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Die Mittelschule - 51.1937 (51)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Mittelschule - 51.1937 (51)

Periodical

Persistent identifier:
982364040
Title:
Die Mittelschule
Subtitle:
Zeitschrift der Reichsfachschaft Mittelschule im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Document type:
Periodical
Place of publication:
Halle, S.
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2263133-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
982364040_0051
Title:
Die Mittelschule - 51.1937
Shelfmark:
02 A 0948 ; RF 859 - 881
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1937
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 34
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Dichtung des 19. Jahrhunderts in der Schule des Dritten Reiches
Author:
Vogelpohl, Wilhelm
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0764495
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Mittelschule
  • Die Mittelschule - 51.1937 (51)
  • Heft 1/2 (1/2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Die Dichtung des 19. Jahrhunderts in der Schule des Dritten Reiches
  • Aus Schule und Leben
  • Volksgemeinschaft - Blutsgemeinschaft
  • Rundschau
  • Bücherschau
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)

Full text

 
 
NUMMER 3 
Die Dichtung des 19. 
 
 
 
 
 
 
DIETZE 
R hrer-BAdt:; 
JAHRGANG 51 
 
underts in der Schule des Dritten Reiches. -- Aus Schule und Leben. -- Volksgemeinſchaft- 
-Blutsgemeinſchaft. =- Rundſchau. -- Bücherſchau. 
Die Dichtung des 19, Jahrhunderts in der G<u(nle des Dritten Reicßes. 
Dieſe Frage mag gegenwärtig manchen Lehrer beſchäftigen, 
der im Deutſ<unterriht na< Dichtungen ſucht, die in erzieh- 
licher Hinſicht dem Auſbauwerk der Gegenwart dienen können. 
In erſter Linie ſteht das Schrifttum der Gegenwart, joweit es 
ſich für die Schularbeit eignet. Aber die Schule iſt verpflichtet, 
das unvergängliche deutjiche Seelengut aus allen Zeiten unſerer 
Geſchichte heranzuziehen, nicht um des Stoffes und des Wiens 
willen, ſondern um viele untrügliche Zeugniſſe unjeres Weſens 
vor der Jugend auszubreiten, damit jie das Werk der Gegen- 
wart tiefer begreift. Wenn das Wort von Paul Ernſt richtig 
iſt, daß die Nation Dur<? die Dichtung zum Bewußtſein ihrer 
lelbjt gelangt, ſo haben wir die Aufgabe, nach ſol<en Dih- 
tungen zu ſuchen, in denen das deutſche Volksweſen Geſtalt ge- 
worden iſt. Denn dieſe Dichtung iſt volkhaft im beſten Sinne 
und darum unvergänglich, wenn ſie auch einmal von Tages- 
erſcheinungen verdunkelt wird. Kommt ihre Zeit wieder, jo 
meldet ſie ſim; von ſelbſt. Im allgemeinen weiß heute jeder 
Beſcheid um dieje weſenhaften Werke, weil die Auſgabe der 
Gegenwart zu ihnen drängt. Zweifel und Unſicherheit melden 
iE aber, jJobald es um das 19. Jahrhundert geht. Unjere Kampfſ- 
tellung gegen den vorherrſchenden Geiſt diejes RES 
verpflichtet uns, die Dichtung zu prüfen, ob ſie der ſeeliſchen 
Haltung unſerer Zeit no< entſpricht, ob ſie unverſähſhte deutjche 
Züge auſweiſt und ſomit unſere Arbeit unterſtüßen kann. 
Weimar und die Romantik hatten ein geſchloſſenes Welt- 
bild idealiſtiſ<er Art entwidelt, ſie hatten die Aufklärung 
überwunden, das Volk und die Volkstumskräfte entde>t und 
in den Freiheitskriegen zu einer wirklihen Gemeinſchaft ge- 
führt. Danac< begann ein langſames Abſinken, das um 1830 
deutlich ſichtbar wurde, und ſofort meldeten ſich fremde Ein- 
flüſſe. Auf das einheitliche Weltbild der vergangenen Jahr- 
zehnte folgte eine Suc<ht na< Vereinzelung und Medaniſjierung, 
wie Goethe dies vorgeahnt hatte. An die Stelle der Güter, 
„wofür es nichts gibt“ (Dwinger), ſezten ſich wirtſchaftliche, 
joziale, politiſche und techniſche Dinge. Die Naturwiſſenſc<aſt 
trat in den Vordergrund und mit ihr die Weiſe, nach der ſie 
zu dieſer Zeit arbeitete, auch auf dem Gebiete der Geiſteswiſſen- 
ſchaften. Die irrationalen Kräfte „Glaube und Liebe“, die 
Novalis einſt „König und Königin“ genannt hatte, wichen einer 
überwiegend verſtandesmäßigen Weltbetrachtung. Auf die Zu- 
jammenſc<au folgte die Zergliederung und Zerſplitterung, die 
Sammlung und Däufung der Dinge und Tatſachen. Die Zeit- 
ſtrömung gipfelte im Liberalismus, der ſich weſentlich aus dem 
europäiſchen eſten nährte, und dem zunehmenden Materialis- 
mus in Wirtſchaſt und: Denken. | 
Was von der Dichtung des 19. Jahrhunderts aus dieſen 
Quellen geſpeiſt wurde, iſt heute für uns bedeutungslos, ſo be- 
jonders die Dichtung des „Jungen Deutſchlands“. Ebenſo ab- 
lehnend ſtehen wir der Elendsdichtung am Ausgange des Jahr- 
underts gegenüber, die ihren ſtärkſten Anſtoß wieder vom Aus- 
ande erhielt und ein Kind materialiſtiſ<er Denkweiſe war. 
Sie verzichtete, wo ſie den ausländiſc<en Muſtern unbedingt 
folgte, auf die Aufgabe des Dichters, Vorbilder und Urbilder 
zu geben; ſie begnügte ſich mit dem na>ten Abbild der äußeren 
 
