Full text: Pädagogisches Archiv - 36.1894 (36)

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Dieſe unterſcheidet ſich nur unweſentlich von ihrer Vorgängerin. 
Neu iſt, wie auch in der 3. Auflage des 3. Bändchen8 (ſ. Päd. Arch. 
XXXNI, 1891, S. 710), die Beigabe eines kritiſchen Anhange38, welcher 
die Abweichungen der 8. Auflage von der 6., der lezten von Weſtermann 
jelbſt veranſtalteten, und die Textabweichungen der vorliegenden 9. von 
der 8. Auflage enthält. Die erſte Philippika hat der Heraus8geber nach 
dem Vorgang anderer jekt vor die Olynthiſchen Reden geſtellt. 
Bi8 auf einzelne Unebenheiten und ſtörende Druckfehler, die wohl 
hätten beſeitigt werden können, darf auch dieſe neue Auflage als eines 
der beſten Hilfsmittel für das Verſtändni3 der Demoſtheniſchen Reden 
bezeichnet werden. 
Aristotelis zolirteia Adyraiw»r, ediderunt G. Kaibel et VU. de 
Wilamowitz-Moellendorff. Berlin, Weidmann. 1891. XVI und 
100 S. 1 Mek. 80 Pf. 
Dasſelbe. Iterum ed. K. W. 1891. 1 Mk. 80 Pf. 
Die Ariſtoteliſche Schrift vom Staate der Athener, deren Auffindung 
jo großes und berechtigtes Aufſehen erregt hat, hat in Deutſchland durch 
Kaibel und von Wilamowißz ihre erſte Bearbeitung erfahren, die nach 
kurzer Zeit bereits in zweiter Auflage erſchien. Schon die erſte Auflage 
bedeutet gegen den erſten, engliſchen Herau8geber, Kenyon, einen großen 
Fortſchritt, noch mehr die zweite. 
Den Beginn macht eine praefatio, in welcher nach einer Würdi- 
gung der Verdienſte Kenyon8 zunächſt die Echtheit der Schrift verteidigt 
wird. Es folgen Bemerkungen über die Beſchaffenheit der Handſchrift, 
über die Schreiber (die Herau8geber mehmen zwei, Kenyon drei Schreiber 
an), über den Korrektor der Handſchrift, über die beiden Berliner Bruch- 
ſtüke und ihr Verhältnis zur Londoner Handſchrift, über die bei der 
Ausgabe befolgten Grundſäße und die Einrichtung der Ausgabe. 
Den zuſammenhängenden Text der Ariſtoteliſchen Schrift enthalten 
die Seiten 1--71. Untergeſeßzt ſind eine adnotatio critica und testi- 
moma. Der letzte Teil der Handſchrift iſt nur unvollſtändig zu leſen ; 
was die Herausgeber noch ſicher erkennen zu können glaubten, iſt S. 72 
bis 84 fragmentariſch zuſammengeſtellt. Darauf folgt der Au3zug des 
Veraklides und die in Citaten enthaltenen Bruchſtücke der Schrift. Ein 
index rerum et nominum beſchließt das Ganze.
	        

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