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Die Mittelschule - 55.1941 (55)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Die Mittelschule - 55.1941 (55)

Periodical

Persistent identifier:
982364040
Title:
Die Mittelschule
Subtitle:
Zeitschrift der Reichsfachschaft Mittelschule im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Document type:
Periodical
Place of publication:
Halle, S.
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2263133-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
982364040_0055
Title:
Die Mittelschule - 55.1941
Shelfmark:
02 A 0948 ; RF 859 - 881
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1941
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 17
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Meister Eckehart in Dietrich Eckhart
Subtitle:
Erziehliches aus der deutschen Mystik in dichterpädagogischer Beleuchtung
Author:
Kohlmeyer, Otto
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0769217
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Mittelschule
  • Die Mittelschule - 55.1941 (55)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15/16 (15/16)
  • Heft 17 (17)
  • Meister Eckehart in Dietrich Eckhart
  • Pädagogische Umschau
  • Rundschau
  • Ein Volk besinnt sich auf die eigenen Kräfte
  • Bücherschau
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)

Full text

 
 
 
 
Jeitſchrift der Reichsfachſchaft Mittelſchule im Nationalſozialiſtiſchen Pehrerbund 
VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER FRIEDRICH KIRCHERT, HALLE (SAALE), FRAUNHOFERSTRASSE I 
 
 
 
