Full text: Pädagogisches Archiv - 23.1881 (23)

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liſivenden Verbindungen von Metallen und analogen Radicalen, nur 
daß, wenn es ſiß um ſol<he von weit weniger oxydabeln Metallen, 
als Natrium iſt, =- z. B. Kupfer =- handelt, ſtatt des Metallhydro- 
oxyds -- Cu(OH), --- das Metall am neg. Pole ſic< ausj<heidet und 
der zugehörige Sauerſtoff mit der Säure an den poſ, wandert. Von 
H- und O abgeſehen, können die am poſ. Pole ausgeſhiedenen Beſtand- 
theile einander vertreten und verdrängen, ebenſo die am neg., und 
beiderlei ſich mit einander verbinden. Die bekannteſten von den nega- 
tiven ſ<meden rein und ſcharf ſauer und alle, ſofern ſie im Waſſer 
lö8lich genug ſind, wenigſtens etwas ſauer und röthen La>mus: man 
nennt ſie Säuren. Die poſitiven heißen Baſen. Die bekannteſten der 
aus der Verbindung beider hervorgehenden Stoffe haben -- neben 
den Charakteriſtiken des betreſfenden Metalls und der Säure einen 
(bis rein) ſalzigen Geſ<ma>: man nennt ſie Salze. 
Nach obigem Beiſpiele und genaueren Unterſuchungen betrachtet 
man die Säuren als Produkte, welhe man aus Metall-Salzen erhalten 
würde, wenn man Waſſerſtoff für das baſiſ<e -- an elektropoſitiver 
Stelle befindlihe --- Metall ſubſtituirte. =- Man unterſcheidet Waſſer- 
ſtoffſäuren (ZC)), welche keinen Sauerſtoff enthalten, von Sauerſioff- 
CHz 
0=C--0--H 
Eſſigſä de [foſä B. CH: 0. SH,d, ji (Ps Ich 
Eſſigſäure) und Sulfoſäuren (ſz. B, CH30.dU, = N u) welche 
ſiatt des OH der Sauerſtoffſäuren an <arakteriſtiſ<er Stelle SH ent- 
halten. -Anorganiſ<e Sauerſtoffſäuren und Sauerſtoffbaſen enthalten 
beide OH, die lezten mit Metall oder Ammonium (NH4) oder Phos- 
yhonium (PH,) 2c., die erſten mit einem dem Cl entſprechenden Stoffe 
oder einem Oxyde eines Metalloid8 [8SO:(0A),] eventuell dieſem ſelbſt 
(Si(OH),) oder einem höheren Oxyde von Arſen, Antimon, Wolfram, 
Molybdän, Chrom, Mangan (Eiſen), Zinn, Os8mium oder Gold; die 
Metallſäuren zerfallen freilich bei der Abſcheidung aus ihren Salzen 
. ſo leiht in Metalloxyd und Waſſer, daß man ſie eigentlich nicht frei kennt. 
Tritt an die Stelle von Metall der metalliſchen oder von Waſſerſtoff 
ein Kohlenwaſſerſtoff (einwerth: C- H, ,), worin außerdem Kohlen- 
ſtoff durc< Silicium oder Zinn vertreten ſein kann, ſo erhalten wir 
eine organiſche Baſis und zwar im erſten Falle einen Alkohol (z. B. ein- 
werth : C;H5 . OH, Aethylalkohol ; zweiwerth : C,H, (OHN);, Aethylenglykol ; 
ſäuren (C1--O--H: unter<lorige Säure; C,4,0.0OH, d. i.
	        

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