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Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart - 1.1856 (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart - 1.1856 (1)

Periodical

Persistent identifier:
986031666
Title:
Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart
Document type:
Periodical
Publisher:
Flemming
Place of publication:
Glogau
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2391862-7
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
986031666_0001
Title:
Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart - 1.1856
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1856
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Pädagogische Aphorismen
Author:
Deinhardt, Heinrich
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0826917
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart
  • Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart - 1.1856 (1)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Dienen und Bedienen
  • Thatsachen
  • Ueber Thierpoesie (Fortsetzung)
  • Werkstattmänner
  • Pädagogische Aphorismen
  • Brieflicher Gedankenaustausch aus der Heimath und Fremde
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)

Full text

----- 142 
den natürlihen, an ſich gegebenen Zuſtand 
herzuſtellen -- wozu ſie allerdings durd) die 
Geſellſchaft, die ihre „Hülfe“ in Anſpruch nimmt, 
äußerlich in den Stand geſeßt werden muß, 
Der Unterſchied zwiſchen Lohn und Beloh- 
nung iſt an ſich klar: der erſtere gründet ſich 
auf einem beſtimmten, vertragömäßigen Anſpruch, 
welcher durc; die gewöhnliche Leiſiung als ſol<he 
erworben wird und ſich nach den Graden der- 
ſelben abſtuft; die letztere iſt an ſich ein unfrei- 
„williger Akt, der ſic) auf die außerordentliche 
Leiſtung bezieht. Aber dieſer Unterſchied iſt für 
das Gebiet der Erziehung belanglos. Der Lohn 
wurde hier den Charakter der Belohnung be- 
halten, inſofern er ein „freiwilliger“ bleiben muß, 
da jede Leiſtung der Zöglinge eine geforderte iſt 
und nur, indem ſie gefordert werden kann, eine 
pädagogiſ<e Berechtigung hat, der Lohn alſo 
„zum Ueberfluß“ hinzufommen würde. Wie 
aber die Freiwilligkeit des Lohns ein Widerſpruch 
gegen den Begriff deſſelben, ſo wäre die Allge- 
meinheit der Belohnung ein Widerſpruch gegen 
den Begriff dieſer. Hiernach kann auf dem Ge- 
biete der Erziehung nur von Belohnungen, die 
 
ſich auf außerordentliche Leiſtungen beziehen, die 
Rede ſein. Weil aber dieſen der Gegenſatz des 
Lohnes fehlt und fehlen muß, ſo tritt der beiden 
gemeinſame Begriff, daß ſie nicht ein ſic) aus 
der Leiſtung unmittelbar ergebendes Reſultat, 
ſondern eine ihr entgegengeſeßte Befriedigung 
außdrücken, einſeitig in die Auffaſſung der Be- 
lohnung hinein, weil er nur durch ſie vertreten 
iſt, und ſie erhält den Charakter des Lohns, in 
ſofern ſie ſic) auf die über das Geforderte hin- 
ausgehende Leiſtung bezieht und für dieſe in 
Ausſicht geſtellt iſt. Daraus folgt aber, daß 
wie der Lohn, ſo die in Ausſicht geſtellte Be- 
lohnung pädagogiſch unzuläßig iſt. Denn wie 
das Geforderte nicht gelohnt werden kann, ſo 
kann es ſelbſtverſtändlich no< weniger belohnt 
werden; die Leiſtung aber, die über das, was 
von dem einzelnen Zöglinge gefordert werden 
kann, hinausgeht, iſt eine für den Erziehungs- 
grad überflüſſige, wird alſo, inſofern der Erzieher 
ſie au6d:ülic) annimmt und indirekt hervorruft, 
eine ſchädliche, welche der hinter dem Geforderten 
zurü&bleibenden Leiſtung gegenſätzlich entſpricht. 
 
