Full text: Pädagogisches Archiv - 36.1894 (36)

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Die Mittagsbreite beträgt z + & = 40* 30' =- 19* 50' = 209 40". 
Die Breitenänderung iſt 13 8in 2** Bogenminuten, 1og Breitenänderung 
= 1,1139 + 9,5828 = 0,6967. Die Breite bei der zweiten Meſſung 
0 i 0231 1004AQN/ 
alſo 209 40' =- 0 5' = 20* 35' , 8= RI 19" 48 
- 330 59 5 7 1 / Sin 13024,5' gin 539 47,5 
33" 99,9", tang 3 Va (-< 330 12,5) cos 337 59,57 108 tang 
5 = 2 (9,8653 + 9,9068 -- 9,9226 -- 9,9186) = 9,7155; der 
Stundenwinkel beträgt 549 54' = 3? 39,6*. Der Unterſchied von der 
Greenwicher Zeit iſt 1* 50% + 3» 39,6* = 5% 29,6", die Länge alſo 
0 941 » 6 13 cos 22“ 13 cos 22" 30' 
82" 24'. Der Längenunterſchied iſt os Mittelbreite “Teos 200 3758 
Bogenminuten, 1og Längenunterſchied = 1,1139 + 9,9656 -- 9,9712 
= 1,1083, alſo die Mittagslänge 829 24' -- 0" 12,8* = 82% 11,2' 
weſtlich. 
8) Mit Berückſichtigung der Nebenumſtände. 
Bioher iſt ſtet8 die Sonne als Punkt betrachtet, man mißt aber 
beim Höhenwinkel die Höhe des unterſten Sonnenpunkte8, muß alſo noch 
den Sonnenradius hinzuaddieren. Dieſer beträgt, wenn die Erde ſich in 
der Nähe des Perihel8 befindet, von Mitte Dezember bis Mitte Januar 
16' 18" und, wenn ſie in der Nähe des Aphels iſt, von Mitte Jum 
bi3 Mitte Zuli 15' 46". =“- Es8 iſt ferner biöher nicht zwiſchen wahrer 
und mittlerer Greenwicher Zeit unterſchieden, der Chronometer gibt 
mittlere Greenwicher Zeit an. Die Kenntnis derſelben genügt auch für 
die Auffindung der Deklination im nautiſchen Jahrbuche ; aber für die 
Längenbeſtimmung muß man die wahre Greenwicher Zeit kennen. Der 
Unterſchied zwiſchen der wahren und der mittleren Zeit, d. h. die Zeit- 
gleichung liegt 1893 zwiſchen + 14" 26,5* am 10. Februar und -- 16" 
21,1: am 2. November. -- Zu berückſichtigen iſt drittens die atmoſphä- 
riſche Strahlenbrechnng, dieſelbe beträgt bei einem Höhenwinkel über 45* 
noch nicht eine Sekunde, dagegen für einen Höhenwinkel von 2* beträgt 
ſie 18 9". Die Angaben in der betreffenden Tabelle des Jahrbuches 
gelten jedo< nur für den Normalzuſtand der Luft, d. h. für eine Tempe- 
ratur von + 92? CG und einen Luftdru> von 7522», Je dichter die Luſt 
iſt, alſo je niedriger die Temperatur und je höher der Luftdruck iſt, um 
ſo größer iſt die atmoſphäriſche Strahlenbrechung. =- Endlich iſt auch 
noch die Kimmtiefe in Rechnung zu brigen. Unter „Kimm“ verſteht der 

	        

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