Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

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figurae gententiarum befannt gema<t. Alles Uebrige von S. 12 an 
ſind Beiſpiele. Das erſte derſelben entwi>delt in ſehr klarer und über- 
ſihtliher Darſtellung den Gedankengang der Confirmatio in Ciceros 
Rede de imp. Cn. Pomp, und ſtellt dem Schüler in der Gliederung 
dieſes erſten Theil8 der leßteren ein wohlgewähltes Beiſpiel für die 
Fundamentalregel vor Augen, daß ſowohl der Jnhalt des Themas 
aus dem der Haupttheile als auch derjenige jedes einzelnen Haupttheils 
aus dem der Untertheile mit ſtrenger Folgerichtigkeit ſich ergeben muß. 
Das Beiſpiel kann zugleich ſehr wohl, wie es des Verfaſſer8 Abſicht 
iſt, dem Schüler al38 Muſter für die Angabe des Jnhalts8 der Lectüre 
empfohlen werden. Unter 11 (S, 13--15) folgen dann 20 fürzere, 
inſtructive Säße, in denen der Verfaſſer durc< Nebeneinanderſtellung 
des Daeutſ<en und Lateiniſ<en den verſchiedenen Charakter beider 
Sprachen in Nebenordnung und Unterordnung dem Schüler vor Augen 
führt. Den umfangreichſten und ohne Frage werthvollſten Theil des 
Buches aber bilden die unter U1 (S, 16--38) behandelten Beiſpiele 
lateiniſ<er Perioden. Indem der Verfaſſer den lateiniſchen Säßen, 
wie ſie in Anordnung und Verknüpfung dem Deutſchen entſprechen, 
die e<t lateiniſche Periodenform gegenüberſtellt == durc< zwed>mäßige 
Numerirung der einzelnen Säße und Saßglieder verleiht er außerdem 
der Darſtellung den Vorzug einer klaren Ueberſichtlic<hkeit =- weiß er 
die theoretiſ<;) zum Theil ſchwer lehrbaren Geſeke der lateiniſchen Saß- 
und Periodenbildung in ihrem Gegenſatz zum Deutſchen zum anſchau- 
limen Verſtändniß zu bringen. Der Schüler wird ſich, da die jedem Beiſpiel 
nachfolgenden Erläuterungen ihn au<h über das Weshalb? jeder vorge- 
nommenen Aenderung des genaueren belehren, leicht ſelbſt hindur<finden; 
die gründlihe Dur<arbeitung des vom Verfaſſer gegebenen Materials 
wird ihn befähigen, auc< andere ihm vom Lehrer vorgelegte Beiſpiele 
in ähnliher Weiſe mit Nußen zu behandeln; er wird nach ſolchen 
Vorübungen nicht ſo ganz rathlo8 vor dem erſten lateiniſhen Aufſaß 
ſtehen. Endlich ſtellt der Verfaſſer unter IV in 107 kleineren Säßen 
oder Phraſen eine Reihe von Eigenthümlichkeiten des lateiniſchen 
Wortausdru>s zuſammen, die allerdings zwar ziemlich willkürlich aus- 
gewählt ſind, deren Einprägung aber iden Schüler vor manchem oft 
wiederkehrenden und ſchwer auszurottenden Fehler bewahren wird. 
Unterzeichneter bezweifelt. niht, daß das trefflihe, in ſeltenem 
Grade praktiſche Büchlein ſic< viele Freunde erwerben und, unter der 
Leitung eines kundigen und geſchiten Lehrers vom Schüler benußt,
	        

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