ScriptaPaedagogica Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Mittelschule - 55.1941 (55)

Access restriction

Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Mittelschule - 55.1941 (55)

Periodical

Persistent identifier:
982364040
Title:
Die Mittelschule
Subtitle:
Zeitschrift der Reichsfachschaft Mittelschule im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Document type:
Periodical
Place of publication:
Halle, S.
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2263133-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
982364040_0055
Title:
Die Mittelschule - 55.1941
Shelfmark:
02 A 0948 ; RF 859 - 881
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1941
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Zwillingsforschung
Subtitle:
Methoden und Ergebnisse
Author:
Graewe, Herbert
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0769084
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Mittelschule
  • Die Mittelschule - 55.1941 (55)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Die Zwillingsforschung
  • Die planmäßige Anstellung der Mittelschullehrer
  • Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht
  • Planmäßige Anstellung und Dienstalter der Mittelschullehrer
  • Rundschau
  • Bücherschau
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15/16 (15/16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)

Full text

 
 
 
i . 
- . = R 
CH N R 
* ry R ß 
zeitſchrift der Reichsfachſchaft Mittelſchule im Nationalſozialiſtiſchen Lehrerbund 
 
VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER FRIEDRICH KIRCHERT, HALLE (SAALE), FRAUNHOFERSTRASSE 1 
 
 
 
Nummer 9 Halle (Saale), den 7. Mai 1941 Jahrgang 55 
Inhalt: Die Zwillingsforſchung. -- Die planmäßige Anſtellung der Mittelſchullehrer. =- Reichsanſtalt für Film und Bild in Wiſſen- 
ſchaft und Unterricht. =- Planmäßige Anjtellung und Dienſtalter der Mittelſchullehrer. -- R indiemef Büthe; ſchau. 
  
 
Die Zwillingsforſchungg. 
Methoden und Ergebniſſe. 
Sage und Dichkung haben zu allen Zeiten von Zwillingsſc<i>- 
ſalen berichtet, ohne daß ſich früher die wiſſenſchaftliche Forſchung 
dieſes Gebietes angenommen hätte. Erſt im Jahre 1875 erkannte 
Galton die weitgehende Bedeutung der Zwillingsforſchung für 
 
