Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 17.1865 (17)

4? 25. 
! 
D NT 
d 
Allgemeine 
€ L eh Fer 30f 
einene annere wen wanuten 
Herausgegeben von A. Berthelt, 
Unter Nitwirkung von Ferd. Schnell. 
1865. 
eee EN EEE weed 
"Heis, 
% 
 
Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich 19 Thlr. 
Anzeigen für den Rawn einer geſp. Petitzeile 12/, Ngr. 
Literar. Beilagen 1/5---3 Thlr. -- Beſtellungen nehmen 
alle Buchhandlungen und Poſtämter au. 
Sonntag, den 18. Juni. 
Aufſätze über zeitgemäße Themate u. Mittheilungen 
über Schul- und Lehrerverbhältuiſſe ſind willkommen. 
Schriften zur Necenſion find unbere<hnet einzuſenden 
und findet eine Rüdſendung derſelben nicht ſtatt. 
 
 
emen Weer wrmermtmmennrmem eden temen derten 200 eres mm mmm em egen im ame ungen met m menu m mmm 
Pestyruss 
an die XY, allgemeine deutſche Lehrerverſammlung in Leipzig. 
Frühling iſt's im Lande worden; 
Lenze3hauch und Sonnenſc<ein 
Laden rings an allen Orten 
Blüth' und Frucht zum Kommen ein. 
Welch ein neues friſches Leben 
Ueberall in Flur und Wald ! 
Welc< ein Drängen, welch ein Streben, 
Welc< ein Ringen nach Geſtalt ! 
Hin zum Lichte ſtrebt des Baumes 
Knoſpe, wie des Graſes8 Halm 
Und zur höchſten Höh' des Raumes 
Scwingt ſich auf der Lerche Pſalw. 
Voll des neuen Lebens ſprengen 
Schmetterlinge ihre Gruft 
Und aus offnen Blüthen drängen 
Lenzhauch fich und würz'ger Duft. 
Ueberall ein fröhlich Streben ! 
Blüth und Blatt und Duft und Lied 
Sagen Dir : Nur da iſt Leben, 
Wo iman Kraft und Regung ſieht. 
„ Leben iſt Streben.“ 
- Dr. K. Vogel. 
Bring' auch uns ein neues Leben 
Dieſe friſche Frühlingszeit ! 
Frohem Ringen, kräft'gem Streben 
Sei dies hehre Feſt geweiht. 
Mögen Knoſpen ſich entfalten, 
Blüthen ſich dem Lichte weihn ! 
Und der Herr darüber walten, 
Daß zu Früchten ſie gedeihn ! -- 
Ihm, der in dc3 Streben3 Fülle 
Labung fand und Lebensgluth, 
Ihm, dem Theuren, deſſen Hülle 
Jett in Leipzigs Erde ruht, 
Ihm, de38 Bundes Vielgetreuem, 
Klinge heut ins ſtille Grab 
Als des Bundes Spruch von Neuem 
Der hinab, den er uns gab: 
 
| Vorwärts ! Rüſtig, ohne Beben 
Vorwärts mit der Zeiten Flucht ! 
| Denn das Streben erſt iſt Leben 
Und im Ringen reift die Frucht. 
Albert Richter. 

	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.