Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

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werden. Für die höheren Lehranſtalten ſind auch die 60 JAuſtrationen 
nicht ausreihend. Sie beſchränken ſich auf die Baukunſt, ſind übrigen, 
obwohl ſie begreifliher Weiſe nur die aus manc<hen 'Handhüchern be- 
kannten Formen enthalten, zwe&kentſprehend ausgewählt und gut aus- 
geführt. Für die Malerei kann und muß man ſich ſc<hließlih mit 
Photographien oder Stichen behelfen, zumal die Holzſc<nitte nac< Ge- 
mälden, beſonder38 in ſo kleinem Maßſtabe, wie das Werk erfordert, 
meiſt ſehr mangelhaft ausfallen und im beſten Falle eine ſo ſc<atten- 
hafte Andeutung des Kunſtwerks geben, daß mit ihnen faſt nichts 
genußt wird. Aber von den plaſtiſ<en Werken ſind ni<t immer, 
wenigſtens bis jezkt no< nicht immer die erforderlihen Gypsabgühſje 
vorhanden oder zu beſchaffen, und von ihnen läßt ſich durc< einen 
guten Holzſ<nitt doH immerhin eine viel beſſere Vorſtellung geden 
als von Gemälden, weil es dabei nicht auf die Farbe ankommt. Selbſt 
was die Baukunſt betrifft, vermißt man no< zwei JUuſtrationen, 538 
Bild einer guten romaniſchen und das einer guten gothiſ<en Kirche. 
Bei dieſer Gelegenheit ſei auch bemerkt, daß bei Fig. 21 nicht genü- 
gend erſichtlich iſt, worauf ſih die Buchſtaben a und d beziehen, und 
daß bei Fig. 23 die Erklärung der dem Bilde beigefügten Buch- 
ſtaben fehlt. 
Hie und da hätten einzelne kleine individualiſierende Züge hinzu- 
gefügt werden können, theils ſol<he, welhe die Manier von Malern 
oder Bildhauern erkennen laſſen, theils ſolche, welche ſich auf die Bau- 
werke beziehen. S. 9 hätte z. B. wohl bemerkt werden können, daß 
die geflügelten Stiere der Aſſyrer mit Menſ<henhäuptern in der Regel 
5 Füße (3 vordere) haben, eben da hätte das Einhorn als in der 
perſiſ<en Baukunſt beſonder8 beliebt, S. 10 hätten Löwen und 
Elephanten als in der indiſhen Baukunſt wichtig bezeichnet werden 
können, letzteres zumal, weil dadurch die Kunſt auc<ß zu der Thierwelt 
des Landes in Beziehung geſeßt wird. 
Auch in Bezug auf die Technik hätte hie und da ein kleiner 
Strich hinzugefügt werden können. So empfahl es ſih S. 12 bei der 
Technik des kyklopiſhen Mauerbaues8 das Ueberkragen der Steine zu 
erwähnen, zumal ſic< daſſelbe ſo leiht anſchaulich darſtellen läßt. 
Weſentliches iſt ni<t übergangen. Kaum daß man an einzelnen 
Stellen kleinere auf Bau- oder Kunſtwerke bezügliche Zuſäße vermißt 
So ſind z. B. S. 3 unter den älteſten Grabhügeln bezw. Steinkreiſen 
die Nuraghen Sardiniens nicht erwähnt.
	        

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