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Die Mittelschule - 55.1941 (55)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Mittelschule - 55.1941 (55)

Periodical

Persistent identifier:
982364040
Title:
Die Mittelschule
Subtitle:
Zeitschrift der Reichsfachschaft Mittelschule im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Document type:
Periodical
Place of publication:
Halle, S.
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2263133-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
982364040_0055
Title:
Die Mittelschule - 55.1941
Shelfmark:
02 A 0948 ; RF 859 - 881
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1941
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Fritz Usinger als Dichter und Denker
Subtitle:
eine Würdigung seines bisherigen Schaffens
Author:
Heike, Otto
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0767987
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Mittelschule
  • Die Mittelschule - 55.1941 (55)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Fritz Usinger als Dichter und Denker
  • Bevölkerungspolitische Umschau
  • Rundschau
  • Bücherschau
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15/16 (15/16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)

Full text

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MOE - 
 
zeitſchrift der Reichsfachſchaft Mittelſchule im Nationalſozialiſtiſchen Lehrerbund 
VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER FRIEDRICH KIRCHERT, HALLE (SAALE), FRAUNHOFERSTRASSE 1 
Nummer 2 
Halle (Saale), den 22. Januar 1941 
Jahrgang 55 
 
 
 
 
Inhalt: Friß Uſinger als Dichter und Denker. --- Bevölkerungspolitiſche Umſchau. =- Rundſchau. -- Bücherſchau. 
Beilage: „Der Mittelſchulunterricht.“ | 
- uu mmmemeteennmenmnen 
 
