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Neue Bahnen <Leipzig> : Zeitschrift der Reichsfachschaft IV <Volksschule> im NSLB Leipzig- 28.1917 (28)

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Bibliographic data

fullscreen: Neue Bahnen <Leipzig> : Zeitschrift der Reichsfachschaft IV <Volksschule> im NSLB Leipzig- 28.1917 (28)

Periodical

Persistent identifier:
979982693
Title:
Neue Bahnen <Leipzig>
Subtitle:
Zeitschrift der Reichsfachschaft IV <Volksschule> im NSLB Leipzig
Document type:
Periodical
Publisher:
Dürr
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2237690-2
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
979982693_0028
Title:
Neue Bahnen <Leipzig> : Zeitschrift der Reichsfachschaft IV <Volksschule> im NSLB Leipzig- 28.1917
Shelfmark:
02 A 0084 ; RF 837 - 858
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1917
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Bevölkerungspolitik und Schule
Author:
Haebler, G. R.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0798983
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Neue Bahnen <Leipzig>
  • Neue Bahnen <Leipzig> : Zeitschrift der Reichsfachschaft IV <Volksschule> im NSLB Leipzig- 28.1917 (28)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Befiehl dem Herrn deine Wege
  • Dysangelium
  • Der Kampf um den Lehrstoff
  • Mein Besuch in einer türkischen Mädchenschule
  • Die Bedeutung der Sprachheilkunde im Kriege
  • Bevölkerungspolitik und Schule
  • Umschau
  • Literarisches
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
Haebler Bevölkerungspolitik und Schule 
Bevölkerungspolitik und S<ule. 
Don R. G. Haebler. 
Schon vor dem Kriege wurde die Srage der Bevölkerungszunahme als eine volks- 
wirtſchaftlich wichtige und weſentliche von verſchiedenen Seiten her zu beantworten 
verſucht, und niht ohne Grund hat auh der deutſche Lehrerverein in ſeiner letzten großen 
Statiſtik darauf Bezug genommen. Der Krieg hat nun die Aufgaben der Bevölkerungs - 
politik noh geſteigert und zu Sragen allererſten Ranges erhoben. Jnfolge der unerwartet 
langen Dauer des Krieges und der ungeahnten Ausdehnung ſeiner Schaupläße haben 
die Derluſte einen Umfang angenommen, der uns nun nicht mehr vor eine akademiſche 
rörterung, ſondern direkt vor ſehr praktiſche Aufgaben ſtellt; daß bei der Löſung dieſer 
Aufgaben auh die Schule mitzuwirken hat, iſt nahezu ſelbſtverſtändlich : es gibt ja wohl 
feine kulturelle oder volkswirtſhaftliche Srage, die nicht von der S<hule mitbeantwortet 
werden ſoli --- ob dieſe Forderung freilich immer mit Recht und in einem vernünftigen 
Umfang erhoben wird, mag dahingeſtellt ſein. 
Auf jeden Sall aber haben wir Lehrer die Pflicht, uns einmal auh mit den Problemen 
der Bevölkferungspolitik auseinanderzuſetßen, um ſo mehr als hiermit tatſächlich) auch 
rein ſchulpolitiſche und rein erzieheriſche und unterrichtliche Sragen verfnüpft ſind. 
Die Urſa<en des Bevölfkerungsrüdganges ſind verſchieden: der Haupt- 
grund aber liegt wohl darin, daß infolge der veränderten wirtſchaftlichen Derhältniſſe 
das Kind nicht mehr wie früher unter den patriar<haliſcheren Derhältniſſen des damals 
vorzugsweiſe A>erbau treibenden Deutſchlands eine wirtſchaftliche Hilfe, ſondern eher 
eine wirtſ<aftliche Laſt bedeutet. In der Landwirtſchaft, namentlich) wo Klein- 
bauern ſind, trifft zwar im allgemeinen noh 3a, daß im Uinde ein Helfer vorhanden iſt; 
aber in der großen Maſſe der Stadtbewohner, voc allem in der Jnduſtriebevölkerung 
und in der Beamtenſchaft, wo die Lebensbedürfniſſe nicht ſelber erzeugt, ſondern gekauft 
werden müſſen und das Regulativ der Preisſteigerung nicht zur Derfügung ſteht, da iſt 
eine große Kinderſchar tatſächlich eine ſehr ſtarke Belaſtung des Einkommens. Jndeſſen 
wäre auh dies nicht ſo ſ<limm, wenn nicht vielfach infolge der Steigerung des Genuß- 
lebens dieſe Belaſtung als eine tatſächlihe Einſ<ränkung des individuellen Auslebens 
empfunden würde. Die Dorſtellungen deſſen, was man zum Leben brauche, haben ſich 
in den letzten Jahrzehnten ſehr erweitert, und die ſiarke individualiſtiſCze und materia- 
liſtiſche Grundſtrömung, welche ſowohl die breiteren wie auh die höheren Schichten des 
Dolfes beherrſchte, trug nur dazu bei, dieſem egoiſtiſMen Derlangen eine Art philoſo 
phiſ<er Begründung zu geben. Ob nach dem dur) den Krieg bervorgerufenen Aufs 
flammen des Rollektivbewußtſeins eine andere Grundſtimmung vorhanden fein wird, 
iſt noh fraglich; bei der Bedeutung, die das Lebensbeiſpiel der reicheren Schichten gerade 
in dieſer Richtung hat, iſt eine allzugroße Hoffnung nicht gegeben, da nicht die wert- 
volleren Elemente durc; den Krieg rei) wurden. Dazu kommt, daß vorausſichtlich 
nicht ſo bald die allgemeine Teuerung nachlaſſen wird, daß alſo ein Samilienzuwac<hs 
eine gegen früher noc geſteigerte Belaſtung der wirtſchaftlichen Kraft der Samilie 
darſtellt. 
Eine zweite vielfac) zutage tretende, innerlich auc) wohl berechtigtere Begründung 
einer gewollten Einſchränkung der RNinderzahl iſt das Streben der Samilie, in ihren 
Kindern eine ſozial höhere Stufe zu erklimmen: die Kinder ſollen es einmal beſſer 
haben als die Eltern, ſollen lernen, ſtudieren, ſollen „Herren“ werden; dies iſt aber nur 
möglich, wenn für dieſen Zwe Mittel vorhanden ſind, da vorerſt Bildung und Beſiß 
126
	        

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