Full text: Pädagogisches Archiv - 8.1866 (8)

 
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Joſephs Beiſpiel 1. Moſe 37. -- S. 45. Sehr verſtändig ſind die 
Vorſchläge und praktiſchen Anweiſungen in Bezug auf das achte Gebot 
(„Gutes von ihm reden“). =- S,., 58. Die Verwendung der Engel durch 
Gott zum Scuße derer, wel<he de8 Schuße8 am meiſten bedürfen, 
namentlic< der Kinder, Matth. 18, 10, wie (nach Anm. 1) au die 
Eltern der Dienſtboten bedürfen beſonders für die kleinen Kinder. -- 
S. 59. Vergleichung der Erde mit einem Hauſe, „und ihrer Erſchaffung 
mit deim Bau eines Hauſes. -- S, 72. Beiſpiele von wunderbarer 
Errettung durch Gottes Macht. -- S, 73. Veranſchaulichung der 
Unendlichkeit der Liebe Gottes zu den Menſchen mit der innigſten Liebe 
der Eltern zu den Kindern. -- S. 84. Die Vereinigung beider Na- 
turen (der göttlichen und menſchlichen) in Chriſto veranſ<haulic<t durc< 
das Bild des Eiſen8, wel<e8 dur< Feuer ganz durchglüht iſt, -- 
S. 89. Das Sißen zur ZRechten Gottes, als Ehre, göttliche Ehre 
nach ſiegreich vollbrachter That, wie ein König nach glücklich vollen- 
detem Kriege ſich zur friedlichen Regierung ſeines Landes auf ſeinem 
Throne niederlätzt : dagegen Stephanus (Apoſtelgeſch. 7, 55) ruft: „Siehe 
iM jehe den Himmel offen und des Menſchen Sohn zur Rechten Gottes 
ſtehen“ und Paul Gerhard ſingt „O Haupt voll Blltt und Wunden“ v. 9: 
„Wann ich einmal ſoll ſcheiden, 
So ſcheide nicht von mir, 
Wann ich den Tod ſoll leiden, 
So tritt du dann herfür u, ſ. w.“ -- 
S. 90. Gott ſtraft nicht gleich die erſten Anfänge der Sünde, 
ſondern wartet erſt ab in ſeiner Geduld, um dem Menſchen Zeit zur 
Buße zu geben (2. Petri 3, 9), bis die Sünde reif iſt zum Gericht 
(Math. 24, 12), gleih wie ein Arzt ein Geſchwür des Leibes erſt 
reif werden läßt, ehe er es aufſticht und beſeitigt. S. 95. Bekannter 
iſt der Vergleih unſerer Sünden mit einem Sculdbrief, den der 
Schuldner erſt zurük bekommt, wenn er ſeine Schuld bezahlt hat. -- 
Aber dieſe Vekgleihung iſt von dem Herrn Verf. zu recht klarer Ver- 
anj<haulichung bis ins Einzelne durchgeführt 2. Cor. 5, 19. Col. 2, 
13, 14, 5. Moſe 31, 26. -- E3 hätte auch das Gleichniß von den 
beiden Schuldknehten herangezogen werden können; Ev. Math. 18, 
23-35. Etwas bedenklich erſcheint uns S. 101 und 102 die Erläu- 
terung der Erlöſung durc<h die Vergleihung mit der Heilung eines 
leiblic<h Kranken, theils weil ſie dadurc< zu äußerlich aufgefaßt werden 
kann, theils weil die eigentliche Bedeutung der Erlöſung zu ſehr in den 
Hintergrund gedrängt wird, = Viel deutlicher und angemeſſener iſt 
die Vergleichung der Wirkungen des heiligen Geiſtes mit den Wirkungen
	        

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