Full text: Freimüthige Jahrbücher der allgemeinen deutschen Volksschulen - 5.1825 (5)

152 Literatur. 
- . wollen; es bleibt alſo nic<ts für einen inneren Unterſcheidungt- 
grund der mebrerſei Volksſchulen übrig, und die volltändize Bür- 
gerſchyle iſt als das Jdeal für alle dir andetn Volksſ<hulen anzu- 
nehmen. Allein die Welsheit der Schulrkgierung verlangt aller- 
diyg8, daß man 'nac< Ort und Zeit alles einrichte, und nicht 
dürch Idealifiren überbilde und verderbe. In dieſer Hinſicht findet 
' Nec. wieder die Eintheilung dieſes würdigen Schul-Obern praktiſch 
und angemeſſen. ==“ Es folgt hierauf eine Abhandlung von Hen. 
C. B. Schult, Lehrer am Scull. Semin. zu Stettin: Grund- 
ſätze und Plan des Hriſtlichen Religions -Unter- 
richts in Volksfc<hulen, welhem Rec. mit ganzem Herzen 
beiftimmt. Der Lehrer ſoll ſeib| ein Chrift im recht eigentlichen 
Sinne des Worts ſeyn, und beſonders aus der beil. Schrift zu 
lehren verſtehen. Freilich wird die Demuth und das Zurückführen 
auf Gottes Wort der Oppoſition nicht gefallen , die das als Myo 
ſticißktmus und Rückſchritt. zur Verfinferung ausſchreien md<hte, 
"darum aber das wahre kicht des Evangeliums do< nicht durc< ihren 
Schein verdrängen wird. =- Die gediegenen Abhandlungen dieſes 
- Hefts ſind Lehrern und Obern zum Lefen zu empfehlen ; aber auch 
das Statiſtiſche gewährt ein allgemeines Intereſſe. Es giebt nac< 
den angefügten Tabellen in der Preußiſchen Monarchie 2,462 fäd- 
tiſche Schulen mit 3,745 Lehrern, und 17,623 kandſchulen mit 
-48,140 kehrern. Die Tädelle über die Unterhaltungskoßten laſſen 
wir bier abdruen , weil dieſe |tatiſtiſhen Notizen unmittelbar im 
Zwe unſerer Zeitſchrift liegen. Die Schulordnungen, welche 
wir bier finden, werden wir in unſerm nägſten Heft aus gleichem 
Grunde mittbeilen, 
S< wart 

	        
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