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Fritz Uſinger als Dichter und Denker, 
Eine Würdigung ſeines bisherigen Schaffens. 
Dieſer Hinweis gilt einem Dichker und Denker, der wenig 
bekannt iſt, deſſen Schöpfungen aber aufmerkſamſte Beachtung 
verdienen. Friß Uſinger entſtammt einer alten oberheſſiſ<hen 
Familie. Er wurde 1895 in Griedberg geboren und lebt heute 
als Studienrat in Offenbach a. M. Uſinger ſchenkte uns Ende 
-des lezten Jahres ein bedeutſames Buch: Geiſt und Geſtalt. 
. Der Titel <Jarakteriſierk die Haltung des Dichters: Uſingers 
Sicht und Deutung des Seins, des gegenwättigen wie des ver- 
gangenen. Um die Formel „Geiſt und Geſtalt“ kreiſen ſämtliche 
Aufſäße, die dieſer Band vereinigt. Der Ausdruck Geiſt zeigt 
bereits, daß es ſich um die Geſtalt, um die Formenwelt handelt, 
die der Menſch als geiſtbegabtes Weſen hervorbringt. Der Drang 
zur Form iſt ein kosmiſ<es Prinzip. Alles, was exiſtiert, 
eriſtierk dur< die Form; denn die Form iſt das, „was Exiſtenz 
verleiht“. Die Form iſt am vollkommenſten, wenn ſie das Weſen 
eines Gegenſtandes oder Lebeweſens am gültigſten zum AusdruR 
bringt. „Form iſt Ausdruck des Weſens der Dinge.“ Beſteht 
3. B. die Form des Tieres einzig und allein in ſeiner beweg- 
lichen Körperlichkeit, ſo ſprengt der menſchliche Geiſt dieſes für 
das Tier ſo vollkommene Ausdrucksmittel und jc<afft neue 
Möglichkeiten, deren Ziel aber immer wieder die Form iſt; denn 
„ſie iſt im Geiſtigen wie im Körperlichen das Prinzip des Lebens“. 
Die Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten zeigt die Größe menſ<<- 
licher Schaffenskraft, die notwendige Binduiig an die Form die 
Grenzen, die dem Geiſt geſteckt ſind; denn jede Form iſt Be- 
'grenzung; Unendlichkeit iſt nur dem göktlichen Weſen eigen. Die 
vollkommenſte Weſensgeſtaltung, d. h. Form im höchſten Sinne, 
finden wir in den Geſtalten der großen Kunſt. Dieſe Auffaſſung 
erhellt die Miſſion des Künſtlers; denn Schönheit, und das iſt 
vollendeke Form, iſt, wie vor kurzem ein junger Gelehrter ſchrieb, 
„das Wunder der Schöpfung und ihrer Göttlichkeit Gewähr“. In 
den unſterblihen Werken der Kunſt wird offenbar, was Uſinger 
unter Form verſteht: ein ſichkbares Geheimnis, göttlich gemiſcht 
aus Werden und Sein. -- Der erſte Aufſaß, der ſim mik dem 
Weſen der Form beſchäftigt, ſteht gleichſam als Einleitung vor 
den weiteren Ausführungen, deren. Aufgabe iſt, Vielfältigkeit, 
Grenze und Bedeutung des Formprinzips auf den verſchiedenſten 
Gebieten des menſchlihen Daſeins zu zeigen. Da werden Wort- 
und Tonreich miteinander verglihen, Vorzüge und Grenzen der 
beiden Kunſtarken feſtgelegt. Wie der Menjch iſt auch das menſc<h<- 
lihe Work von Zeit und Raum umhegt. Selbſt der Dichter dedarſ 
der Zeichen, der Bilder, wonn er die Welten des Ewigen auſ- 
leuchten laſſen will. Die Muſik ſcheint dieſer Zeichen nicht zu - 
bedürfen, ſie iſt „Anfangs- und Endform der Künſte“. Sie iſk 
da, wo das geſtaltenſ<haffende Wort no<& nicht vorhanden iſt, 
und iſt noch da, wenn „das kreakürliche Wort verſagk, weil es 
über die Enkfaltetheit der Dinge hinaus in die Ureinheit nur ein 
Stück Wegs mitgehen kann, nämlich ſo weit, als noch die Himmels- 
roſe Dankes ihre blühenden Hänge übereinander erhebt, daß ihm 
aber dork die Kräfte lahmen, wo das geſtaltloſe Lihk zu blenden 
beginnt. Dort nämlich gibt es nur noh zwei Möglichkeiten: zu 
ſ<weigen wie der Cherub oder zu ſingen wie der Seraph. Dies 
iſt die äußerſke Region der. menſ<li<en Kunſt, und hierhin reicht 
nur die Muſik“. Und do<m kann der Menſc< dieſe Enkrückkheit 
nur für Augenblicke ertragen. Der menſchliche Geiſt verſucht, das 
Unbeſtimmke zu deuken, und dazu bedarf er des Wortes. Er fühlt 
ſich befreit, wenn ihm die Deukung gelungen iſt, d. h., wenn -er 
in den menſchlihen Bereich, den das Wort abgrenzt, zurück- 
denkender Realismus.“ 
 