die Beſtimmung von .Erb- und Umwelteinflüſſen. Von dieſem 
Zeikpunkt an entſtand ein ganz neuer Forſ<hungszweig der Erb- 
lehre, der beſonders in den zwanziger Jahren dieſes Jahrhunderts 
zu voller Entfaltung kam. Viele Ergebniſſe, die durc< Familien- 
unterſuchungen oder nach dem Verfahren der Maſſenſtatiſtik über- 
haupt nicht oder nur in ſehr langwierigen Unterjuchungen hätten 
gewonnen werden Können, ſind mit Hilfe der Zwillingsmethode 
gewonnen worden, und weitere Ergebniſſe werden folgen. 
Die Zwillingsmekhode gründet ſich auf die Tatſache der Erb- 
gleichheit der ſogenannten eineiigen Zwillinge (EZ), die durch voll- 
ſtändige Teilung einer einzigen, einmalig befruchteten Eizelle enk- 
ſtanden ſind 1). Da aber bei der früheſten Zellteilung, um die es 
ſim hier ausſc<ließlich handelt, nor keinerlei Differenzierung des 
Zellmaterials eingetreten iſt, verfügen beide Zellmaſſen nam der 
Trennung über abſolut gleiches Erbgut. | 
: Wachſen nun ſolche eineiigen Zwillinge heran, ſo müſſen alle 
Berſchiedenheiken, die bei ihnen auftreten, auf Umweltein- 
flüßſen beruhen, während ausſchließlich oder vorwiegend erblich 
begründefe Merkmale infolge der Gleichheit der Erbanlagen bei 
ihnen viel ſtärkere Übereinſtimmungen zeigen müſſen als bei ge- 
wöhnlichen Geſchwiſtern oder gar bei nichkverwandtken Menſchen. 
- Den eineiigen Zwillingen ſtellt man die Gruppe der zwei- 
eiigen Zwillinge (33) gegenüber. Dieſe ſind zufällig zu Bleicher 
Zeit geborene gewöhnlihe Geſchwiſter, ſie ſind durch verſchiedene 
Befruchkung zweier verſchiedener Eizellen enkſkanden, alſo erb- 
verſchieden. Sie können mithin von gleichem oder verſchiedenem 
Geſchlecht ſein, während die EZ immer gleichgeſc<hlechtig ſein 
- müſſen, da das Geſchlecht bereits in der Erbmaſſe feſtgelegt iſt. 
Innerhalb der ZZ-Gruppe haben wir alſo Zwillinge gleiden und 
verſchiedenen Geſchlechts zu unterſcheiden. Leßtere ſind die be- 
' kannten Pärchenzwillinge (PZ). vun 
Die Zahl der PZ läßt ſi< ohne weiteres ſtatiſtiſMm beſtimmen. 
Sie beträgt in Deutſchland 37,5 v. H. aller Zwälingsgeburken. Der 
Reſt von 62,5 v. H. entfällt mithin auf die Zwillinge gleichen 
Geſchlechts, die ſic) aus EZ und ZZ zuſammenſeßen. ES iſt jedoch 
nicht ſchwer, dieſe zu trennen. Da man nämlich nach dem Geſeß 
der großen Zahl annehmen kann, daß die Zahl der verſchieden-. 
und gleichgeſ<lec<htigen zweieiigen Zwillinge gleich iſt 2), erhält 
man unter der Zahl aller gleichgeſchlechtigen Zwillinge ebenfalls 
37,5 v. H. zweieiige, mikhin 25 v. H. eineiige Zwillinge. 
Nach dem Geſeß der großen Zahl treken (im Durc<ſchnitkt) alle - 
Fälle glei häufig ein. | 
In anderen Ländern ſind dieſe Zahlen 3. T. nicht unbeträc<t- 
lichen, wahrſcheinlich raſſiſch, vielleiht auc< klimatiſc< bedingten 
1) Iſt die Teilung nicht vollſtändig, ſo enkſkehen zuſammenge- 
wachſene („ſiameſiſche“) Zwillinge, ſo genannt nac) einem aus 
Siam ſtammenden verwachſenen Zwillingspaar. Allerdings iſt, wie 
am Tierverſu< nachgewieſen werden kann, 
ſammengewachſene Zwillinge“ irreführend, da es ſim hier nicht 
um ein Zuſammenwachſen, ſondern um eine unvollſtändige Tren- 
nung handelt! Vgl. mein Zwillingsbuch („Zwillinge und Schule“, 
Berlag K. Stenger, Erfurt 1938, in der Reihe „Biolog. Zeik- 
fragen“, herausgegeben vom Reichsſahbearbeiter f. Biologie im 
NSLB.) S. 17 und 18! | | | 
der Ausdruck „zu- - 
 
 
  
