Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

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ihm die Beſchäftigung mit ihrer Spracße ſo anziehend als thunlich 
zu machen. Die Kenntniß der Spra<ße wird dadurc< viel wirkſamer 
gefördert, als wenn die Leſeſtü>ke über Dinge aus aller Herren Ländern 
und aus den verſchiedenſten Wiſſen8gebieten handelten, ſo daß der 
Schüler, wie der Herausgeber ſagt, „an Alles naſchen“ könnte (muß 
wohl heißen an „Allem“). Dieſer wichtige Grundſaß iſt in der vor- 
liegenden Auswahl von Leſeſtüden vortrefflich dur<geführt. 
Eine große Anzahl von paſſenden Abſchnitten aus der für die 
Jugend geſchriebenen engliſhen Geſchichte der Mr3. Markham behan- 
delt die politiſ< wichtigen Ereigniſſe von den Römern an bis in die 
Zeiten der Revolution; Emerſon, Macaulay, Chamber3, White und 
Irving liefern anziehende Schilderungen von Land und Leuten, da- 
zwiſchen werfen allerlei längere und kürzere Erzählungen ernſten und 
heiteren Inhalts in gebundener und ungebundener Rede geeignete 
Streiflichter auf den Charakter der Bewohner Britanniens, während 
einige der Hauptſriftſteller, außer mit Biographie oder Auszug aus 
ihren Werken, ſogar noF mit einem Bildniſſe in Holzſchnitt gekenn- 
zei<net ſind. Die letzten 20 Seiten (221--245) ſind ausſcließlich 
der Poeſie gewidmet und bringen einige bekanntere und leichtere Ge- 
dichte von Moore, Gay, Cowper, Campbell, Longfellow, Maday, Words- 
worth, Tennyſon, Hood u. A. Hierauf folgt (S. 245--52) ein aus- 
führliches8 Vokabel-Verzeihniß zu den erſten 12 Leſeſtü>ken. Dieſes 
Verzeichniß erſpart dem Anfänger das Nachſchlagen in dem folgenden 
Wörterbuhe und gibt ihm zugleich zu jedem Worte durc< -=- auf 
S. VIII und IX erklärte -- Zeichen eine ziemlich ſichere Anleitung 
zur richtigen Ausſprache. Leider, freilich, kann Ref. nicht immer mit 
dieſer Ausſprache übereinſtimmen. Schon gegen das Schema S, VIU] 
und IX ſcheint einige Einſpraße am Plaß. Dort wird als ſechſter 
a-Laut 5, Walker 4 = e in Fenſter aufgezählt und als engliſches 
Beiſpiel demänd gegeben. Dieſe38 Wort hat aber den zweiten, langen 
a:QLaut wie far, und ſo bezeihnet ihn auc< Walker. Dana<h iſt alſo 
S. 246 zu Nr. 2, drittlektes Wort au< zu korrigiren, ebenſo im 
Wörterbuch S. 280 command. Ferner 1, y = ei iſt ein faſt in jeder 
engl. Grammatik vorkommender unbegreiflicher Fehler; der lange 1- 
und y-Laut iſt ganz entſchieden = ai in Kaiſer und keine8wegs = 
ei, wel<er Doppellaut eben in vielen Theilen Deutſ<lands buchſtäblich 
wie e:i und nicht wie der engl. Laut i in mine ausgeſproßen wird ! 
Nachdem ew in die Ausſprachebezeihnung anfgenommen worden,
	        

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