Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 17.1865 (17)

werden wollen , dargereicht von Dr. Steinberg. Halle, Buch- 
bdlg. des Waiſenhauſes. 1864. 88 S. 8. geh. 10 Ngr. 
Enthält ein ausführliches Spruchbuch zum kleinen Katechis- 
a Der Ertrag ift für den Peſtalozziverein der Provinz Sachſen 
eſtimmt. <= 
Bibliſche Geſchichte. Der heil. Shriſt nacherzählt und erläutert 
von 3. H. Kurt. 11. Rift. Bein I. A. Wohlgemuth. 
1864. VIN. 262 S. 8. 10 Ngr., in Partien von mindeſtens 
25 Exempl. direkt gegen baar bezogen 3 8 Ngr. 
Cine erprobte Zuſammenſtelkung der bibliſchen Geſchichte mit 
einzelnen, das Verſtändniß vermittelnden Erläuterungen, aber auch 
hin und wieder mit Ausdeutungen , welche ni<t ohne Widerſpruch 
geblieben find. 
Die Brücke des Heils. Von Ferd. Adolf Gelb>e. Leipzig, Jul. 
Klinkhardt. 1865. 29 S. gr. 8. 71/5; Ngr. 
Die ſchöne und bedeutungsvolle Sage , wie Seth ſeinem fter- 
benden Vater Adam einen Zweig vom Baume des Lebens holte, 
der dieſem eine ſelige Sterbeſtunde bereitete , und wie aus dieſem 
weige ein Baum emporwuchs , aus deſſen Stamme ſpäter das 
Kreuz Chriſti gezimmert wurde, iſt von dem Verf. zu einem lieb- 
lihen Gedichte bearbeitet worden, welches hier in ganz vorzüglicher 
Ausſtattung vorliegt und welches wir Freunden einer finnigen reli- 
giöſen Dichtung angelegentlich empfehlen. 
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weiter verbreitet zu werden, dann iſt einer meiner lebhafteſten 
Wünſche und die Pflicht der Dankbarkeit erfüllt. 
Lauenburg in Pommern am 12. Septbr, 1864. 
I. Kühnemann, Lehrer. 
ich Soeben iſt erſchienen und durch „alle Buchhandlungen zu be- 
ziehen: .. | 
Enchiridion der bibliſchen Geſchichte oder Fragen zum 
Verſtändniß und zur Wiederholung derſelben. Von F. 
W. Dörpfeld, Hauptlehrer in Barmen. 32/4 Bogen, 
geheftet. Preis 32/5 Sgr. 
Der Herausgeber des weitbekannten Evangeliſchen Schul- 
blattes bietet in vorliegendem Hefthen eine vorzügliche Frucht ſeines 
Fleißes dar, welche zugleich, da fie früher bereits als Manuſcript 
unter Freunden vertheilt war, durc< mehrjährige Praxis ſchon er- 
probt worden iſt. Das Enchiridion hat die Beſtimmung, neben 
den bibliſchen Hiſtorien den Kindern in die Hand gegeben zu wer- 
den und auf ein tieferes Verſtändniß der heiligen Geſchichten hin- 
zuwirken. Als Einleitung und Vorwort wird die dem Januar- 
heft des „Evangeliſ<hen S<ulblattes“ beigefügte Abhandlung: 
Ein Wort über Zwe>, Anlage und Gebrau< des 
End<iridion 2c. denen, die ein Intereſſe dafür haben, gratis ver- 
abfolgt. 
C. Bertelsmann. 
 