“4 5 
| 
iE 
zu 
Bfchrer BREL 
Deng SE SO 
Schwankungen unterworfen. Auf jeden Fall zählt man aber zu- 
erſt die PZ aus und beſtimmk danach die Häufigkeit der ZZ 3) und 
E3. Sinzu kommk, daß der prozentuale Anteil jämtlicher 
Zwillingsgeburken an der Geſamtheit aller Geburten ebenfalls er- 
heblihen Schwankungen unterworfen iſt. Während 3. B. in 
Skandinavien 1,4 bis 1,6 v. H. aller Geburten Zwillingsgeburken 
nt beträgt dieſer Anteil in Deutſchland nur noh 1,25 v. H. und 
inkt in ſüdliheren Ländern noh weiter ab, 3. B. in Frankreich 
und Ikalien auf 1,13 v. H., in Grie<ßhenland, Argenkinien, Braſilien 
auf 0,8 bis 0,4 v. H. und in Japan ſogar auf 0,57 v. H. Dagegen 
iſt der Anteil der EZ-Geburten an der Geſamkheit aller Geburten 
verhälknismäßig konſtant; er beträgt überall auf der Welt ekwa 
0,35 v. H. Mithin ſ<wankt lediglich die Häufigkeit der 3Z3-Ge- 
burken, die aur ſonſk (Abhängigkeit vom Lebensalker der Mütter 
u. a.) erheblihen Schwankungen unterworfen iſt, während die 
EZ-Geburken weikgehend unabhängig von derartigen Außen- 
einflüſſen ſind. Alle dieſe Takſachen weiſen eindringlim darauf 
hin, daß die Entſtehungsweiſe der EZ und 33 nichk nur von ganz 
verſchiedenen erblihen VWorausſezungen ausgeht, ſondern auch 
ganz verſchiedenen äußeren Bedingungen unterworfen iſt 4). 
Wenn wir ſo auch genaue Kenntnis von der Häufigkeit der 
EZ, ZZ und PZ haben, bereiteke es doch zunächſt S<hwierig- 
keiten, die EZ in jedem einzelnen Falle mit abſoluter Zuverläſſig- 
keit von den 3Z zu ſc<eiden. Wenn au viele Zwillinge einander 
„wie ein Ei dem anderen gleichen“, war es doch unzuläſſig und 
dazu in vielen zweifelhaften Fällen geradezu unmöglich, mit 
derartigen gefühlsmäßigen „Diagnoſen“ auszukommen. Man 
ſuchte daher nach genauen Anhaltspunkken zu einer in jeder 
Hinſicht exakken Beſtimmung der Eiigkeit. Urſprüngli< glaubte 
man, in den Nachgeburksbefunden ein abſoluk einwandfreies Kri- 
kerium für die Ark der Eiigkeit zu beſißen, indem man annahm, 
daß -- entſprechend den verſchiedenen Entſtehungsbebingungen 
-- die EZ ſtets in einer einzigen Eihauk, die ZZ3 dagegen in zwei 
verſchiedenen Eihäukfen (Chorien) geboren würden. Man be- 
frachkeke daher die EZ ausnahmslos als mono<oriſch, die ZZ als - 
dichoriſc<h, bis man feſtſtellen mußte, daß von allen, nach ihrem 
geſamfen Erbgefüge unbedingt als eineiig anzuſprechenden 
2) Bei der Befruchkung zweier verſchiedener Eizellen durc< 
zwei verſchiedene Samenzellen ſind folgende Fälle möglich: 
1. und 2. Eizelle durc< „Männc<enbeſtimmer“ befruchtet, 
1. und 2. Eizelle dur< „WeibHhenbeſtimmer“ befruchkek, 
Ergebnis: gleichgeſc<hle<htige Zwillinge („eigentli<e“ 33). 
1. Eizelle dur<& „Männ<enbeſtimmer“, 2. Eizelle dur< „Weib- 
Henbeſtimmer“ befruchtet, 
1. Eizelle durc< „WeibHenbeſtimmer“, 2. Eizelle durHg Männ- 
<henbeſtimmer“ befruchtet, - De 
Ergebnis: verſc<hiedengeſ<lehtige Zwillinge (PZ). -. 
3) Es iſt allgemein üblich, unter „33“ nur die gleichgeſ<le<h- 
tigen zweieiigen Zwillinge zu verſtehen und für die verſchieden- 
geſch echtigen zweieiigen Zwillinge die Abkürzung „PZ“ zu ge- 
rauhen. | | 
- 4) Man vergleiche mein Zwillingsbuch S. 14 ff. (Daſelbſt auch 
Zahlenangaben über Zwillingshäufigkeit im Tierreich und aus-. 
hae yſkerafurangahen aus dem Geſamtgebiet der Zwillings- 
orſchung). |
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Periodical volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Article

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Periodical volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Article

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Mittelschule - 55.1941. 1941.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.