Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

 
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- 89 = 
Indem die Commiſſion von der ihr durc< den Vertreter des 
fönigli<h preußiſchen Cultusminiſter8 mitgetheilten Abſicht des 
leßteren, dem Unterri<t in der Mathematik und in den Natur» 
wiſſenſchaften auf den preußiſchen Gymnaſien in naher Zeit 
eine höhere EntwiFelung zu geben, Kenntniß nimmt und in 
der Erwartung, daß dieſe Reform mindeſtens in dem geplanten 
Umfange möglichſt bald in allen Bundesſtaaten dur<geführt 
werde, ſtimmt dieſelbe der Ziffer 1 von 8. 4 des Entwurfs 
einer Bekanntmachung betreffend die ärztlihe Prüfung bei. 
Da3 heißt, ſie iſt der Anſicht, daß zur ärztlichen Prüfung nur 
zugelaſſen werden ſolle, wer das Zeugniß der Reife an einem huma- 
niſtiſhen Gymnaſium des deutſhen Reiches erlangt hat, 
Da hiermit einerſeits für die Entſ<heidung der Frage offenbar 
no< nicht das lezte Wort geſprochen war, andrerſeit38 der Aufſchub 
das in weiteren Kreiſen bereits dafür erwachte Intereſſe abzuſtumpfen 
drohte, hielten die Realſchulfreunde es für angemeſſen, auch dem preu- 
ßiſchen Abgeordnetenhauſe Gelegenheit zu geben, zur Realſc<hulfrage 
Stellung zu nehmen und damit zuglei<ß ihrer endlichen Erledigung 
durc< das preußiſ<he Unterricht8geſeß vorzuarbeiten. Sie richteten an 
das Abgeordnetenhaus die Bitte : 
das hohe Haus wolle bei der Königlihen Staatsregierung 
dafür eintreten, daß dieſe im Bundesrathe de8 deutſchen 
Reiches bei Feſtſtellung der neuen ärztlihen Prüfungsordnung 
ihren Einfluß für die Zulaſſung der Abiturienten der Real- 
ſhule 1. Ordn. zur ärztlihen Prüfung geltend made. 
Dieſe Petition wurde von der Unterrichts-Commiſſion des Land“ 
tages in der Sißung vom 30. Januar 1879, an welcher als Vertreter 
des Cultusminiſterium8: der Geheime Obermedicinalrath Dr. Kerſandt 
und die Geheimen Regierungsräthe Dr. Goeppert, Dr. Boniß, Dr. 
Stauder und Dr. Gandtner theilnahmen, berathen und nac< dem An- 
trage des Referenten, des Gymnaſialdirector3 und früheren Stadt- 
ſhulrath8s Dr. Hoffmann, mit 12 gegen 2 Stimmen die Reſolution 
gefaßt: 
das Haus der Abgeordneten wolle beſchließen, die Petition 
der Königlichen Staat3regierung zur Berücſichtigung zu über- 
weiſen. 
Inzwiſchen hatte ſich der Cultusminiſter dur< die Beſchlüſſe der 
obengenannten Sachverſtändigen: Commiſſion veranlaßt geſehen, über
	        

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