Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

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Der Verfaſſer ſagt in der Einleitung, daß er die amerikaniſche 
Au38gabe „dur<weg“ zu Grunde gelegt habe. Doc findet ſic< im 
Student of Salamanca ein dreifacher Hinweis auf die „Am. edit.“; 
die alſo für dieſe Erzählung nicht benußt zu ſein ſcheint. 
Der Druc iſt correct, nur einige Verſehen, die ſelbſt der Schüler 
ſofort finden wird, ſind uns aufgefallen. 
Und ſo dürfen wir hoffen, daß der Verfaſſer, deſſen Qualification 
für ſolche Ausgaben genügend bewieſen iſt, bald den zweiten Band 
von Bracebridge Hall veröffentlichen wird; es wird denſelben ebenſo- 
wenig an Leſern fehlen als dem erſten. Durc< mehr Maaß in den 
Anmerkungen aber wird ſih auc< der Preis deſſelben niedriger ſtellen 
und das Ganze no<H mehr als Schulbuc< verwenden laſſen. 
4. Letters of Lady Mary Wortley Montagu. Erflärt von Dr. H. Lambeck. Berlin, 
Weidmann. 1878. 227 Seiten. 89. 2,10 Mark. 
Seit der bei Mylius im Jahre 1790 erſchienenen Ausgabe der 
Briefe der Lady Montagu ſind unſere38 Wiſſens dieſelben in Deutſch- 
land nicht wieder gedru>t., Mit Rücſi<t hierauf und das augen- 
bli>lich beſonders rege Intereſſe, welhe8 wir an den Dingen in der 
Türkei nehmen, hat der Verfaſſer die anziehende Coreſpondenz in 
Form eines Buches herau3gegeben, das „zur Lectüre in höheren 
Bildungsanſtalten wohl geeignet iſt“. (Vorrede.) Wenn wir nun 
auc< glauben, daß es ſeinen Hauptleſerkreis nic<t unter der Jugend 
finden wird, ſo wollen wir demſelben doh au<F von dem Geſichts- 
punkte de3 Verf. aus ein entſchiedenes Verdienſt nicht abſprechen. Nur 
möchten wir die rein praktiſche Frage ſtellen, ob jemal8 an Schulen 
die Anſchaffung eines Buches empfohlen werden wird, das über 2 Mark 
ungebunden koſtet und von dem im günſtigſten Falle bei der reichen 
Fülle des im Engliſ<en zu Leſenden nur ein kleiner Bruchtheil in der 
Schule geleſen werden kann; und um ſih zur Privatlectüre zu 
empfehlen, iſt es auc< wieder zu theuer. 
Wir ſind leider ni<t im Stande zu beurtheilen, wie weit dem 
Verfaſſer für einen guten kritiſ<en Text vorgearbeitet iſt, da wir die 
von ihm benußte Londoner Ausgabe (1861, 3. Auflage, Wharncliffe- 
Thomas) nicht beſiken. E3 ſind auc< viele Anmerkungen aus der- 
ſelben mit hinübergenommen; und ſo bleibt uns eigentlich nur noh 
von den Anmerkungen zu ſprechen, die von ſeiner eigenen Hand ſind. 
Dieſelben beziehen ſich faſt ausſchließlih auf die Etymologie, ein Ver-
	        

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