 
FE 
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Anzeigen. 
(Verſpätet.) 
Meinen Herren Kollegen zur geneigten Beachtung 
empfohlen! 
So oft auch ſchon in dieſem Blatte der Lairit'ſchen Wald - 
woll=-Erzeugniſſe empfehlend gedacht wurde und ſo gewiß 
dieſe herrlichen Artikel, durch mich in hieſiger Gegend eingeführt, 
ſich bei gichtiſch rheumatiſchen Zufällen aufs Vollſtändigſte bewähr- 
ten, ſo dürfte do< der nachſtehende Fall, zu deſſen Veröffentlichung 
ich mich berufen fühle, beſonders für meine Herren Kollegen auf 
vem Lande des8halb von hohem Intereſſe ſein, weil ärztliche Hilfe 
da nicht immer gleich zur Hand iſt. -- 
Mein 8 Jahr alter Knabe we>te mi< vorigen Winter durch 
ein für<terlich hohl klingendes Huſten und gewaltiges Röcheln aus 
dem erſten Schlafe, das arme Kind ſchnappte dabei ängſtlich nach 
Luft und konnte kaum einige vernehmlihe Worte ſprechen. Was 
ihn befallen , war ſofort zu erkennen. Er hatte die Bräune -- eine 
Krankheit, die ſhon manches theure Leben gekoſtet, manchen Ael= 
tern tiefe und ſ<merzliche Wunden geſchlagen hat. Groß war 
meine Angſt, no< größer die Verlegenheit, in welcher ich mich 
mitten in der Nacht befand. Auf dem Sprunge, einen Arzt zu 
rufen, griff ic< zunächſt und weil Noth erfinderiſ< macht , zu dem 
Latritz'ſ<en Waldwollöl, rieb dem kleinen Patienten den Hals tüch- 
tig damit ein, umwicelte denſelben no< mit Waldwollwatte, gab 
vem armen Jungen alsbald einige Tropfen Waldwollöl auf Zucer 
ein, und o welche Freude! der Knabe bekommt alsbald Luft, es 
tritt Schweiß ein, der Huſten legt ſich gänzlich , nach einer Stunde 
folgt ruhiger Schlaf, der Liebling meines Herzens iſt ſichtbar ge- 
rettet und noh danke ich Gott dafür. 
..t haben ſich ſeit jener Nacht andere Zuſälle ähnlicher Art 
gezeigt , ſind aber jedesmal durch bloßes Umhüllen des Halſes mit 
Waldwollwatte, welche ih tüchtig mit dergl. Oel einſprengte und 
den Hals damit umlegte , in kürzeſtex Zeit gehoben worden. 
Welche wichtigen Dienſte alſo die vorgenannten Artikel leiſten, 
geht aus eben Geſagtem genugſam hervor, und weil die Lairitz'ſche 
Fabrik in Remda in Thüringen, da wo ſich keine Niederlage be- 
findet, auG an Privatleute verſendet und billig und reell bedient, 
jo ſollte es keine Familie unterlaſſen , ſi einen kleinen Vorrath 
dieſer Artikel als Hausapotheke zuzulegen. Preiskourante über- 
mittelt die Fabrik, joviel mir bekannt, franko gegen franko. 
Wenn vielleicht, ih ſage vielleicht, dieſe meine wahrheits8ge- 
treue Mittheilung für geeignet befunden wird, dur< die Preſſe 
 
 
 
Gütersloh, im Januar 1865. 
Durch alle Buchhandlungen ſind zu beziehen: 
Melos, 3. G., Naturlehre für Bürger= und Volks- 
ſchulen, ſowie die untern Klaſſen der Gymnaſien. 
Sechſte Auflage. Dur<hgeſehen und beſonders in 
Hinſicht auf die phyſikaliſ<en und aſtronomiſchen Elemen- 
tarkenntniſſe berichtigt und vermehrt von Dr. E. F. 
Auguſt, Direktor am Realgymnaſium in Berlin. Preis 
20 Sgr. 
Thuſius, F. A. K., Volksnaturlehre oder das Wiſſens- 
wertheſte von den Urſachen und Wirkungen in der Natur. 
Zum Gebrauch für niedere Volks=, beſonders für Land= 
ſchulen und zur Belehrung für den Bürger und Land- 
mann, mit Berückſichtigung der neueſten Beobachtungen 
und Erfindungen. Preis 5 Sgr. | 
Zeh, Dr. Chr., Anweiſung zum wahren Kopſ- oder 
Denkrechnen mit Benutung der Einertafel für Land= und 
niedere Stadtſchulen. Vierte vermehrte und verbeſſerte 
Auflage. Preis 5 Sgr. Mit Einer= und Zehnertafel. 
71/3 Sgr. 
(Verlag von Heinrich Franke in Freyburg a/U.) 
CE 
 
Für Sc<hleswig - Holſteins Lehrer : 
1Thlr. von Hrn. Reichardt in Dresden. Herzlichſt dankend 
Dr. Sornemann. 
 
Briefkaſten. Herru L. in S. Ihr freundliches Anerbieten 
iſt uns ſehr erfreuli<h und wir ſetzen voraus, daß der betr. Aufſatz 
für unſer Blatt geeignet iſt, bitten daher um gef. Zuſendung. -- 
Herrn G. in Ch. Sie entſ<uldigen wohl, wenn die Aufnahme 
nicht ſofort exfolgt. Für den Schluß Ihres Briefes freundlichen 
Dank! -- Herrn C. in C. Mit beſtem Danke in Empfang genom- 
men. -- Herrn N. in D. Sie werden gefunden haben. Uebrigens 
Geduld! -- Herrn F. in B. Mittheilungen über Shulverhältniſſe 
ſind uns immer willkommen. -- Herrn H. in H. Schönſten Dank! 
 
Drudfehlerberichtigung. In Nr. 7 S. 49 Spalte 2 Zeile 1 
ſoll es ftatt „was niht“ == „was einſt“ heißen; Zeile 7 ſtatt 
„vahnt' -- „bohrt“; Seite 50 Spalte 1 Zeile 4 v. u. ſtatt „Iphy= 
genie“ = „Iphigenie“; Spalte 2 Zeile 12 ſtatt „ſparodiſch“ -- 
„1poradiſch.“ 
 
Verantwortl. Redakteur: Schuldirektor A, Berthelt in Dresden. 
Druck und Verlag von Julius Klinkhardt in Leipzig. ZS 
zG Hierzu eine Beilage von H. A. Pierer in Altenburg.
	        

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