I.
Das Gefühlsleben in der Literatur des
18. Jahrhunderts.
Mit Rückgicht auf Biedermanns Deutschland im
18. Jahrhundert.
Mit dem Stoff, worauf das Thema hinweist , habe ich mich in
einer viel früheren Zeit beschäftigt, und ich würde auf ihn kaum zurück-
gekommen Sein, wenn ich nicht zufällig das Buch von B. gelesen hätte,
Es erregte in mir den Wunsch, mir über die Bedeutung des Stoffes
klar zu werden, namentlich auch nach Seinem Verhältniss zur unterricht-
lichen Concentrationsreihe. So gering nun auch die Ausbeute sein mag,
30 las8e ich doch hier folgen, was ich darüber im Leipziger Localverein
vorgebragen habe. Dabei habe ich freilich manches Schon oft Gegsagte
und anderes, was mir Biedermann dargeboten hat, wiederholen müssen.
Bekanntlich ist auf dem ästhetischen Gebiete Lessing,
auf dem etbhischen Kant der erste Denker Deutschlands
gewesen, der die in dem betreffenden Gebiete liegenden Ver-
hältnisse auf Begriffe zurückführte. Den Begriffen, welche
Sich auf absolute Werthschätzung beziehen, Steht aber nicht
bloss immer das Gefühl zur Seite, es geht ihnen auch
voran. So ist es bei dem „Einzelnen und 80 muss es auch
im Grosgen Sein, da hier diegelben Gegetze gelten. Daher
war es natürlich, dass dem Zeitalter LesSing's und Kant's
eine Periode der Literatur vorausging, in der das Schöne,

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