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Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Schule - 41.1937 (41)

Periodical

Persistent identifier:
978958829
Title:
Die deutsche Schule
Subtitle:
DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
Document type:
Periodical
Publisher:
Juventa-Verl.
Place of publication:
Weinheim
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2227078-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
978958829_0041
Title:
Die deutsche Schule - 41.1937
Shelfmark:
02 A 1263 ; RF 768 - 784
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1937
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Grundsätzliches zur Behandlung der Judenfrage in der Volksschule
Author:
Dobers, Ernst
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0737334
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Schule
  • Die deutsche Schule - 41.1937 (41)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Grundsätzliches zur Behandlung der Judenfrage in der Volksschule
  • Das Kolonialproblem in der Volksschule
  • Das Gutachten für die Schülerauslese
  • Der Vierjahresplan des Führers im Unterricht der Volksschule
  • Kleine Beiträge
  • Rundschau
  • Aus dem Schulalltag
  • Das neue Buch
  • Die 1. Marneschlacht
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

50 Ernſt Dobers: 
nicht tief genug gegraben, gar nicht grundſätzlich genug unterbaut werden kann, daß in 
allen hierhergehörigen Bereichen Wiſſen nur Mittel zum Zweck ſein darf und ſich ganz 
in den Dienſt weltanſc<haulichen FSragens und Entſcheidens zu ſtellen hat. 
Wenn wir dieſe, wie es ſcheinen möchte, kaum zum Thema gehörenden Bemerkungen 
allgemeiner Natur vorausſc<hiken, ſo deshalb, weil es uns darauf ankommt, au für die 
Behandlung der Judenfrage bei jegliher Erziehungs- und Shulungsarbeit die Wichtig- 
keit eines von vornherein richtigen Anſatzes und einer der Bedeutung der Angelegenheit 
angemeſſenen Srageſtellung aufzuzeigen. Denn hinſichtlich der eigentlichen Raſſefragen im 
engeren Sinne, d. h. alſo auh bezüglich der Judenfrage, iſt folgender Standpunkt nicht 
nur an ſich denkbar, ſondern wird tatſächlich no<h ſehr häufig angetroffen. =- Mit dem 
Arierparagraphen, mit der Nürnberger Raſſeſchußgeſezgebung und den übrigen das 
Judentum und ſein Gaſtre<ht in Deutſchland betreffenden Vorſchriften iſt alles in wün- 
ſ<enswerter Weiſe geregelt und bereinigt. Damit hat die Judenfrage für mic ſelbſt und 
für mein Volk aufgehört eine „Frage“ zu ſein, und es bleibt auf dieſem Gebiete nichts 
zu tun übrig. -- Von hier aus erklären ſich dann oft wiederkehrende Geſprähswen- 
dungen wie: „Warum wird, nachdem alles entſchieden und geregelt iſt, die Judenfrage 
immer aufs neue ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt ? Warum greift man die Juden 
immer wieder an und ſtört ſie auf? Warum läßt man alle dieſe Fragen nicht zur Ruhe 
kommen ?“ -- Will man die Abwegigkeit und zugleich auch Gefährlichkeit ſolcher Auf- 
faſſungen erkennen, ſo empfiehlt ſich ein kurzer Rückblik auf das jüngſt abgelaufene 
dunkle Kapitel deutſ<er Geſchichte. Wie war es 1914? Der Waffengang mit Srankreid 
und Rußland wurde in jenen welthiſtoriſ<en Auguſttagen vom deutſchen Volke wohl im 
Bewußtſein ſeiner Shwere aber do< mit innerer Siegeszuverſicht angetreten. Als aber 
wenige Tage ſpäter auc England im Lager unſerer Feinde ſtand, da ging es wie ein 
tiefes Atemholen durd) das Land: Das wird jetzt ein Rampf auf Leben und Tod. -- Dieſes 
tiefinnerliche Sihbewußtwerden der Größe und Tragweite des Geſchehens und die daraus 
unmittelbar folgernde unerſchütterlich erſcheinende Geſchloſſenheit der aufbrehenden Ua- 
tion, ſie waren neben der Kriegstüchtigkeit der Armee damals der größte Aktivpoſten 
Deutſchlands und erklären ſo re<t eigentlich die ſchnelle Folge von Siegen auf allen 
Kriegsſ<auplätzen. Jene innere Geſchloſſenheit, jenes Bewußtſein von der bitteren Not- 
wendigkeit höchſten Einſatzes jedes einzelnen in jeder Stunde, ganz gleich, ob daheim oder 
draußen, ſie gingen raſc< verloren. Mehr und mehr zerfiel und verfiel die innere Haltung 
der Nation bis hinauf in die Reihen der Verantwortlichen. Hatte es erſt geheißen: „Uot 
kennt kein Gebot“, ſo ſagte man nunmehr: „Die Feinde und das neutrale Amerika dürfen 
niht unnötig gereizt werden.“ Hier haben wir das Gegenſtük zu jenem oben gekenn- 
zeichneten Standpunkte der Judenfrage gegenüber. Heute: „Die Judenfrage iſt ſtaatli 
und geſeßlich geregelt. Mir bleibt nichts zu tun übrig, als gegebenenfalls zu Kritiſieren 
und die „anſtändigen“ Juden zu bedauern.“ Damals: „Die Feldgrauen machen es; ich bin 
ſympathiſierender Stammtiſchſtratege.“ Heute: „Wozu das Judentum immer aufs neue 
reizen ?" Damals: „Der uneingeſ<hränkte U-Boot-Krieg würde uns die Feindſchaft Ame- 
rikas zuziehen.“ -- Wir wiſſen heute aus unverdähtigen mündlichen wie ſchriftlichen 
Bekundungen und Zeugniſſen, daß wir das Ringen vor zwanzig Jahren ganz weſentlich 
dur< die Preisgabe des ſtahlharten Willens zum Siege, zum raſchen und erbarmungslos 
brutalen Einſatz aller, aber au<h aller Kampfmittel verloren haben. Es hat uns nichts 
genützt, daß wir auf Amerika Rückſicht nahmen. Die Dereinigten Staaten waren ohnehin 
längſt aus rein wirtſ<afts- und finanzpolitiſchen Erwägungen heraus entſchloſſen, in dem
	        

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