Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

 
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nicht zulaſſe ; auf eine Vollſtändigkeit macht e38 ja ohnedies keinen An- 
ſpruch, es ſoll nac< des Verfaſſers eigener Erklärung ſich uur auf eine 
Auswahl ſynonymiſcher Begriffe beſchränken, welche vorzugsweiſe 
dem Bedürfniß der vorgerükteren Schüler zu dienen beſtimmt iſt. Bei 
der Beſprehung der franzöſiſ<en Synonymik iſt als ein Mangel dieſes 
Buche3 die Auslaſſung von Wortarten deſſelben Stammes betont 
worden, in dem vorliegenden Buche iſt freilih dieſem Mangel zum 
größten Theile abgeholfen worden, wie es der Verfaſſer überhaupt ver- 
ſtanden hat, in ſeinem lezten Buche die ihm gegebenen Winke ſich 
nußbar zu machen. Doch vermißt man bei einzelnen Nummern die 
Angabe von ſtammverwandten Wörtern, ſo unten: 4. averse abhold 
und repugnant widerſtrebend, unvereinbar ; 20. graceful und elegant 
-=- 94, die Verba to imagine ſich einbilden und to fancy ſich in 
den Kopf ſeßen, wähnen; 140, strange und foreign =- 151. Secret 
und mystery; 154. avarice, covetousness und Ccupidity 1, a. m. 
Bei einer neuen Auflage ſeines Buches wird der Herr Verfaſſer ſicher- 
li< nicht verabſäumen, Fehlendes nachzutragen und noh andere wichtig 
erſ<meinende Synonyme wie: famous, renowned, celebrated und 
Wustrious -- prudent, wise -- to Shake, to tremble -- to fall, 
to drop, to tumble -- noise, tumult, bustle -- 2c. einzufügen. -- 
Aber auch in ſeiner jehigen Geſtalt wird die „Engliſche Synonymik"“ 
ſim recht bald viele Freunde erwerben. 
Rawißſc<. Dr. Thiem, Lehrer an der Realſchule. 
Dr. K. Meurer. Engl. Synonymik für den Sc<hulgebrau<. Cöln. Verlag von 
Roemke u. Co. 1879. Prei3 cart. 1,50 M. 
Dr. Kl. Kloepper. Engl. Synonymik für höhere Lehranſtalten. NRoſto>, 
Verlag von Werther. 1878. Preis bro<. 1,20 M. 
Das Unternehmen, engl. Synonyma für den Schulgebrauch zu 
ſammeln, war ebenſo zeitgemäß wie ſ<wierig. Bislang fehlte e8 an 
einer derartigen Zuſammenſtellung für den Schüler gänzlich. Sieht 
ſic do<m der Sprachforſcher vergeblich nach einem zuverläſſigen Führer 
auf dieſem Gebiete um. Man iſt auf die von anderen Geſichtöpunkten 
ausgehenden Arbeiten der Engländer und auf zerſtreute Bemerkungen 
oder mehr oder minder ungeſchite und verworrene Compilationen der 
eigenen Landsleute angewieſen. Daraus macht man ſich ſeinen Haus»- 
bedarf zurecht. 
Wiewohl nun ein Schulbuch naturgemäß erſt nach der Vollendung
	        

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