H. Deinhard. 
2“ >--- 
Drieflicher Gedankenaustauſch aus der Heimath und Femde. 
1. Aus Ofſtreich, Ueber die Winter- 
niß'ſchen Kinderſpiele, mit Beziehung auf 
die Arbeitübungen, welche dieſe Wochenſchrift 
vertritt, nach ihren Grundſäßen gewürdigt. 
Sie wiſſen, mein Freund, wie oſt uns das 
Kapitel der Kinderbeſchäftigung in Haus und 
Schule zur Vermeidung der vielfachen kindlichen 
Unarten und des kindiſchen Benehnens beſchäf- 
tigt hat; immer aber fehlt es no< an geeigneten 
Stoffen und deren erzieheriſcher Anwendung für 
die Kinder. I< freue mich deshalb, Ihnen mit- 
theilen zu können, daß wir einen Mann in un- 
ſerer Mitte haben, der überzeugend dargethan, 
wie gutbeſchäftigte Kinder alle Zeit vor Lange- 
weile geſchüßt ſind, und wie Verſtimmung und 
Widerwillen ſich da noc<h nicht geltend gemacht 
haben können, wo eine friſche Thätigkeit die 
kindliche Seele zu beleben wußte. Herr Pro- 
feſſor Winternitz folgert ſehr richtig, daß nur 
auf dem Beſchäftigungswege jene Plagegeiſter 
des Hauſes zu bannen ſind, welche in Geſtalt 
unbefriedigter Kinder den Altern und Erziehern 
ſo vielfach zur Laſt fallen; er verſucht deshalb 
Unterrichtöſtoffe zu geben, die ſtufenweiſe den Be- 
dürfniſſen ſich anſchließen und fort und fort er- 
weitern ſollen, nnd beſtrebt ſich dieſe ſo zu entwickeln, 
daß dem individuellen Selbſtſchaffen und dem 
Triebe nac< Umgeſtaltung der vorhandenen Mittel 
mehr als bisher Genüge geleiſtet wird. Er wendet 
ſich mit ſeinen Beſtrebungen hauptſächlich an die 
Mütter, indem er die Mängel der heutigen Er- 
ziehung für das erſte Alter ſcharf ins Auge faßt, 
und kleidet eine Reihe von Erziehungsſtoffen in 
das Gewand von anſprechenden Spielen. Er 
darf dabei nicht auf den Eintwand achten, daß 
es deren ſchon genug gäbe, denn er hat gründ- 
lic genug zuvor erörtert, wie mangelhaft und 
unzureichend ſih die gewöhnlichen Spielmittel 
erwieſen, die weder intellektuell, noh praktiſch, 
noh ſittlich auf die Jugend einwirken. Herr 
Winterniß weiß wohl, daß die kindliche Natur 
belauſcht und behor<t ſein will, und daß das 
Kind ſich nicht lange mit feſt und fertig daſtehen- 
den Spielſachen zu beſchäftigen vermag. Der 
Beſchäftigungsſinn artet dabei bald in den Zer- 
ſtörungötrieb aus. Nun beginnt das beſtändige 
Moraliſiren und Raiſonniren, das Kritiſiren und 
Reflektiren von Seiten der Erwachſenen, und an 
die Stelle des freithätigen Schaffens und Auf- 
nehmens, des ſich Auslebens von Innen heraus 
in der freien Willenöentfaltung, tritt ein gewalt- 
ſames Einprägen, Eintrichtern und Einpauken von 
unnüßen Begriffen. Um aber der troßigen Jugend 
den Willen zu brechen, hat man ein ganzes Syſtem 
von Belohnungen und Strafen als die voll- 
ziehenden Gewalten angenommen, ja als päda- 
gogif<he Kunſtmittel auserſonnen. Das „Du ſollſt“ 
und „Du mußt“, »hör auf oder Du bekommſt“, 
„thu das oder du kriegſt“ wird dabei in allen 
nur erdenklichen Variationen durchgeführt. Die 
ſittliche Wirkung dieſes Verfahrens hat aber noh 
wenige Früchte zur Reife gebracht. Die Sittlich- 
feit bedingt eine Stufe der Sinnigkeit und Sit- 
tigfeit, und wer den Pfad der Tugend wandeln 
will, der muß vorerſt etwas taugen, und wer 
etwas „taugen“ will, der muß mehr als blinde 
Folgſamkeit haben. Der Taugenichts entbehrt 
jener Selbſtkraft und jenes ſittlich freien Willens, 
aus dem allein das Tüchtige hervorgehen kann. 
Herr Winternitz hebt jene Seite der Untaug- 
lichkeit aus Mangel an Beſchäftigung ſcharf her- 
 
| vor. Er beobachtete, wie das erſte, zweite und
	        

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