Nummer 17 
Halle (Saale), den 10. September 1941 
Jahrgang 55 
 
 
Inh alt: Meiſter Eckehart in Dietrich Eckart. -- 
Bädagogiſche Umſchau. -- Ein Volk beſinnt ſich auf die eigenen Kräite. -=- 
Rundſchau. -- Bücherſchau. 
| Meiſter E>ehart in Dietrich Ekart. . 
Erziehliches aus der deutſchen Myſtik in dichkerpädagogiſc<er Beleuchtung. 
In Nr. 10/1939 der „Mittelſchule“ habe im in meinen Aus- 
führungen über „Politiſche Erziehung bei Diekrich Ekart“ kurz 
angedeutet, daß in ſeinem Perſönlichkeitsbilde ein unverkenn- 
bar myſtiſcher Zug enkhalken ſe1. Das wurde belegt dur<g den 
Hinweis auf Cckarts „Ecce homo“. In den nachfolgenden Zeiten 
möchte ich dieſer Andeutung näher nachgehen und zeigen, daj 
der große Myſtiker der Scholaſtik, Meiſter EKehartd), 
in ſeines Namens Nachfahren, in Diekric< EKart, ſozuſagen 
wiederzufinden iſt. Daher die von mir gewählte Überſchrift dieſer 
Arbeit. Mit anderen Worten: es ſoll hier eine Linie myſtiſagen 
Gepräges zwiſchen den Genannten gezogen werden. Nun erzählt 
uns Alfred Roſenberg in ſeinem EKartbuche 2), daß 
Dietrich Ekart mit Geiſt und Lebenskraft ſeines großen Namens- 
vekkers aus der Zeit des Nättela.kers kaum näher bekannt geweien 
ſein dürfte. Aber der „Cherubiniſche Wandersmann“ Joh. Sheffſ- 
lers3), des Angelus Sileſius, ſei Ekarts Lieblingshuch, ſeine 
„Bibel“, ſein Lebenswegweiſer geweſen. Nun iſt aber, wie wir 
wiſſen, die Spruchſammlung Joh. Schefflers ganz im Leijie 
Nieiſter EKeharts geſchrieben. Und ſo iſt es denn vielleicht ni<t ganz 
ungerechtfertigt, wenn i<m den inneren Zuſammenhang zwiſchen 
dem Schöpfer der deutſ<en Myſtik und dem erſten dichteriſchen 
Geſtalter des „neuen deutſchen Nienſc<en“ im nationalſozialiſitijſchyen 
Sinne, den Zuſammenhang zwiſ<en Meiſter Ekkehart und Dietrich 
Ekark, durc< die Formung der Überſchrift dieſes Aufſaßes anzu- 
deuten verſucht habe. Die ſachliche Berechtigung dazu werden die 
nachfolgenden Zeilen erbringen müſſen. Das Religiös-Erziehliche 
ſoll in ihrem Mittelpunkte ſtehen. Das wird bedingk durch die hier 
in Frage kommenden Quellen und dur< das Weſen der deukſchen 
Myſſkik. Erſtere ſind bei Joh. Scheffler und DietriM Ekart aus- 
ſpro<hen „Dichkungen“, und Meiſter Ekeharks „Deutſche Predig- 
ten“ ſind, ſhon um ihrer wundervollen Sprache willen, gewiß 
als „Proſadichkung“ anzuſprechen, ſo daß ich mit Recht wohl von 
einer „dichkerpädagogiſchen“ Beleuchkung des hier in Frage 
kommenden Skoffes ſprechen darf. 
Deutſche Myſtik, von der erſtes Denken in deutſ<er Sprache, 
erſtes bewußtes und gewollfes Deutſchempfinden ausging, iſt gewiß 
von hoher erziehlicher Bedeutung, religiös-erziehliher ganz be- 
ſonders. Die Frage: Was iſt Myſtik, deutſ<e Myſtik? -- iſt 
kaum eindeutig zu beantworten, da der Kernpunkt ihres Weſens 
ja auf irraktionalem Gebieke liegt 4). Das minderk die Bedeutung 
der Myſtik für den deutſchen Erzieher aber dur<haus nicht. Für 
ihn kommt es gewiß weniger auf eine haarſ<arfe wiſſenſc<aft- 
li<e Abgrenzung des Begriffes an, als vielmehr auf die Er- 
faſſung und erziehlihe Auswerkung der vorbildlichen Berkreter 
der deutſ<en Myſtik. 
Nun gibk es gewiß nichk nur eine deukſc<he Myſtik. 
Myſtik iſt zu allen Zeiten und bei den verſchiedenſten 
Bölkern ſozuſagen das Kennzeichen für lebhaft zukage krekende 
religiöſe Gleichgültigkeit, ausgeſpro<ener „„Welklichkeit“, be- 
beſonders lebhafte Ark des Gottſuchens, der Einzelſeele wie der 
1) + 1327 in Köln. 
0 2) „Dietrih Ekart, Ein Vermächtnis“, S. 21 ff. München 
8. 
3) 1624-1677. 
4) Giehe hierzu meine Ausführungen in Nr. 3/1935 der 
„Mittelſchule“, „Einiges über das Schrifffum um M. Ecehark“. 
 
