Sebaſtian Srand; hat vor genau vierhundert Jahren dazu ſeine Erklärung gegeben: „Wenn man 
den rechten Brauch und Mißbrauch miteinander aufhebt und ein Geſpött daraus mat, d. h. Saum 
und Sattel mit dem Pferd zum Schinder führen, das Kind mit dem Bade ausſchütten. Das Kind 
ſoll man baden und von ſeinem Wuſte ſäubern, dana< das Bad ausſchütten und das Rind auf- 
heben und einwickeln.“ Eine ganz nüßzliche Lehre auh für manderlei Dinge im Schulleben. 
Iſt es nicht etwas Großes, daß wir im Vaterlande einige Lieder haben, die heute von Uö6nigs- 
berg bis Sreiburg und von Slensburg bis Oppeln geſungen werden? Und nicht nur ein einziges 
Lied, das dem Vaterlande als Hymne geweiht iſt, ſondern eine ganze Fülle warmer, ſchöner 
deutſcher Lieder? Wie fein, wenn heute deutſche Jugend aus verſchiedenen Gegenden und Stämmen 
zuſammenkommt und ohne alle lange Vorbereitung zum Singen zuſammentritt! Es iſt, als ob ein 
ganzes Volk dabei marſchiert im gleichen Schritt und Tritt! Und doppelt fein, wenn der 'gemein- 
ſame Beſiß dann noch ergänzt wird durc< die beſonderen Lieder der Heimat! 
Und dabei ſoll unſere Schule fleißig mithelfen. Jawohl, wir ſorgen dafür, daß in allen deut«- 
ſchen Schulen eine Reihe gemeinſamer Lieder geübt und geſungen wird. 
Bis hierher gibt es vermutlich keinen Einwand. Aber wir meinen, wer hier den erſten Saß 
bejaht, kann ſich dem zweiten nicht entziehen. Wollen wir nicht auc) einen gemeinſamen Schaß 
deutſcher Dichtungen in unſeren Schulen pflegen und haben? Das iſt gar Keine Einengung für 
den einzelnen; jeder kann den zahlenmäßig kleinen Kanon nach ſeinen Bedürfniſſen und nah 
den täglichen Forderungen erweitern nach Herzensluſt. 
Und wir haben auch für unſere Schule einen ſolchen Kanon aufgeſtellt. Da haben wir jeder 
Klaſſe ihre drei oder vier Lieder und Gedichte zu treuen Händen übergeben; da ſorgt jeder Lehrer 
dafür, daß die in den früheren Jahren gelernten Lieder und Gedichte auch in der neuen Ulaſſe 
erhalten bleiben -- und ſelbſtverſtändlich vermehrt werden. Es iſt etwas ganz Großes, daß wir 
jezt ein „deutſches“ Leſebuch haben, das für alle Schulen unſeres Daterlandes neben dem Heimat- 
teil den gleichen großen gemeinſamen Beſitz an unſere Jugend weitergibt. 
Ja, wir laſſen auch die im Kanon verzeichneten Stücke von unſeren Schülern lernen. Wir 
kennen gewiß auch die mandjerlei Gefahren des Auswendiglernens von Gedichten, von denen 
vielleicht die größte die iſt, daß mit dem Text auch die Derhärtung der erſten Ausſprahegewohnheit 
eingeſchloſſen iſt (auf die Sigismund Rauh mahnend hingewieſen hat); aber dieſer Gefahr kann 
man ſehr wohl entgegenarbeiten, wenn man erſt dann etwas auswendig lernen läßt, wenn die 
einwandfreie Ausſprache der ganzen Rlaſſe geſichert iſt. Erich Dra< hat uns gute und beſte 
Winke dafür gegeben: von den fünf Teilvorgängen beim Künſtleriſch ſchaffenden Erfaſſen eines 
Gedichtes -- Einſtimmung, Vortrag des Lehrers, Beſprechung, Einleſen der Schüler, Schluß- 
vortrag -- Hält er den vierten für den entſcheidenden! | 
Ob wir nicht auh einen Kanon in unſerer Schule haben müſſen, der beſtimmte Geſchichtszahlen 
bindend für jede Klaſſe feſtlegt ? Wir haben es ſo gemacht: nur wenige, aber dieſe harakteriſtiſchen 
Zahlen ſollen Eigentum unſerer Rinder ſein. Kabiſch hat jol<e Sahlen, Namen und Ereigniſſe, die 
planmäßig eingeprägt werden müſſen, einmal die Nägel genannt, an denen wir unſer übriges 
Wiſſen aufhängen. Und wir ſchließen mit ſeinem Beiſpiel auch unſere Überlegung über den Kanon: 
„Die Verbindung von Blücher mit 1813--15 und Moltke mit 1870/71 muß dem Schüler unver- 
lierbar ſein. Wie iſt das möglich? Nur und ausſc<ließlich durd Wiederholung.“ Dabei fühle 
ſich jeder Lehrer verantwortlih! Gerade unſere Seit iſt der beſte Beweis für die Notwendigkeit 
auch ſolchen Wiſſens!
	        

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