gekehrt iſt. In dieſer Welt iſt das Work die ordnende Mad<ti, 
die deuklichſte Verleiblihung des ewigen Logos. Die hohe We- 
deukung, die Uſinger den ordnenden Mächten zuerkeilt, läßt uns 
ahnen, daß ſid der Dichter in den alten Streit „Klaſſik oder 
Romantik“ auf ſeiten der Klaſſik ſtellt. Der Klaſſiſ<e Menſch 
bejaht die Welt als Wirklichkeit. Die Geſtalten ſind Abbild 
einer höheren Geſezslichkeit. Uſinger ſagk: „Klaſſik iſt urbildlich 
Im Gegenſaß zu dieſer Auffaſſung ſteht 
die romankiſc<e Weltſchau. In ihr iſt die Geſtalkwirklic<keit auſ- 
gehoben. An ihre Steile tritt eine andere, die vom I< geſchaſſene 
Wirklichkeit, d. h., die mit dem Geiſt hervorgezauberke oder mik" 
der Seele erträumke Welt des Unendlihen. Auch Liilke leidek 
unter der Laſt des Niedaheimſeins, davon zeugen ſeine Elegien 
wie die von ihm ſelbſt beſtimmke Grabſchrift. Leßtere iſt naß 
Uſinger „der Seufzer eines ganzen Lebens, dex Wunſ<blik ins 
Unerreichbare“. Daß die ſpäteren Romantiker, ſchon Brentano, 
vor allem aber einer ihrer lezten Nachfahren, Mörike, ein poſi- 
-fiveres Verhältnis zu den Dingen gewinnen, zeigt den Weg, den 
der deutſc<e Geiſt zu gehen hat, einen Weg, den viele Große 
unſeres Bolkes gingen:- Goekhe, Siller, Hölderlin, Platen, 
Stifter und als leßker George. Gerade George findet in Uſingers 
Bu die ihm gebührende Würdigung. In Georges Welkbild „tritt 
das Göfktlihe, durc< das Irdiſc<e wirkend, in Erſcheinung, das 
Irdiſche aber wird durch den Einkritt des Göttlichen erhoben und 
geadelt“. Das iſt der Sinn des „abgründigen“ Berſes „den Leib 
vergokfek und den Goktk verleibtk“. 
Aus der Reihe der Aufſäße ſeien einige genannt: Über das 
Weſen der Form, Dichker und Volk, Opfer und Bewahrung, 
Eichendorff und das Glück, Unendlichkeit und Geſtalt. 
Und nun der Dichter! Daß in dieſen Ausführungen Uſingers 
gedankliche Arbeit der Deutung ſeiner Dichkung vorangeſtellt iſt, 
bedeutet kein Rangurteil, ſondern geſ<ah aus praktiſ<en Grün- 
den. Uſingers Lyrik iſt Gedankenlyrik; die in den Auſſäßen 
niedergelegte Geiſteshaltung förderk das Verſtändnis des dichte- 
riſihen Werkes. Es iſt ſelbſtverſtändlih, daß ein Dichker, dem 
„Form Ausdruck des Weſens“ iſt, ſelbſt ein Meiſter der Form 
ſein muß. So finden wir in Uſingers Werk: Lied, Spruch und 
Hymnik wie die kunſtvollen Formen des Sonekts und der Seſtine. 
Der Dichter iſt ein Einſamer. Stoffelemenke wie Motivgeſtalktung - 
liegen nicht im Rahmen des Alltäglichen. Er gehört in die Reihe 
Hölderlin, Rilke, George. Ja, ohne Hölderlin iſt Uſinger nim 
- denkbar; er iſt ihm nahe als Weſensverwandker, nicht als 
Nachahmer. Mit Hölderlin verbindet ihn die verwandke Schau 
der Natur, die Auffaſſung vom dichkeriſ<en Amk, Ark und Form 
de8 Gedichts wie der Gebrau< des dihteriſ<en Workes. Wenn 
einem Hölderlin die großen Skröme zu Götkkern werden, ſo gelingt. 
auch Uſinger, die Kräfte eines Fluſſes, die die Landſchafk, den 
Menſ<en und ſeine Kulkur formen, als Genius zu verehren. Im 
allgemeinen iſt Uſingers Gedicht nik wie das des jungen Goethe, 
der Romantiker und ihrer Nachfahren Bekenntnis, Ausdruk 
ſeeliſcher Schwingung, ſondern wie bei Hölderlin und dem ſpäten 
George Formung geiſtiger Erlebniſſe. Außer den Sonetten, die 
einer früheren Zeit angehören, ſind es drei Gedichtbände, die die 
Aufmerkſamkeit auf dieſen Dichker gelenkt haben: Das Wort, 
Die Stimme, die Geheimniſſe. Die Titel ſind bezeichnend: das 
Work, in ſeinem Urſprung dem Unerklärbaren verhaftet, als 
Stimme, als Deükung, vor allem als Bannung geheimnisvoller 
Hintergründe! „Das Wort iſt die Formel, die Weltkräfte ent-
	        

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