Dolksſeele. Einen Zuſtand religiöſer Verinnerlichung, gegenüber 
religiöſer Gleichgütigkeit, ausgeſpro<hener „Weltlichkeit“, be- 
wußter Abkehr von Gott, bezeichnete man als Myſtik und meinte 
damit eben Lebensäußerungen religiöſen Gepräges. Solc<e Myſtik 
als Praxis iſt gewiß das Urſprüngliche geweſen. Die Theorie, - 
Myſtik als Lehre, iſt ihr erſt gefolgt. Nun gibt es aber noh eine 
andere, geſ<hi<tlih belegbare Form der Myſtik, die niemais als 
eine allgemeine Erſcheinung auftritt, ſondern immer nur im Einzel- 
menſchen ſich offenbart. Sie ſtellt gleichſam eine „höhere“ Ent- 
wicklungsſtufe der Nuwſtik dar. Wir wouen ſie darum, im Gegen- 
ſage zu der vorhin beſchriebenen „niederen“, als „Hoc<h- oder 
Zollmyſtik“ bezeichnen. Ob dieſe Ausdrücke von mir grücklich 
gewahlt ſind, ſei dahingeſtellt. Leßtere zeigt ſi) nur in 
beſonders begnadeten Perſönlichkeiten, religiöſen Taienten, 
die dur< myſtiſche Begabung von oben gejegnek erſa,einen. 
Ihnen wird das „Kre'ſen der Seele um Lott“, die im 
Kern ihres Weſens ja Goktes iſt, das Gottſuchen, gleidſam zu 
einem Ringen um Gott. Der Bollmyſtiker „ſchaut“ Gott, nicht 
leiblichen Zuges, nicht in der Borjieuung, die Goit ja in R. umlico- 
keit und Zeitlichkeit herabziehen würde, ſondern er empfindet, 
erlebt ihn im Zuſtande der „Verzückung“, in der „unio mystica“. 
Worte können dieſen Zuſtand nicht kennzeichnen, nur zerreden. 
Aus dieſem Gotterleben, in dem das Licht von oben den Urgrund 
der Menſchenſeele durchleuchtet, geht erſt das rechke Leben hervor, 
der „Weg des Lichts“, der, von unſerem wahren Selbſt ausgehend, 
in Erfüllung des Daſeins zu Gott zurückführt. Das iſt in kurzen 
Strichen Myſtik als Zuſtand, als Leben. Nun iſt Myſtik aber auh, 
wie ſchon ausgeſprochen, eine Lehre, die als ſol<he nakürlich ver- 
ſtandesmäßig erfaßt, rational übermittelt werden muß. Erleben 
des Zuſtandes, Erfaſſen der Lehre und, aus beiden fließend, das 
rechte Leben machen erſt den Myſtiker, d. h. den „Eingeweihten“ 
aus. Myſtik in dem zuerſt gekennzeichneten, allgemeinen Sinne 
kann Zeiterſheinung jein; Bollmyſtik iſt das begreiſli<erweije 
niemals, weil ſie Einzelerſcheinung von durc<haus perſönlichem 
Gepräge iſt; ſie kann auch nie erworben werden, ſondern iſt immer 
gleichſam als Gnadengeſchenk dem einzelnen ſchik>ſalhaft gegeben. 
Nun iſt, glaube ich, gerade Meiſter Ekehart eine geſchichtliche 
Erſcheinung, die beide Formen der Myſtik, das „Eotkſuchen“ und 
„Goktſchauen“ uns ſo wundervoll vor Sinn und Seele ſtellt, daß 
auch der Erzieher von heukfe wohl Anlaß haben dürfte, ſim mit 
ihm ekwas eingehender zu befaſſen, inſonderheit mit ſeinen 
„Deutſchen Predigten“. 
Im folgenden möchke im einige Ausſprühe aus dieſen 
Predigten bringen, um dann an Sprüchen aus dem „Cheru- 
biniſchen Wandersmann“ zu zeigen, inwieweit Eckehartſ<e Ge- 
danken ſich in dieſen Reimſprüchen wiederfinden und um daran 
dann den Nachweis zu ſchließen, daß beider, Meiſter Eehartks 
und Joh. Schefflers, myſtiſ<e Einſtellung ſiH in Dietrim Eckartks 
Dichtungen, wenigſkens in Anklängen, nachweiſen laſſen. 
1. Berinnerlichtes religiöſes Leben, wie es die niedere Myſtik 
kennzeichnet: „Mache dich frei von allem, was deinem Weſen eine 
fremde Zukat geben, dich ans Irdiſche anhaften und Kummer über 
dim bringen könnte“, da „du Gokt in deinem Herzen krägſt als 
der: Gegenſtand, von dem deine Augen nimmer wanken. Was 
es ſonſt an Übungen gibt: Faſten, Wachen oder Beten, die richte 
alle darauf hin und habe ihrer nur ſo viel. als ſie diH dazu fördern 
mögen, daß du den Gipfel der Vollkommenheit erreichſt. ...“ 
(Deutſc<e Predigten.)
	        

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