Full text: Jahrbuch für das Volksschulwesen (3)

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und bürgerlichen Zuſtandes der Juden hegt, erreicht 
werden, wenn man dabei auf ein bereitwilliges Ente 
gegenkommen von ihrer Seite warten will. 
Das dringendſt? und nächſte Bedürfniß, fär 
welches geſorgt werden muß, iſt eine angemeſſene 
Einrichtung der für ſie beſtimmten Schulen. Von - 
vielen Seiten wird anjekt dieſe Sache zur Sprache 
gebracht. Allein wenn zleich die Einſichtsvolleren 
unter den Juden ſelbſt darauf bezügliche Veranſtals 
tungen zu wünſchen “<heinen, ſo läßt ſich doch von 
der größern Maſſe nicht hoffen, daß ſie aus freier 
Entſchließung ſich zu Einrichtungen verſtehen werde, 
die zum Zwee haben, ſie dem verwahrloſeten Zus- 
ſtande zu entreißen, in welchem ſie ſich befindet. Es 
wird vielmehr nöthig, von Seiten der Regierung mit 
Ernſt und Nachdru> zu verfahren, und die beſtehen- 
den Geſeke gewähren dazu einen hinlänglichen An- 
halt. Es kommt nur darauf an, daß folgende 
Punkte, nachdem ſelbige zur öffentlihen Kenntniß 
gebracht ſind, mit nachhaltigem Ernſt und nöthi- 
genfalls dur<g angemeſſene Strenge ausgefährt 
werden. 
1) daß, wie (nach A. L. R. Il. 132. 5. 43.) jeder 
Einwohner, ſo auch die Juden, welche den nös- 
thigen Unterricht für ihre Kinder in ihrem Hauſe 
nicht beſorgen können, oder wollen, ſchuldig ſind, 
dieſelben nach zurükgelegtem fänften Jahre zur 
Scnle zu ſchien.
	        
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