Full text: Beiträge zur Erziehungskunst, zur Vervollkommnung sowohl ihrer Grundsätze als ihrer Methode - 1.1803 (1)

zumanan 2 zufſmgd 
nun beginnt die Natur den organiſchen Kreislauf 
ſeines Geſchle<tes von neuem. Eine zweite Gene- 
ration entſtehet, und abſichtlich oder abſichtlos wir- 
ket der , welcher die erſte durchſchritten hat, zu der 
allmählichen Bildung der zweiten mit, Aber es iſt 
nicht gemäß der Ordnung „der Natur, daß ein Er- 
wachſener irgend etwas ohne Abſicht thnue, Und ſo 
trete auch Keiner neben dem Neugebornen auf, und 
ſage : was will dieſes Kind? iſt es doch nicht das. 
meine! Dein oder eines Andern Kind, es will eri 
zogen feyn 3 und es wird erzogen durch alles, wo»- 
von es umgeben iſt, es wird, ſo lange es neben dir 
lebet, auch durch dich erzogen. Es verkentte es alſo 
Keiner , wozu ihn die Natur ſelbſt unfehlbar beſtimmt 
hat; jeder Erwachſene neben dem Minderjährigen iſt 
von Natur ein Erzieher deſſelben: er ehre dieſen 
Wink, und adle den Willett der Unerforſchlichen 
durc< freie Wahl; ex erlaube ſich nie vor den Au- 
gen des Unmündigen, was er misbilligen würde, 
wenn er burc< nähere Verhältniſſe zu deſſen beſons- 
derem Führer berufen wäre; es mache ein Zeder es 
ſich zur Beſtimmung, ſo wies er von Andern etzo»- 
gen ward, gewiſſenhaft aum; wieder Andre zu er- 
ziehett, 
Und welch' eine Beſtimmung! =" Zh neide 
dem Manne ſein Loos, welchen elgene Kraft und 
äußere Vortheile auf einen Pojien ſtellten, wo er 
Tauſenden in einzelnen Fällen hölfreic< werden, die 
Summe des Elendes unter den Menſchen merklicher
	        

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