Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 17.1865 (17)

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ad 1. 
männer , ſondern auch für Solc<e, die ſi< überhaupt für Hiſtori- 
ſches , ſpeziell Induſtrielles intereſſiren. 
ad 2. Sehr wohlgemeint. 
und Erzieher beherzigen. 
ad 3. 
Lehrenden, der allerdings die Sache ſtudirt haben muß, kann aus 
dieſem Kompendium etwas machen. Und die ;Sache verdient es. 
Es muß eine Lebensaufgabe, namentlich für den Seminarlehrer 
ſcin , ſeinen Schülern ein ſolches Leben aufgehen zu laſſen. 
ad 4. Verdient die Beachtung ſeiten der Herren Geſanglehrer, 
weil das Büchlein aus gutem Denken hervorgegangen und Keime, 
Winke und Anregungen enthält, die für die Zulunft ergiebig werden 
tönnen. 
jetzt werden können. 
ad 5.1. 6. 
Ein ſehr intereſſantes Büchlein , nicht blos für Fach- 
loge ſei. Wor andern ihm gleichen Bewerbern erhält ein 
ſolcher den Borzug. 
Möchten es viele Aeltern, Lehrer . 
Kurz, aber inhaltreich, gehaltvoll. Das Wort des 
Die Geſangſtofſe hätten hie und da dur< paſſendere er- 
Enthalten des Leſen8- und Beherzigenöwertben 
nach wie vor allewege. = Dem Herausgeber der erſtern Zeitſchrift / 
(Urania), leider zu früh vor einigen Menden verſiorben, rufen wir 
Übers Grab noc< Dank wezen jeinex Verdienſte um Schule und . 
Kirche und ein herzliches „Ruhe ſanfte“ in dem Frieden, den die . 
Erde Dir nicht geben konnte! 
Leipzig. Noob. Schaab, L. 
 
Briefkaſten. 
Herrn Th. in B. u. Herrn Z. in L. Der Ab- - 
Druc> wird erfolgen, fobald bie Protokolle der Leipziger Verſamm=- - 
lung uns Raum laſſen. =-- Herrn F. in W. Zum Studiren Ihrer 
Arbeit ſind wir noc<h nicht geiommen. 
und die Anzeige ihres Cingaug2. 
 
Herrn H. in B. Auf Ihren 
Brief vom 1. Mai au die Verlagshandiung tie Bitte um Geduld. . 
Cs war uns uicht mögli , Ihre Fragen eber . 
-- Herm N. in C. 
zu beantworten. 
Dr. H. in K. 
 
Die Tage haben zu wenig Stunden. -- Herrn 
Ihren Brief haben wir an die Verlagshandlung 
Bor der Hand nur Dank 
gejendet, da wir mit Expedirxung der Zeitung nichts zu thun haben. 
--- Herrn D. in V. Wer an der Spitze des Hanns&verſchen Lehrer- 
vereins ſicht, wiſſen wir nicht. 
Es wäre gut, wenn die Vorſtände - 
der Landes- und Provinzial - Lehrervereine ihre Adreſſe bei der - 
Redaktion der deutſchein Lehrerzeitung miederlegten. 
darum gebeten haben. =- Herrn W. in D. Iſt gar nicht möglich; 
viel zu lang. = Herrn G. in A. Bitte, nehmen Sie ſich cin 
Muſter an dem Auffatze : „Die Volk8ſ<ulen Oeſterrei<s“ in Nr. 27. 
--“ Herrn S. in K Die „Pflanzenfunde“ 20. iſt nicht von uns, 
Wir wollen 
ſondern durch jede beliebige Buchhandlung von Jul. Klinkhardt in | 
Leipzig zu beziehen. Von dem „Handbuche für Schüler iſt die 
letzte Auflage noch ſehr neu. = Herrn I. in B. Wir haben nie die - | nt 1e, Jer 1 ; 
Förderung der Erziehungswiſſenſ|<aft, und ihre Tendenz iſt: hin- 
Abſicht , Jemanden zu beleidigen , die Redaftion muß ſich aber ihre 
Selbſtſtändigkeit wahren. Uebrigens gilt uns der Grundjaß: 
Gründe gegen Gründe. Unbegründete Raiſonnements können wir . 
nicht aufnehmen. Man verlangt viel von uns, will aber ſelber 
nichts bieten. = Herrn U. in D. Desgleichen. Wir haben gern 
einen Theil unſerer Zeit dem Ganzen gewidmet, mögen Andere 
auch ſo bereitwillig ſein. Jeder Tropfen hilft das Maß füllen. 
Gibt es in einer ſo zahlreichen Berſammlung nicht Einen, der ſich 
einer Mühe unterziehen will ? Wir können doh keinen Korreſpon= 
denten hinſenden! -- 
 
