Full text: Beiträge zur Erziehungskunst, zur Vervollkommnung sowohl ihrer Grundsätze als ihrer Methode - 1.1803 (1)

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erfordert? =“ I< antworte mit Ja, im Namen 
aller derer, welche dieſe Zeilen leſen. Denn wer 
wäre unter uns wohl ſo ohne Sinn für das Wohl 
ſeines eignen Geſchlechtes , ſo ohne Theilnahme an 
dem ſprachloſen und doch ſo beredten Iufſtreben der 
Menſchheit im Kinde, daß er nicht den Aufruf in 
ſeinem Innern, hier weiſe mitzuwirken , fühlen, 
und dem Drange des Wohlwollens, Wohlſeyn zu 
beſördern, gern. folgen ſolite? Und daß zugleich die 
Stimme der Pflicht gebietet, wozu wir uns jekt 
aus freier Neigung bejtimmen , dieß wird der Ver» 
folg unſrer Unterjuchung jeibjt einleuchrend zeigen, 
Was wir, die Erwachſenen, jekt ſind , das wird 
der neue Ankömmling in unſerer Mitte werden ; wir 
waren, was er iſt. Welche Mannigfaltigkeit von 
Kräften und Fertigkeiten, welche ſich in einem Je- 
den von uns ettwicelt haben! In ihm kaum eini- 
ge Zeichen zur Ahnung, daß er ſich dereinſt über die 
Begierde des Irdtſchen durc< Vernunft zu erheben 
geſchaffen ſey. Wie entfalten ſich nun in ihm die 
Fähigkeiten, welche ihn nachher als Menſchen ein- 
zig ſeyn laſſen in ſeiner Art? Bringt er von ih- 
nen bereits einen Theil mit in das Leben , welches 
er beginnt? oder iſt das Getjiige in ihm blos eine 
Anlage, das heißt, blos eine Einrichtung oder 
Vorkehrung in ſeinem Weſen, durch welche nach 
einiger Zeit Kräfte in ihm ſich regen werden, welche 
anderer Art ſind, als die übrigen Kräfte der den
	        

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