Ul
Der Unterricht
in der lateiniSchen Grammatik
Von
Eugen Bolis, k. Kk. Profesgor, Brüx (Östreich)
Der VerfasSer der „Bemerkungen zum lateiniSchen
Grammatik-Unterricht“ im 47. Jahrbuch Stützt Seine Aus-
führungen auf einen für ungere Zeit, in welcher die
Schlagwörter Pergönlichkeitspädagogik und Erziehung zur
Tat herrSchend geworden Sind, wieder höchst bedeutungsvoll
gewordenen AusSpruch Fichtes, in welchem der grosse
deutsche PhiloSoph die Forderung erhebt, Selbsttätig habe
der MensSch zu Schaffen bei der Entwerfung Seiner Gedanken-
bilder, die keineswegs blosse Nachbilder der Wirklichkeit
Sein, Sondern fähig gein Sollen, Vorbilder dergelben zu
werden. Zuerst freute ich mich über die verheisSungsvolle
Einleitung; ich hegte keinerlei Begorgnis betreff der
FührersSchaft der Lektüre im gesSamten Sprachunterricht
und erwartete mit Zuvergicht, der VerfasSer empfehle eine
Gestaltung des Grammatikunterrichtes, die eine leichtere
und Schnellere, eine automatisch-Selbsttätige ErfasSung der
LesSestoffe möglich erscheinen lasse; ich glaubte, er be-
fürworte die Gewöhnung der Schüler an das unmittelbare
Verstehen gehörter oder gelesener lateinischer Worte und,
wie dies in den neuen - öSterreichiSchen Lehrplänen für
Gymnasgien und achtklasSige Realgymnagien aus den Jahren
1908 und 1909 modernen Ansichten gemäss angestrebt
'wird, er befürworte auch deren Gewöhnung an die Mit-
teilung eigener Gedanken in lateinischen Worten; allein
ich Sah mich in meinen Erwartungen nicht wenig getäuscht.
Der VerfasSer tut des VerhältnisSSes des Grammatik-

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.