Full text: Pädagogisches Archiv - 36.1894 (36)

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nußſucht, Fernhalten desöſelben von der verfrühten Anteilnahme an den 
Vergnügungen Erwachſener und von den Verführungen der großen Städte 
ins Auge zu faſſen ſind, verſteht ſich von ſelbſt. 
Ebenſo, daß dieſelben Grundlinien auch bei der Erziehung der 
Mädchen in den höheren Schulen eingehalten werden müſſen und daß 
ihre Ansbildung beſonders auf ihren wichtigſten und ſchönſten Beruf: 
Hausfrauen, Mütter und Erzieherinnen ihrer Kinder zu ſein, gerichtet 
werde; bei dem hervorragenden Einfluß der Frauen und 
Mütter auf das geiſtige und körperliche Wohl der Gene- 
rationen ſollte der Ausbildung der Mädchen in dieſer 
Richtung weit mehr Sorgfalt gewidmet. werden, als dies 
zur Zeit geſchieht; beſonders ſollte ihre Belehrung und Unter- 
weiſung in allem, was Kinderpflege und Erziehung betrifft, nicht unter- 
laſjen werden. 
Auch die Beſchaffung von großen baumbepflanzten Plätzen in den 
großen Städten, die den Erwachſenen zum Luftſchöpfen, der Jugend zu 
Spiel und Sport dienen, die Bereitſtellung von öffentlichen Turnpläßen, 
Schwimmanſtalten, Ei8bahnen, die Beſchaffung von ſtillen, mit Grün 
umgebenen Wohnungen in den Außenteilen, die Sorge für leicht erreich- 
bare Wälder und Erholungsorte in der Nähe der größeren Städte, die 
Förderung der Ferienkolonieen, die Unterſtüzung Unbemittelter behufs der 
Erreichung einer Sommerfriſche = alles dies würde für die Hirn- 
arbeiter eine Wohlthat ſein und manche8 Kapitel an Nervenkraft ſchüßen 
und erhalten. 
eee wnn vgn eren ve vam,
	        

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