Full text: Pädagogisches Archiv - 29.1887 (29)

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Auffindung und richtige Wahl das Ausdru>s. Recht praktiſch erſcheint 
mix die Art, wie der Verfaſſer im deutſch-engliſchen Wörterverzeichnis 
die notwendigſten ſynonymiſchen Ausdrücke gegeben hat, ohne ſich in lange 
Erörterungen einzulaſſen. 
Zeder der 6 Abſchnitte der Grammatik ſchließt mit einer ſorgfältig aus- 
gearbeiten Wiederholungs-Lektion, deren Durchnahme auch wohl meiſt mit 
dem Schluß des Halbjahre38 zuſammenfällt. =- Der Druck iſt groß, die An- 
ordnung überſichtlich, das Weſentliche durch fetteren Druck hervorgehoben. 
Wir haben bei Gelegenheit der lautphyſiologiſchen Einleitung ſowie 
bei Erwähnung der Leſeſtücke bereit8 geſagt, daß ſich Deutſchbein, wie 
auch in der Vorrede hervorgehoben iſt, den neueren berechtigten For- 
derungen der Wiſſenſchaft nicht verſchließt, doch hätten wir gewünſcht, er 
hätte noch einen Schritt mehr gethan und wäre in den L. 1-18, 
welche in der Art wie Sonnenburg die engliſche Ausſprache behandeln, 
vom Laute, der doch nun einmal das Weſentliche iſt, au8gegangen und 
hätte an Beiſpielen die verſchiedene Schreibung desſelben gezeigt. Aller- 
dings hätten dann auch die Übungsöſäße eine gänzliche Umarbeitung nach 
den Lauten erfahren müſjen, dafür wäre aber eine engere Verbindung 
zwiſchen der Sprech- und Lejelehre hergeſtellt, die bis jeht =-- vielleicht 
abſichtlich =- nur loje iſt. Der Einfluß der Lautphyſiologie iſt indes 
bei der Angabe der Ausſprache nicht zu verkennen; er äußert ſich z. B. 
darin, daß der Verfaſſer in L. 1 auf die diphthongiſche Ausſprache 
der Vokale dringt, welche oft genug betont iſt, aber noch immer nicht 
in allen ſonſt brauchbaren Grammatiken gelehrt wird. Ich glaube ihn 
ferner im der Sachkenntms zu ſehen, mit welcher die Ausſprache gerade 
bei den Wörtern angegeben wird, wo erfahrung8mäßig Fehler gemacht 
werden. I< denke dabei z. B. an die Ausſprache des 8, bei welcher 
viele Einzelheiten zu merken find und auf deſſen ſtimmhaften oder ſtimm=- 
lofen Klang in zuverläſſiger Weiſe immer dann hingewieſen wird, ſobald 
das Deutjche oder Franzöſiſche den Schüler zu falſcher Ausſprache ver= 
leiten könnte. 
In L. 3 Anm. hätte nun wohl der Ausdru> „harte“ uud „weiche“ 
Konſonanten fallen müſſen. Zu L. 4. Referent hält th gar nicht für 
den ſchwerſten engliſchen Laut, und die Erfahrung hat das beſtätigt, die 
richtige Ausjprache des r iſt viel ſchwerer. L, 10. humble mit ſtummem 
h zu jprechen iſt vulgär und wäre beſſer unerwähnt geblieben. In L. 4 
und ſpäter in L. 37 gebraucht und fordert Deutſchbein 8cholar ſchlecht- 
hin für „Schüler.“ Da „Scholar“ aber vorzüglich jemanden bezeichnet,
	        

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