Änzeigen. 
Die evangeliſ<e Gemeinde zu Bitala bei Bielitz ſucht 
für die erledigte Rektorſtelle an ihrer Schule einen ent- 
ſprechenden Mann. 
Er hat Unterricht zu ertheilen in der Religion, in der 
deutſchen Sprache, im Rechnen mit Cinſchluß der Anfänge 
aus der Geometrie und in den ſogenannten Realien, worin 
auch die erſten Clemente der Phyſik mit einbegriffen ſind. 
Dieſer ganze Unterricht iſt, mit alleiniger AuSnahme von 
ein paar Religionsſtunden , in der höchſten Klaſſe der Schule 
an Kinder von 12 bis 14 Jahren in wöchentlic< 24 Stunden 
zu ertheilen. Cs iſt, wenn ſchon nicht unerläßliche Bedin- 
gung, ſv doh ſehr wiünſchenswerth, daß der Mann ein Theo-= 
Verantworti. Redatteur: Scbuldirektor A, Bertbeit in Dresden. 
„Die Stelle iſt mit einem fixen Gehalt von 700 fl. dotirt, 
welchem nach Ablauf von dret Jahren ein ac<tes Hundert 
zugelegt wird. Sie ha“ überdies ein Nebeneinkommen von 
beiläufig 100 Gulden, dazu den Genuß einer angemeſſenen 
freien Wohnung im Schulhauſe. 
Bewerber wollen ihre Geſuche gefälligſt richten an 
das Presbyterium der Gemeinde Biala. 
Im Verlag von Julius Klinkhardt in Leipzig iſt ſo= 
eben erſchienen: 
"Rede an der neuen Gellerkſtalue 
im Roſenthal zu Leipzig. 
Gehalten den 7. Juni 1865 bei der XY. Deutſchen Lehrer= 
verſammlung 
von 
Dr. GÖ. Fricke. 
geh. Preis 2 Ngr. 
 
So eben iſt erſchienen und dur< alle Buchhandlungen zu be- 
ziehen: | 
Pädagogiſche Bauſteine 
für Leiter, Lehrer und Freunde der Schule: 
1. Ueber die bleibenden Früchte der Bolksſ<ule , eine gekrönte 
Preisſchrift. 
II. Das Veränderliche und das Bleibende in der Pädagogik. 
III. Der Lehrer und ſein Ideal. | 
IV. Das Aufſichtsre<ht der Kirche über die Schule. 
V. Unfere Schulſtrafen vor dem Nichterſtuhle der Humanität. 
Von 
Guſtav Fröhlich, 
Rektor zu Raſtenberg im Großherzogthum S. = Wennar. 
Dieſe Schrift enthält neue, ſehr beac<tenswertbe Beiträge zur 
 
zuwirken auf Emporhebung der Volksichule zu einer wahren Er- 
ziehungsanſtalt, auf die innere und äußere Selbſtſtändigkeit des 
. Lehrerſtandes, auf eine würdevolle Stellung der Volksſchule andern 
 
Faktoren der Civiliſation gegenüber, auf eine, der menſc<lichen 
Würde entſprechende , humane Behandlung der Zöglinge. 
C8 werden „Bauſteine“ zum Tempel des Kultus geboten, 
welche der wahren Bolks3veredlung im Sinne des beſonnenen Fort= 
ſchrittes dienen. Die Behandlung der obgenannten Zeitfragen und 
die daran angereihten Vorſchläge ſind originell. Gründlich und 
gerecht iſt beſonders die Abhandlung über die ſogenannte „Cman=- 
zipationsfrage.“ Dieſelbe wird von vier Geſicht8punkten aus be= 
leuchtet; die Vorſchläge zu ihrer Löſung ſind neu und zwe>mäßig. 
Zwei Zugaben ſind dem Werke beigefügt: 
1) Die Grundzüge des prozektirten preußiſchen Unterric<ts8ge- 
ſetzes, 2) das neue Schulgeſetz S. = Gotha's im Jahre 1833. 
Das Buch empfiehlt ſic< beſonders für Schulbehörden, Land= 
tag8abgeordnete, Sc<ulvorſtände, Lehrer und angehende Scul- 
männer. Es umfaßt in groß Oktav 81, Drubogen (134 Seiten). 
Preis 121/53 Sgr. (Dieſe Schrift gab namentlih mit Veranlaſſung 
zur Anregung der Schulfrage im Großherzogthum S. = Weimar.) 
Joh. Friedr. Saerecke, 
Hofbuchhandlung in Eiſenach. 
 
Für S<leswig - Holſtein eingegangen: 
9 Thlr. 20 Ngr. aus O. in B. dur< Herrn C. B. aus O. Herz- 
lich dankend 
Leipzig. 
Druck und Verlag von Julius Klinkbardt in Leipzig. 
Dr. Sornemann.
	        

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