Erſcheinung. Dieſe Dichtung konnte ni<t mehr führen, aber 
wahre Dichtung will führen und erheben. Unſere Krieger jind 
1914 nicht mit naturaliſtiſhen Büchern ins Feld gezogen; fi 
hätten ihnen in den Materialſi<hlachten nicht Helfen können. 
Sie nahmen Goethe, Hölderlin, Mörike oder Niezic<e mit. 
Allerdings dürfen wir nicht vergeſſen, daß es am Ausgange des 
19. Jahrhunderts auc< Dichter unter uns gab, die tro aller 
Elendsdarſtellung rettende ſeeliſ<e Kräſte juchten, aber einen 
Ausweg aus dem inneren Zerfall nicht fanden. Das ijt die 
Tragik im Shaffen Gerhart Hauptmanns. -- Fremd ijt uns 
auc< jene Dichtung geworden, die reine Formziele exjtrebte, in 
den Süden flüchtete und auf Kampf und wahre Lebensdar- 
ſtellung verzichtete, wie etwa die Mündener Gruppe. Auch die 
geſu<te Formkunſt des jungen George und vieles von Rilke 
vertragen wir nicht mehr, weil es unjerer Auffaſſung von volk- 
hafter Dichtung nicht entſpricht; die auswegloſe J<beſpiegelung 
erſcheint uns blutleer und zeitfremd. 
Aber mit dieſen Erſcheinungen iſt die Dichtung des 19. Jahr- 
hunderts nicht abgetan. Wie in der Wiſſenſ<Haſt Bur>hardt und 
Dilthey die zuſammenſchauende Betrachtungsweiſe weiter übten, 
jo gab es in der Dichtung Männer, die unberührt blieben vom 
herrſhenden Geiſt jener Zeit. Sie kamen unmittelbar von 
Weimar und namentli< der Romantik, und ſie ſind im 19. Jahr- 
hundert die Bewahrer und Mehrer der üÜberlieferten und er- 
erbten deutſchen Seelengüter geweſen. Darin liegt ihre Be- 
deutung, und damit bauten ſie die Brücke zur Gegenwart. Denn 
niemand wird leugnen wollen, daß die Goethezeit weiter wirkte 
in Hebbel und Keller, in Raabe, Stifter, Storm und LC. F. 
Meyer, und jeder wird erkennen, daß von ihnen die Linie 
weiterführt zu Paul Ernſt, zu Kolbenheyer, zu Caroſſa, Strauß 
und Schäfer. -- Die großen Dichter des Realismus lebten in 
ihrem Kern zweifellos aus den Schätzen der Goethezeit, zu der 
wir auc< die Romantik rechnen wollen, aber fie haben dieſe 
Edhäße um neue, weiſentlich deutſche Züge bereichert. Sie be- 
gannen :das deutſ<e Volk da aufzuſuchen, wo „es in ſeiner 
Tüchtigkeit zu finden iſt, nämlic< bei ſeiner Arbeit“. Goethes 
Fauſt klingt aus in einen Lobgeſang auf die gemeinnüßige 
ÜUrbeit, die Wirklichbeitsdichtung des 19. Jahrhunderts geſtal- 
tete die Arbeit und den werktätigen Menſc<en in Novellen und 
Erzählungen, und wir im neuen Deutſchland wiſſen, daß Arbeit 
Segen -und Freude bedeutet. Zwar wurde der Geſichtskreis 
der meiſten Dichter des 19. Jahrhunderts kleiner als zur 
Goethezeit, aber er füllte ſich dafür in e<t deutſ<er Weiſe 
mit den kleinen Dingen des Lebens, die nötig ſind und an 
denen wir hängen. Zum erſtenmal geſtaltete die große Dichtung 
des 19. Jahrhunderts das Erlebnis der Landſchaft. Das war 
etwas völlig Neues und dabei dem deutſ<en Volksweſen ent- 
ſprechend. Den tiefen Zuſammenhang zwiſchen dem Menſc<en 
und der Landſchaft und dem Boden, den er bea>ert, hat uns 
die Dichtung des 19. Jahrhunderts zum erſtenmal offenbart. 
Damit hängt weiterhin die Pflege des heimatlichen Volksgvtes 
zuſammen, namentlich in der Mundart und im Brauchtum, wie 
dies beſonders bei den Norddeutſhen und Süddeutſchen der 
Fall war. Auch zwiſ<hen jenen Dichtern und der großen Bauern- 
kon fa
	        

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