Full text: Pädagogisches Archiv - 22.1880 (22)

 
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Scriftſteller8 gar nicht nöthig ſind, ſehe ih nicht recht ein. Ja, der 
Verfaſſer geht darin ſogar ſo weit, daß er auf Seite 99--102 die 
Regeln über eum ausführlich beſpricht. Hätte er dieſe grammatiſchen 
Erörterungen in einer Fachſchrift veröffentlicht, ſo würde man ihm 
recht dankbar ſein, aber zu einer Anmerkung paſſen ſie ni<t. Das 
gelegentliche Polemiſiren gegen verſchiedene lateiniſche Lehrbücher kann 
auch nicht gebilligt werden, da für Schüler ſolher Anſtalten, an denen 
eine andere Grammatik im Gebrauch iſt, dieſe Bemerkungen, ſo richtig 
ſie auch ſein mögen, doch überflüſſig ſind. Ueberhaupt wäre es jehr 
wünſc<hen8werth geweſen, wenn ſic< der Verfaſſer einer gedrängteren 
Darſtellung befleißigt hätte. Alle dieſe Einwendungen ſind gemacht 
im Hinbli> darauf, daß die Ausgabe Schülern in die Hände gegeben 
würde; aber ganz ander3 wird mein Urtheil ausfallen, wenn der Lehrer 
ſie zum Gebrauche wählt. In dieſem Falle glaube ic<, daß der Fac<h- 
mann in dem mit großem Fleiße und großer Sorgfalt gearbeiteten 
Buche recht viel Neues, namentli< was den Ciceronianiſ<en Sprach- 
gebrauch betrifft, finden wird, wofür wir dem Verfaſſer nur dankbar 
ſein können. Auſ Einzelheiten einzugehen, würde hier zu weit führen, 
nur möchte ich den Verfaſſer bei der Stelle 1 2, 6 p. 21 darauf auf- 
merkſam machen, daß unter dem Chronographen Clodius ohne Zweifel 
Claudius und zwar Quadrigarius zu verſtehen iſt, über den ſowie über 
unſere Stelle G. F. Unger in ſeinem gediegenen Werke über die rö- 
miſchen Quellen des Livius in der vierten und fünften Dekade (Philolog. 
Supplem. 111 Heft 6 p. 9) eingehend gehandelt hat. 
4, Chrestomathia Ciceroniana, Ein Leſebuch für mittlere Gymnaſialklaſſen von 
C. F. Lüders. 2. Auflage. Leipzig, Teubner, 1878, 
Der Text dieſer neuen Auflage unterſc<eidet ſich wenig von dem 
der vorigen, derſelbe iſt na<g der Aus8gabe des Cicero von Baiter und 
und Kayſer einer Reviſion unterzogen, die Stüde 59 und 90 ſind 
durch andere erſeßt und ſonſt ſind noh einzelne Verbeſſerungen vorge- 
nommen. Mit der Auswahl dieſer Stüde kann man im Allgemeinen 
recht zufrieden ſein, ſie ſind ſehr geeignet, den Schüler in den Neich- 
thum der römiſ<en und griehiſchen GeiſteScultur einzuführen. Waz3 
aber die Anmerkungen betrifft, ſo giebt der Verfaſſer jetzt ſelbſt zu, daß 
er hierin in der erſten Auflage einen Mißgriff gethan habe und daß 
er bei dieſer neuen Bearbeitung bemüht geweſen ſei, denſelben wieder 
gut zu machen. Wenn nun auch in den Anmerkungen recht tüchtig
	        

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